Dienstag, 11. Juni 2013

Schokoladengeister

Das war so ein Verlegenheitskauf. Wir waren für ein paar Tage in Hamburg und auf dem Rückweg mit der Bahn waren wir, von den letzten noch maximal ausgenutzten Stunden, ein bisschen müde. So kam die Idee, wir werden im Zug "stille Beschäftigung" machen und was gibt es da Besseres, als etwas zu lesen. Leo hatte seinen Favoriten schnell gefunden, aber ich stöberte etwas unentschlossen und lustlos durch die Regale.
Die Abfahrtszeit nahte und so war Leo bemüht, mir beim aussuchen zu helfen. Das eine war mir zu anspruchsvoll, das andere zu oberflächlich und Leo meinte, ....`kauf dir doch ein Kochbuch......oder das hier, hat ja mit kochen oder so zu tun`. Und so kamen sie zu mir, die Schokoladengeister.......

 
Mit freundlicher Genehmigung des Diana Verlages, München
ISBN 978-3-453-35561-3, www.diana-verlag.de , 2012

Eine Geschichte die eigentlich traurig ist, aber mit den Augen von Ginny gesehen, sehr einfühlsam und auch spannend erzählt. Ginny leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer Form von Autismus. Ihre Eltern kommen bei einem Unfall ums Leben und damit verliert sie ihren Mittelpunkt und Halt. Sie hat es schwer in einer Welt, in der sie sich ganz anders zurechtfinden und orientieren  muss als andere Menschen und sie hat Rituale, die ihr dabei helfen. 

Ginny ist eine sehr gute Köchin und bei der Arbeit am Herd, findet sie zu sich. Es ist wunderbar zu lesen, wie sie Gefühle mit Geschmack und Gerüchen vergleicht und nach dem Tod der Eltern beginnt das, was wir doch eigentlich alle immer wieder erleben. Wir kochen etwas, dessen Rezept wir noch aus der Vergangenheit bewahrt haben und beschwören damit die Geister aus der Kindheit. Wie oft sehe ich meine Mutter oder Großmutter am Herd bei der Zubereitung eines bestimmten Gerichtes und ich kann es riechen und schmecken.

Und so geht es Ginny, allerdings erscheinen ihr die Geister tatsächlich. Ich will ja nun nicht alles verraten. Nur so viel noch, die Geschichte hat ein happy end, was eigentlich keines ist, oder doch?

Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen. Die Autorin Jael McHenry ist begeisterte Hobbyköchin und Foodbloggerin und genau wie sie bin ich der Meinung, dass Essen Geister heraufbeschwören kann. Wer wie ihr gern kocht und sich immer wieder an vergessen geglaubtes erinnert, sollte sich diese Geschichte gönnen. Sie öffnet einem das Herz.

In dem Buch verknüpft sind die einzelnen Rezepte die Ginny gesucht, aufgestöbert und gekocht  hat und davon habe ich für euch eines herausgesucht. Und wer kennt das nicht, sich ein bisschen Trost in misslicher Lebenslage holen, indem man sich was schönes kocht, ober backt? Genau, wir alle machen das auch so. Und alles was wir zubereiten, sollte doch in erster Linie die Seele berühren und erst dann den Magen.

Also hier sind Sie, die

Wen ich jetzt persönlich mit diesem Rezept verbinde, bzw. warum ich mir das ausgesucht habe, hat mit so was wie einer Jugendsünde zu tun und wird hier nicht weiter erläutert. Lasst sie euch schmecken, zu Mitternacht oder jeder anderen Tages- oder Nachtzeit ;)




Und weil es so wundervoll passt, widme ich diesen Beitrag dem Geburtstags-Blogevent von Shermin. Hut ab, 4 Jahre sind ne` lange Zeit :)

Montag, 3. Juni 2013

Kochen in Wien - Steak & Co.

KOCHEN IN WIEN "STEAK & CO"
mit Haubenkoch PETER KIRISCHITZ

Mit Steak stand ich immer auf Kriegsfuß, also was blieb mir anderes über als einen Kurs zu besuchen!

