Gesundes für den Winter : Hagebuttenmarmelade

Mit dem Gedanken, Hagebuttenmarmelade zu machen, habe ich mich schon seit einer Zeit beschäftigt. Das es in den letzten Jahren noch nichts geworden ist, hatte mit dem Wetter zu tun und mit fehlender Zeit. Und eigentlich auch mit einem geeigneten Ort zum ernten. Zu viele Stacheln, zu kleine Früchte..... da gab es bisher eine Menge Ausreden.  In diesem Jahr aber führte mich ein Gassigang vor den Toren Weimars (den Platz verrate ich gern auf Anfrage ! ) an zwei schönen, großen Sträuchern vorbei. Gut zu erreichen und eine Menge große, fleischige Hagebutten warteten nur auf mich.

Hagebuttenmarmelade ohne Probleme mit den Härchen

Am sonnigen Samstag bin ich also losgezogen und habe in meinem Korb insgesamt 2500 Gramm Hagebutten versammelt. Das Gewicht habe ich ermittelt, nachdem ich die Früchte von den Stielen geschnitten hatte. 

Man muss sie gründlich waschen und in einem geeigneten Topf mit so viel Wasser auffüllen, dass die Früchte gerade so bedeckt sind. Das Ganze wird etwas eine Stunde gekocht, damit die Früchte weich werden. Mit einer Gabel prüfen, ob sie sich zerquetschen lassen.


Dann die Flüssigkeit abgießen, aber unbedingt auffangen, da man sie noch zum späteren auffüllen braucht. So kann man die Konsistenz vom Hagebuttenmus besser kontrollieren. Die Früchte mit dem Kartoffelstampfer, oder einem Quirl, zerdrücken. Danach durch ein sehr feines Sieb streichen, damit Kerne und Härchen zurück bleiben. Die zerdrückte Masse ab und an mit der Kochflüssigkeit aufrühren, dann ist sie saftig genug und lässt sich besser bearbeiten.

Meine Menge an Hagbeuttenmark war 900 Gramm. Dazu kamen 250 ml Apfelsaft naturtrüb und der Saft von 2 Zitronen. Mit einem Paket Bio Gelierzucker 2:1 habe ich die Marmelade gekocht. Sie ist cremig und lässt sich gut streichen.




Die Zutaten nochmals als Liste

2500 g Hagebutten ---> 900 g Hagebuttenmark
250 ml Apfelsaft naturtrüb
2 Zitronen
1 Bio Gelierzucker 2:1



Warum ich so versessen darauf war Hagebuttenmarmelade zu machen, dass möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.


Die Hagebutte beeindruckt vor allem mit einem extrem hohen Vitamin C-Gehalt. Mit 500 mg bis 1.500 mg je 100 g ist sie absoluter Spitzenreiter der einheimischen Pflanzen.

Aber sie hat auch noch weitere Inhaltsstoffe, die sie zur kompakten Vitalstoffbombe machen, nämlich der beachtliche Anteil an Lycopin. Das ist ein carotinoider Farbstoff, der auch aus der Tomate und anderen roten Früchten und Gemüsen bekannt ist. Es zählt zu den Antioxidanzien, die schädliche Zellprozesse hemmen können. 

Der Vitamin B-Gehalt der Hagebutte sorgt für Energie, Vitamin K für feste Knochen, und Niacin sorgt für einen reibungslosen Stoffwechsel. Die Liste vervollständigen Ballaststoffe, Mineralstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, organische Säuren und Pektine.


Der Hagebutte werden in der Volksheilkunde eine Reihe von Wirkungen zugeschrieben: abwehrsteigernd, harntreibend, moderat abführend, wundheilend und austrocknend. Als traditionelle Einsatzgebiete gelten Erkältungskrankheiten (auch mit Fieber), Vitamin C-Mangel, Darmträgheit, Harnweginfektionen und schlecht verheilende Wunden (auch im Mundraum).  Ebenso soll sie appetitanregende Wirkung haben.

Und, was sagt ihr dazu ? Wenn das nicht ein einheimisches Superfood der Extraklasse ist, weiß ich nichts mehr ! Und deshalb kommt meine köstliche Hagebuttenmarmelade auch zu Giftigeblonde und Aprikotlady auf den Tisch, zum Blogevent