Empfehlungen der anderen Art: Der Slow Food Genussführer 2019/2020

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Noch umfangreicher und noch informativer ist er und Ende 2018 erschienen, der neue Slow Food Genussführer für 2019/20. Mit 550 Restaurants, davon 125 neu aufgeführten, führt er dich quer durch Deutschland. Das ist die inzwischen vierte Ausgabe eines Restaurantführers, der mit völlig anderen Bewertungskriterien arbeitet, als die großen Kritikerbibeln, auf die alle immer so gespannt sind. Er ist der leise, der feine, sozusagen der mit der Restaurantkritik, besser Empfehlung, "von unten" und die Aufnahme in dieses Buch hat auch unter den Gastronomen immer mehr Gewicht, 


Über 500 Menschen haben sich als Restaurantester betätigt, sind zum Essen gegangen und haben sich auch zu erkennen gegeben. Hier geschieht Nichts im Geheimen. Denn es war bei der Bewertung der Mahlzeiten wichtiger woher der Wein, Bier, Gemüse, Obst, Fleisch, Käse und Brot kommen, als die besonders zitronige oder pfeffrige Note der Sauce. Das es schmecken soll ist unstrittig, dass es gut und produktgerecht zubereitet ist natürlich auch. Aber essen wir nicht alle lieber ein gutes Stück Fleisch, dessen Herkunft nachvollziehbar ist und die Tiere artgerecht und regional gehalten wurden? 
Und so ist eben die Regionalität der Produkte eines des wichtigsten Merkmale der Beurteilung. Und die Köche und Wirte die in diesem Genussführer aufgeführt sind, haben Auskunft gegeben und stehen auch für die Maxime des Slow Food, was so viel mehr bedeutet als langsam zu essen.

Der Begriff der regionalen Küche hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Waren es früher traditionelle Gerichte wir Kloß, Maultasche, Pannfisch und Co., sind es heute herausragend verarbeitete Zutaten der Produzenten in der Region. Und das Cross-over kochen und damit auch viele internationale Einflüsse in heimische Regionen zu bringen, macht unsere Speisekarten spannend und anregend. Und gab es Regionales in der Vergangenheit oft nur in den traditionellen Gasthäusern auf dem Land, zu denen am Wochenende ganze Heerscharen aus der Stadt pilgerten, findet sich die moderne regionale Küche jetzt auch in Lokalen der Städte, nur eben oft anders und erfrischend neu interpretiert.

Was galt es noch zu bewerten, bzw. was findest du an wichtigen Hinweisen für dich im Genussführer? Neben den vorhandenen Plätzen erfährst du die Öffnungszeiten, die Zahlungsmöglichkeiten, ob es Angebote für Kinder gibt, Hinweise zu Internetseite und Reservierungsmöglichkeiten und was es Besonders für den Gast zu erleben gibt. Auch die Preisspanne der angebotenen Gerichte ist ein Kriterium, denn mit 35 € wird eine Grenze gesetzt die Bezahlbarkeit für Viele garantiert.  Von jedem der Restaurantester bekommst du auch noch ganz spezielle Empfehlungen für die Speisekarte, ganz individuell. Die kannst du probieren, oder dich selbst auf die spannende Entdeckungsreise durch die jeweilige Kulinarik des Hauses begeben.

Von Flensburg bis Zwickau und von Kassel bis Konstanz, mit diesem Buch auf Reisen zu gehen bedeutet, regionale und saisonale Küche zu finden ohne lange suchen zu müssen. Und bist du mal in Thüringen unterwegs, findest du auch eine Empfehlung im Buch von mir. Hier habe ich meine Beurteilung des "Zum güldenen Zopf" in Blankenhain aufgeschrieben, zu finden auf Seite 722 des Buches. Hier wird die Urkunde für die Aufnahme im Gashaus in Blankenhain übergeben.


Von links: Harald Mohr, Slow Food Convinium Weimar-Thüringen, Christian Driemel, Koch im Güldenen Zopf und Mark Kühnelt, Gastronomischer Leiter Spa-und Golfresort Blankenhain, zu dem das Restaurant gehört


Das vom oekom-Verlag München hergestellte und auf 100% recyceltem Papier gedruckte Buch, kannst du mit ISBN Nummer 978-3-96238-057-1 zum Preis von 28 Euro im Buchhandel kaufen. Oder, wenn du schnell bist, hier bei mir gewinnen. Drei Exemplare hat mir der Verlag für euch zur Verfügung gestellt. Unter den bis zum 16.1.2019 hier eingehenden Kommentaren zum Beitrag, werde ich diese verlosen. Wie stehst du zum Gedanken der Slow Food Bewegung und kennst du den Genussführer schon? Verlosung  natürlich nachvollziehbar und unter Ausschluss des Rechtsweges.

