Kachelofen, kochen, Freunde treffen - das Käptn`s Dinner im real life

Wir haben es wieder getan nach einer längeren Pause:  Der harte Kern vom Käptn`s Dinner traf sich ganz persönlich, so im echten Leben und hat ein Wochenende der Kulinarik gewidmet.



Freunde treffen ist die Überschrift, da man sich kennt, seit Mai 2012. Das war so ein großartiger Auftakt, dass es im gleichen Jahr noch eine Fortsetzung gab, im Oktober 2012.
Im Februar 2013 waren wir zum ersten mal im "Kachelofa" in Gündelbach zu Gast. Gemütliche, schwäbische Gastlichkeit vom Feinsten. Das war Liebe auf den ersten Blick und das Hotel wurde sofort zu unserem Heimathafen ernannt. Kein Wunder also, dass sich die "geilste Kochgruppe auf der Welt" gleich wieder im November 2013 dort traf, um ein Wochenende um die Wette zu kochen. Es sollte bin zum Oktober 2014( noch ein Rezept !) dauern, bis wir uns auf Einladung von Rolf dem Gastronauten, im schönen Saarland getroffen haben. Alle kochbegeisterten haben ja auch noch ihr eigenes, ziemlich aufgeregtes Leben, privat wie beruflich, und so kam es zu einem nächsten Treffen dann erst wieder im November 2015. Auch mein Leben bewegte sich und so musste ich das Treffen im Dezember 2016 leider schwänzen, sehr traurigen Herzens. Eva vom Blog Dental Food hat hier berichtet.



Der Dezember 2017 sollte also das Wiedersehen bringen mit denen, die sich lange nicht gesehen habe. Einige von uns treffen sich inzwischen auch zu anderen Gelegenheiten. Das ich mit Eva öfters unter Wettbewerbsbedingungen den Kochlöffel schwinge, ist ja auch bekannt und diese oder jene besucht man inzwischen schon sehr privat. Facebook eben, dieses verteufelte Ding im Internet 😉



Das wieder alles anders war, habe ich schon geschrieben und ich denke, dass macht diese Treffen auch ein bisschen aus. Die Stimmung ist immer gut, manchmal zu gut. Ich hoffe mir für ein weiteres geplantes Treffen, wieder auch mehr den Focus auf kulinarischen Austausch zu legen. Spaß hat es aber gemacht und ich bringe euch heute ein Rezept mit, welches mir gleich den Kopf verdreht hat. Ein Orangenkuchen, den Christine hervorragend gebacken hat. Das Rezept hat sie mir verraten und zu Weihnachten hat er unserer Familie sehr gut geschmeckt. Orangensaison ist ja noch eine ganze Weile und so habt ihr auch noch Gelegenheit, diesen zu probieren.


Saftiger Orangenkuchen


aus Claudia Rodens Buch "The Book of Jewish Food: An Odyssey from Samarkand to New York " ,1996 


2 große Orangen (möglichst Bio-Qualität, weil auch die Schale verwendet wird) 
6 große Eier
250 g Zucker
250 g gemahlene Mandeln

2 TL Backpulver 
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Die Orangen in einen kleinen Topf geben und mit Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und bei geschlossenem Deckel 2 Stunden leise köcheln lassen, bei Bedarf etwas Wasser nachfüllen. Die Orangen dann aus dem Wasser nehmen und auskühlen lassen. Dann halbieren und eventuelle Kerne entfernen.


Die Orangen pürieren (Mixstab oder Food Prozessor) Das kann man auch am Vortag machen, dann ist das Püree zum backen schon gekühlt.
Den Ofen auf 175°C vorheizen.



In einer Schüssel die Eier und den Zucker schaumig rühren. das geht mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät. Dann die pürierten Orangen, Mandeln und Backpulver zufügen und rühren bzw. mixen bis eine homogene Masse entstanden ist.

Eine 24-cm-Springform mit Backpapier auskleiden und gut einbuttern oder mit einem anderen Fett bzw. Öl einpinseln.  Den Teig in die Form geben und glattstreichen. 60 Minuten backen, aber unbedingt die Stäbchenprobe machen. Ich , bzw. mein Kuchen, brauchte noch 10 Minuten mehr.  

Auskühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben. Der Kuchen hält sich sehr gut frisch, mindestens über 2-3 Tage.