Als ich mich 2010 bei der Küchenschlacht bewarb hatte ich so gut wie keine Ahnung vom Kochen. Seither interessiere ich mich ein bisserl für Lebensmittel und natürlich auch deren Zubereitung. Doch wenn es etwas gibt mit dem ich auf Kriegsfuß stehe, ist es die richtige Zubereitung von Steaks. Ich wollte schon immer mal einen Kochkurs zu einem vernünftigen Preis besuchen und so schaute ich mich ein wenig um und fand "Kochen in Wien" in der Tourismusschule im 22. Bezirk. Den Kochkurs leitete der Haubenkoch Peter Kirischitz und es waren 16 Teilnehmer anwesend. Einige der Teilnehmer haben schon einen oder mehrere Kochkurse in der Tourismusschule besucht. Wir bekamen eine Schürze mit eingesticktem Namen, eine Kochhaube, die Rezepte wie auch eine genaue Beschreibung der Verwendung und der Steak Sorten. Es standen ausreichend Getränke wie Bier, Wein, Säfte wie auch Kaffee zur Verfügung – diese waren im Preis inbegriffen und das Service der Betreuenden war ausgezeichnet. Es wurden auch während des Kurses Fotos gemacht, die man dann kostenlos runter laden kann. 



Die Gruppe war gut drauf, interessiert und movitivert. So begann der Kurs um 10 h und dauerte mit dem Essen bis 16:30 h. P. Kirischitz erklärte uns genau die verschiedenen Steakarten und was wann, wie und wofür genommen wird. Das Fleisch war von ausgezeichneter Qualität und gut abgehangen. Alle Teilnehmer schnippelten, kochten und brieten was das Zeug hält und die Stimmung war lustig und sehr gut. Am Programm standen:

Filetspitzen "Stroganoff"
Beefsteak Tartare
* * *
Filetsteak / Chateau briand / Entrecote
T-Bonesteak / Tournedos / Filetmignons
* * *
Grüne Pfeffersauce / Pfeffer & Cognak / Pilzsauce
Cafe de Parisbutter / Tomaten-Mozarellakruste
* * * 
Glaciertes Marktgemüse / Erdäpfelgratin
* * * 
Zitronen-Joghurt-Creme mit Ananasgelee
Blätterteig Karamellstangerln
Blauer Kaviar als Tipp für Profis (Molekularküche)

Jeder Teilnehmer konnte sich aussuchen welches Steak er zubereiten wollte und ich habe mir ein Filetsteak ausgesucht und schnell meinen schlimmsten Fehler erkannt. Ich lasse dem Fleisch in der Pfanne keine Ruhe! Das "Um und Auf" ist natürlich auch eine gute Pfanne. Am besten Edelstahl gerippt wegen der Röststoffe. Nur keine Antihaftbeschichtung, weder Teflon noch Keramik! Das Fleisch wird so lange auf einer Seite anbraten bis es auf der Oberfläche zu Schwitzen beginnt (Saft austritt). Erst dann wenden und wieder in Ruhe fertig braten lassen – nicht schieben, nicht aufheben und nachsehen, einfach nur braten lassen und keinesfalls mit der Gabel rein stechen. Dadurch erhält man gute Röststoffe und das Fleisch wird zart und je nach Wunsch "rare", "medium" oder "well done". Der Daumentest funktioniert tadellos. Wie der funktioniert?  Daumen auf  Mittelfinger: rare, Daumen auf Ringfinger: medium und Daumen auf kleinen Finger: well done. Doch wenn beim Braten auf der Oberfläche der Saft austritt dann ist es für mich perfekt weil ich kein blutiges Fleisch auf dem Teller haben will. Das verhindert man ohnehin wenn man das Fleisch in einer Folie oder auf dem Backrohrrost bei niedriger Temperatur etwas ruhen läßt. 

P. Kirischitz legte auch größten Wert auf das Anrichten und wir schlemmerten uns durch die verschiedenen Gänge und Steaksorten. Alle Steaks haben mir mehr als gut geschmeckt und ich bin nun sehr glücklich endlich mal ein wirklich gutes Steak gegessen zu haben und auf den Teller zaubern zu können. Natürlich wurden auch Saucen gezogen und zubereitet. Auch das Beafsteak Tartare und das Stroganoff wie auch die Nachspeise haben ausgezeichnet gemundet. Gesamt gesehen war der Kurs eine große Bereicherung für mich. 