Die Organisation Slow Food bezeichnet dieses Buch als ihr Vorzeigeprojekt. Ich würde sagen es ist eines von Vielen. Für mich ist die Arche des Geschmacks , eine Sammlung von Produkten und Zubereitungsmethoden, noch viel wichtiger. In ihr werden alte Sorten von Gemüse, alte Rassen von verschiedeneren Tieren und ganz nachhaltige Produktionsmethoden für Lebensmittel dokumentiert und damit für die Nachwelt erhalten und die Menschen die sich damit beschäftigen unterstützt. So ist z.B. seit vergangenem Jahr der Anbau von Brunnenkresse in Klingen, große flache natürliche Wasserbecken, in Erfurt (Erfurter Brunnenkresse) in die Arche aufgenommen worden. Mit solchen Aktionen wird Biodiversität für uns erhalten  und wir können uns mit den Produkten ernähren, die noch über natürlichen Geschmack verfügen. Du siehst, hier engagiert man sich für die Dinge, die uns am Herzen liegen und so bin ich gern, auch von Herzen, bei Slow Food dabei.

Kommentare

  1. Kommentarmöglichkeit besteht bis 16.1.2019, 23.59 Uhr. Verlosung und Bekanntgabe der Gewinner ist 17.1.2019 auf der Facebookseite von "Obers trifft Sahne".

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  2. Liebe Petra,
    Produkte aus der Region zu verwenden, von Produzenten, die man kennt, finde ich vorbildlich. Ich selbst schaffe das nicht immer, beim auswärts essen wird es dann ganz schwierig. Toll, dass es zur Orientierung diesen Restaurantführer gibt. Und ich bin froh, dass Slow Food nicht für langsames Essen steht, denn ich bin mehr so der Reinschaufler. Leider.
    Herzlichst, Conny

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    1. na ja, man kann die guten Sachen ja auch ein bisschen schneller essen wenn es sein muss ;)

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  3. Liebe Petra, das ist ja ein interessanter Führer. Ich finde es auch wichtig zu wissen, woher ein gutes Restaurant seine Produkte hat. Regionale und saisonale Küche ist sehr wichtig heutzutage, wo man doch immer alles haben kann. ( von wo auch immer ). Liebe Grüße Birgit

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    1. ja, ALLES kann man ja nicht haben und besser ist es, man hat dann was richtig Gutes :D

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  4. Die kleine Schnecke der Slow Food Bewegung ist schon lange ein Teil meines Lebens. Dieses Jahr treffen wir uns in Bra zu Cheese �� vorher würde ich gern diesen kulinarischen Führer gewinnen ❣️

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    1. Das klingt ja nach einem guten Vorhaben. Dann hoffen wir mal, dass die Losfee dir hold ist :)

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  5. Das Buch klingt wirklich interessant, ich würde mich sehr freuen, ein Exemplar zu gewinnen!

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  6. Ich würs mich sehr über den Genussführer freuen. Für mich und im meinen Eltern, die ständig auf Achse sind, Empfehlungen zu geben.
    Liebe Grüsse aus dem Marchfeld! ❤️

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    1. Dann wünsche ich dir viel Glück bei der Verlosung.:D

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  7. Wenn wir Deutschland er-fahren, sind wir immer auf der Suche nach Restaurants die regional kochen, da käme uns dieser Füher sehr gelegen- danke für die Verlosung und die Vorstellung!

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    1. Dann müsst ihr ihn ja unbedingt haben - ich drücke die Daumen!

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  8. Mit der Bitte um Veröffentlichung, via Mail:
    Liebe Frau Herrmann ,
    mit dem Kochlöffel kann ich
    besser " hantieren " als mit Google
    u.a. " digitalen Zutaten ."
    Seit Jahren werden wir von
    SLOWFOOD " mitgenommen."
    Regionale Zutaten , " slow"
    zubereitet, ist auch unsere Profession.
    Wer gerne (Zuhause ) kocht ,
    geht auch gerne ins Restaurant,
    und das muss dann gut sein ,
    dass es sich für " Leib und Seele "
    lohnt .
    Der " SLOW Food Genussführer"
    ist sicher ein guter " Wegweiser
    zum Genuss unterwegs ",
    der würde auch uns, auf unseren
    Reisen , gut begleiten.
    Herzliche Grüsse aus dem Musikerviertel
    Friedrich + Renata K."

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  9. Hab eben zum erstem Mal von Slow Food gelesen. Ökologisch erzeugte Lebnsmittel aus der Region zu verwenden macht Sinn, die Idee gefällt mir sehr gut. Den Genussführer kannte ich bisher noch nicht.

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    1. Das freut mich, dass du durch meinen Beitrag darauf gekommen bist. Behalte das ruhig mal im Auge, es lohnt sich.

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  10. Liebe Petra, zum Glück verbreitet sich der Slow Food Gedanke immer mehr. Nicht nur bei Restaurants - auch bei Bäckereien, Brauereien und dem eigenen Einkauf fällt es mir auf. Schön, so wird das Normale wieder normal... ;)

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  11. Da hast du vollkommen Recht, viele Produzenten gehen wieder zu den Ursprüngen und das beinhaltet das ja meist, gesunde Zutaten ohne Zusatzstoffe, aus der Region und schonend verarbeitet.

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