Brioche: Goldgelb, locker, luftig und wunderbar buttrig

Die französische Spezialität gibt es bereits seit 1404. In Frankreich werden sie zum Frühstück gegessen und mit Marmelade beschmiert. Meist sind es brötchengroße Teile, mit einem kugelförmigen Kopf. Auch mit einer herzhaften Füllung gebacken sind sie bekannt.

französische Brioche

Ich habe die Brioche nicht in kleinen Teilen gebacken, sondern in einer Kastenform. Das hat einen einfachen Grund. Als ich Brioche das erste mal so frisch und ofenwarm gegessen habe, waren wir zu einem Treffen einiger Kochverrückten in Arnsgrün - guckst du hier ! -
Das wir diese Köstlichkeit essen konnten, verdankten wir damals einem wirklich Back-Verrückten, nämlich Manfred Schellin, der das gesamte Wochenende für ständigen Nachschub an frischem, warmen Brot und Brötchen und eben Brioche gesorgt hat. Seine Variante war mit Anis und Orange gewürzt und ein bisschen habe ich den Geschmack noch in Erinnerung. Ein Traum.

Da wir das alles was gebacken wurde gar nicht vor Ort aufessen konnten, hat jeder eine Menge mit nach Hause genommen. Ich hatte auch ein Stück Brioche und das habe ich nach zwei Tagen dann in Scheiben geschnitten und im Toaster gebräunt. Das war fast noch besser als frisch. Das wollte ich unbedingt wieder tun, deshalb die Kastenform.  Und darauf hatte ich damals eine leicht bittere, englische Orangenmarmelade. Erinnerungen eben. Und so hat das Eine das Andere bedingt und ich habe endlich ein Brioche gebacken, weil ich euch als nächstes das vorstellen werde, was es jetzt dazu gab. Rätsel ? Nein, einfach den nächsten Beitrag abwarten.

französische Brioche

Für meinen ersten Versuch eines Brioche aber habe ich erst einmal eine neutrale Variante gewählt. Nennen wir es einfach das Grundrezept. Und das Rezept ist auch von Manfred Schellin,  besser bekannt als Schelli, aus seinem Blog "schellikocht". Die Variante mit Anis und Orange kommt bestimmt bald einmal, da muss ich mich in Sachen Gewürzmengen aber erst noch schlau machen.

Brioche

500 g frz. Weizenmehl T65 (Hatte ich nicht und habe Typ 550 verwendet)
50 g Zucker
15g Frischhefe
10 g Salz
350 g Eier (6)
250 g Butter

1 Ei und 1 Prise Salz zum Bestreichen

Zutaten kühl verarbeiten! 
Mehl, Zucker, Salz und Hefe in einer Schüssel verrühren, die Eier zugeben und alles langsam zu einem homogenen Teig verkneten.  

Butter in Würfeln (zum Schluß!) zugeben und einkneten bis der Teig elastisch ist, sich von der Schüssel löst. Kugel formen, 2 Stunden ruhen lassen. Einmal falten und 12-14 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Dann 1 Stunde temperieren lassen. Kugeln formen, 10 Minuten entspannen lassen und in Brioche-Formen lagern. Wie geschildert bei mir in einer Kastenform, die sollte groß sein, das Brioche geht sehr gut auf.  Mit der Ei-Salz-Mischung abstreichen und 2,5 Stunden gehen lassen. Nochmals abstreichen und bei 190°C (Ich habe mich für Umluft entschieden) 35 Minuten backen.


Kommentare

  1. Vorgemerkt!
    Ich werds auch ohne Anis machen, Anis gehört für mich nur in eine Osterpinze, ins Brioche tät ich sie nicht geben.

    DAnke fürs Rezept liebe Petra!

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  2. Der sieht super fluffig aus, nehme gerne diese Variante, da ich auf Anis dann auch verzichten würde!

    VG Sascha

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  3. Allgemeine Ablehnung von Anis ;) Das war aber nur eine ganz kleine Nuance und mit der Orange zusammen eine großartige Kombi :) Ich werde es euch nicht zeigen...

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  4. Sieht das lecker aus. Das muß ich auch mal machen. Steht somit auf der To Do Liste.
    Tolle Fotos übrigens, wie immer!

    Gruß Katrin

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