Am Ende hat P. Kirischitz noch einen kleinen Molekularzauber veranstaltet. Er hat "blauen Kaviar" zubereitet. Der besteht aus Wasser, Calciumchlorid, Blue Curacao  und Alginat. Zu meiner Freude entdeckte ich auch "SPICEWORLD" wo man auch Zutaten für die Molekulare Küche erhält. Spiceworld ist für mich ein unbedingtes Muss für exotische und ausgefallene Gewürze/Gewürzmischungen. 


Abschließend kann ich sagen, daß mir der Kurs nicht nur viel Spaß und Freude bereitet hat, er hat mir sehr viel gebracht und ich freue mich auf die baldige Umsetzung in meiner Küche. Und so hoffe ich, daß ich vielleicht einigen von euch die Zubereitung von Steaks schmackhaft und leichter gemacht habe und würde mich über Berichte diesbezüglich sehr freuen.

Samstag, 1. Juni 2013

Kaffee mit Messer und Gabel

Nein, falsch geraten. Kein Doppel-doppel-doppel Mocca, der so dick ist, dass man ihn schneiden kann ;) Ich trinke ihn ja gern stark, aber nicht so extrem. Lange schon wollte ich mal etwas mit Kaffee kochen, also nicht in der Kanne, sondern mehr in der Pfanne. Da kam mir die Aufforderung von Ulrike ganz recht, einen Beitrag für ihren Blog zu schreiben, der mit Kaffee zu tun hat.

Nun war der vergangene Freitag nicht so mein Tag. Ihr kennt das, alles geplant und durchdacht und schon so eine gewisse kribbelnde Freude, dass es nun endlich losgeht. Also das Rezept im Geiste, alles aufgeschrieben und auch schon das richtige Fleisch für die Kaffeekruste angedacht. 

Aber keiner der Metzger meines Vertrauens hatte das Richtige. Ich wollte ein schönes Stück Rücken, vom Wild oder vom Kalb für meinen Plan. Nix da, Niente. Und beim letzten Versuch lass ich mich doch wirklich zu einem Braten von der Kalbsschulter überreden. Also davon bitte Hände weg. Ungeeignet. Fällt unter die Kategorie dazu gelernt und nie wieder. Also denkt euch das folgende Rezept einfach mal mit einem Lachs vom Wild oder vom Kalb oder eigentlich auch mit einer Schweinelende. Also ein Fleisch, dass schon ohne Bearbeitung butterzart ist. Damit wird es der Hit. Die Aromen passten wunderbar zueinander und die Kaffeekruste steht bei mir nochmal auf dem Plan, aber....siehe oben.

Kalbfleisch mit Kaffeekruste, Thymian-Polenta, Vanille-Möhrchen und 
Rotwein-Butter-Schaum



1 Tasse Maisgries und 2 Tassen gesalzenes Wasser zum kochen bringen und solange kochen, bis sich die Polenta vom Topf löst. Vom Feuer nehmen und ein schönes großes Stück Butter unterarbeiten. Kleine frisch Thymian Blättchen zupfen und darunter mischen. In eine geeignete Form drücken und warm stellen.

Für die Kaffeekruste 20 Kaffeebohnen und 10 Pfefferkörner schwarz in einer Pfanne anrösten und mit 1 Teel. grobem Meersalz und 1 Prise getrocknetem Thymian im Mörser zerkleinern. Diese Mischung mit einem Ei, 3 Eßl. Panko und 1 Eßl. Butter kneten. Die Masse ziwschen Klarsichtfolie 1 cm dick ausrollen und kühl stellen.

Die Möhren putzen und tournieren und in Salzwasser bissfest garen. In einer Pfanne etwas Nussbutter mit dem Mark einer halben Vanilleschote erwärmen, die Möhren gut abtropfen lassen und darin schwenken. Salzen und leicht pfeffern.

Das Fleisch - also das Richtige! und etwa 400-500 gr. für zwei Personen - in einer Pfanne mit Olivenöl/Butter Gemisch langsam von allen Seiten anbraten. In die Pfanne auch eine ungeschälte, halbierte Knoblauchzehe und einen Zweig Rosmarin geben. Danach das Fleisch für etwa eine halbe Stunde bei 80 Grad im Ofen rasten lassen und mehrfach wenden. Es soll rosa sein. 
Fleisch mit der gekühlten Kruste belegen und unter dem Grill leicht braun werden lassen.

Den Fleischsaft vom anbraten mit etwas Rotwein aufgießen, um die Hälfte einkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Rosmarin und Knoblauch entfernen, abseihen, 3-4 Eßl. kalte Butter nach und nach unterrühren und die Soße schäumen.

Ich wünsch mir und euch, dass ihr das mal nachkocht. Es sind sehr gut aufeinander abgestimmte Aromen und die Kaffeekruste passt gut zum richtigen Fleisch.
Die Mengen im Rezept sind ausgerechnet für zwei Personen.



Dienstag, 28. Mai 2013

Metro Kochchallenge 2013

Also ich hab mich ehrlich gefreut, in diesem Jahr durfte ich zum ersten Mal bei der Metro Kochherausforderung mitmachen. Das Prinzip Warenkorb ist mir ja bekannt und so stand also die Aufgabe, aus den überreichten Zutaten ein 3-Gang Menü zuzubereiten. Nichts auslassen und möglichst nicht allzuviel hinzufügen. Überlegt, gekocht, fotografiert und rat-fatz aufgegessen. Ich denke, das spricht für sich.

Die Lebensmittel waren durchweg sehr schön frisch und von sehr guter Qualität.

Für die Verwendung des Brausepulvers war schon etwas Nachdenken nötig. Bei Betrachtung der einzelnen Bestandteile kam mir aber die Idee. Bestandteile sind Zucker, Natron und Aroma. Natron? Also backen war die Idee und das war eine gute! Der Zucker aus dem Brausepulver löst sich nicht ganz und liegt um den kleinen Muffin, knuspert nach dem backen und karamellisiert. Beim  Essen kommt, sozusagen im Nachgang, das zitronige saure Aroma. Mit den anderen Geschmacksrichtungen werde ich auch noch experimentieren ;)

Die Mengenangaben gelten für 4 Personen und es gab:

Vorspeise : In Butter gebratenen Ingwer-Spinat-Strudel mit Tomatendressing




125 gr. Bio Blattspinat /frisch
2 große Blatt Filoteig
1 Schalotte
etwas Butter, Salz, Pfeffer, Muskat, Zucker
2 cm Ingwer (Daumendick) / frisch
3 Tomaten
Arganöl
Persisches Blausalz
Balsamico, weiß

Tomaten in kochendem Wasser eintauchen, nach 2 Minuten herausnehmen, häuten und Kerngehäuse entfernen. Die restlichen Viertel in kleine Würfel schneiden. Kerngehäuse und Häute in einem Topf mit Salz uns etwas Zucker ziehen lassen. Hat sich etwas Flüssigkeit gebildet etwa 5 Minuten kochen lassen, durch ein Sieb streichen und abkühlen lassen. Mit weißem Balsamico, Pfeffer, Prise Zucker und wenig Salz abschmecken und mit dem Arganöl (etwa 1 Eßl. ) aufschlagen. Die Tomatenwürfel dazu geben.

Den Spinat waschen, grobe Stiele entfernen. Die Schalotte und den Ingwer sehr klein schneiden und in etwas Butter glasig werden lassen. Den Spinat grob schneiden und in der Pfanne zusammenfallen lassen. Mit wenig Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken und leicht köcheln lassen. Ist die Flüssigkeit verdampft die Pfanne vom Herd nehmen und auf einem Teller abkühlen lassen.

Vom Filoteig 2 Blat abtrennen und in der Hälfte falten, Beide Blätter aufeinander legen (4-fach also) und die abgekühlte Spinatmasse aufstreichen (rundherum 3 cm etwa freilassen. Den Strudel rollen und in einer Pfanne mit Butter langsam rundherum goldgelb braten, dabei öfter wenden. Strudel schneiden und mit dem Tomatendressing anrichten. Als Topping auf den Strudel ein paar Körner Persisches Blausalz.

Hauptgang : Kartoffel"risotto" mit Pesto-Genovese und ofengegartem Huhn


8 mittelgroße Kartoffeln (hier Premium, handverlesen)
6 Eßl. Original Pesto Genovese
2 Schalotten
150 ml. Weißwein, hier Riesling Roter Hang 2012, Rheinhessen
1 französiches Freilandhuhn / frisch
Salz, Pfeffer,Zucker, Knoblauch,Paprikapulver Edelsüß
Thymian und Rosmarin frisch
etwas Olivenöl, etwas Butter
etwa 1/2 Liter Brühe, je nach Vorrat

Das Huhn waschen und zerlegen. Aus Olivenöl, den Gewürzen, den gehackten Kräutern und einer zerdrückten Knoblauchzehe eine Paste herstellen und die Hühnerteile von allen Seiten damit einreiben. In eine ofenfeste Form geben und bei 190 Grad Umluft 45 Minuten garen.

Inzwischen die Kartoffeln schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. In einem Topf etwas Butter zerlassen und die klein geschnittenen Schalotten glasig werden lassen. Die Kartoffelwürfel dazu geben und mit dem Weißwein ablöschen. Diesen verkochen lassen. Dann nach und nach die Brühe aufgießen und immer wieder einkochen lassen. Sind die Kartoffeln fast weich die restliche Brühe nur noch einkochen lassen und das Pesto unterrühren.

Dessert : Kleines Zitronenküchlein mit karamelisiertem Mango Kompott


80 gr. Mehl/Stärkemehl gemischt 1:1
3 Brausepulver Ahoi Brause Zitronenaroma
1 Vanillezucker
1 Ei, 1 Orange, 
60 gr. Butter
1 reife Mango
3 Eßl. Staubzucker

Die Mango schälen und in Würfel schneiden. Den Staubzucker karamellisieren lassen und mit dem Saft einer halben Orange aufkochen. Flüssigkeit etwas dicklich kochen lassen, vom Feuer nehmen und  die Mango dazu geben. Schnell abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen und 4 kleine Förmchen mit Butter einreiben.
Die Butter flüssig werden lassen, etwas abkühlen und mit dem Ei und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Den Saft der Orange dazu mixen und die Mehl/Stärke darunter rühren. Mit dem Mixer aufschlagen. 3 Beutel Ahoi Brausepulver Zitrone-Aroma unterrühren und sofort in die Förmchen füllen. Im vorgeheizten Ofen 20 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen und aus der Form nehmen. Mit dem Mango Kompott servieren.

Ebenfalls bei der Metro Kochherausforderung sind dabei: Ebenfalls dabei sind: *Alice im kulinarischen Wunderland * nur das gute Zeugs * from snuggs kitchen *Penne im Topf *Lunch for one * in Frau Kampis Küche * moeys kitchen * Shermins magischer Kessel P.S.: Ende Mai gibt es dann eine Zusammenfassung auf dem METRO-Genussblog.





Montag, 27. Mai 2013

Ökosozial - das neue, bessere Bio

Sie sind die nächste Generation Bio. Ökosozial. Sie backen, schöpfen, brauen, keltern, brennen, rösten und lassen reifen, sie garen oder geben es uns roh. Nennen sich Foodopisten, entschleunigen, aber geben unheimlich Gas. 
Die Berliner Szene war bis auf wenige Ausnahmen unter sich, auf der Next Organic vergangenes Wochenende in Berlin. Eine abgefahrene Location gab dem ganzen das richtige Flair - die Abflughalle des Flughafens Tempelhof. 


Der Messetext bringt es auf den Punkt: Die NEXT ORGANIC BERLIN ist eine erlebnis- und genussorientierte Plattform für Menschen, die ökosozial zukunfts-weisende Produkte herstellen, vermarkten und verarbeiten sowie für alle, die diese entdecken wollen.
Aus dem Angebot durch das sich viele Interessierte durchkosten dürften, picke ich ein paar für euch raus.

Trotz der Vermutung hier nur junge Wilde zu finden, entdeckte man auch alte Hasen, die sich dem neuen Prinzip Bio verschrieben haben, welches ja gar so neu nicht ist. Da ist der nette Herr von der Bäckerei Demeter aus Wilmersdorf, der mit mit soviel Inbrunst den Werdegang der Brote schildert. Vom Getreide von befreundeten Höfen, vom langsamen mahlen zwischen ganz besonderen Steinen, die dem Brot noch mineralische Spuren mit auf den Weg geben, über den hauseigenen Sauerteig mit Kichererbsenmehl bis zum mehrmaligen Bearbeiten und Ruhen. Die Brote sehen nicht nur anders aus, sondern sie schmecken einfach wunderbar.


Das nächste Geschmackserlebnis bescherte mir Makrönchen, die Manufaktur aus Berlin. Ich habe dies Macaron-Wahn immer für eine Modeerscheinung gehalten und dem "bunten Zeugs" nicht so viel Beachtung geschenkt. Das war ein Fehler. Eine solche Köstlichkeit, auf der Zunge zergehend, am Anfang leicht spröde knisternd und trocken, aber innen saftig und mit einer so cremigen, wohlschmeckenden, kühlenden Füllung. Ich bin begeistert. Ich werde es wie so viele in der nächsten Zeit einmal selbst versuchen, obwohl ich das Fazit schon vorweg nehmen kann: So werde ich das nie hinbekommen. 


Und gleich nebenan noch einen drauf, Macarons mit Ziegenkäse und Walnuss und der absolute Hit, mit rote Bete und Wasabi. 


Dann ein nettes Gespräch mit einer Vertreterin von Montaniola - köstliche Gewürzöle und Balsamico. Leider kein Produkttest. Die gesamte Palette war auf dem Weg nach Berlin einfach verschwunden, wie weggezaubert. Großes Bedauern haben wir ausgesprochen. Das war ein schwacher Trost, aber ein so charmantes Präsentieren eines nicht vorhandenen Produktes habe ich ja echt noch nicht erlebt. 

Der Rundgang brachte ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und auch ein Zusammentreffen mit Blogger/innen die ich bisher noch nicht kannte. Cathrin Brandes, die Botschafterin der Messe für das Thema "täglich Brot" war und dies für uns organisierte, machte uns noch mit einigen anderen Vertretern des besonderen Verständnisses für inovative Food Produkte bekannt. Dafür auch an diese Stelle nochmals vielen Dank.

Wir trafen im Foodsquare den jungen Somelier Patrick von Vacano, einen Genußhandwerker wie er sich nennt, der so glühend von den ausgesuchten Produkten schwärmte, das dass nur ansteckend sein konnte und die Kostproben sprachen dazu für sich. Wir sahen und schmeckten eine neue Reifemethode für Rindfleisch (mit Rindertalg), erfuhren von dem Sprühsalz (welches mich mit den verschiedensten Aromen nicht so überzeugte) und probierten wunderbaren Wein. Mein  Favorit das Weingut Schreiner aus Gols. Ein wunderbarer Weißwein. 

Probieren durften wir auch beim Aufsteiger des Jahres 2011, einem jungen Winzer von der Ahr. Und dann die in wirklicher Handarbeit gefertigte Schokolade der Manufaktur Edelmond. Ohne Aroma und andere Zusatzstoffe, mit soviel Liebe zum Produkt wie es für alle gilt, die sich auf dieser Messer präsentierten. Abschluss des Rundgangs und als Absacker ein richtig guter Schnaps. Ein Korn, der sich sehen lassen kann und glaubt mir, auch wir Frauen können das einschätzen.



Für den guten Schluss aufgehoben habe ich meinen persönlichen Favoriten bzw. meine Entdeckung des Tages - Hansi Baumgartner aus Südtirol, der sich spektakulär als cheese artist bezeichnet. Und das ist er. Ich war und bin sowas von begeistert. So stimmig, reine Natur, da schmeckt man die Liebe zum Produkt. Wunderbare Dinge wie eine Graukäse mit Holzkohle gereift, einen mit Birnenmehl veredelt, einen traumhaften Hartkäse, einen mit Erdmandeln gefüllten Rotschimmel, einen Edelschimmel mit ein wenig wunderbarer Süße, und, und, und........... Das muss man einfach kosten, genießen und nicht nur so lesen. Für meine nächste Italienreise habe ich mir einen Abstecher auf der Reise vorgeplant. Aber die Hoffnung bleibt, dass ich die köstlichen Käse von Hansi Baumgartner auch vorher schon in Deutschland kaufen kann.



Es war mit reiner Freude zu sehen das sich Menschen damit beschäftigen Nahrungsmittel
herzustellen, die Leib und Seele gut tun. Und damit sind nicht nur wir zufrieden, sondern auch alle die, die daran arbeiten und es zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben.




Samstag, 25. Mai 2013

Warum Schokolade gesund ist !

Da wir gerade so beim Schlaumeiern waren, machen wir da einfach nochmal weiter. Heute habe ich für Euch einen Gastbeitrag von Ulrike Pflaumer vom Blog kaffee-tee-schokolade.com





Ist Schokolade gesund?


Das ist wohl eine Frage die sich viele Menschen fast täglich stellen. Wie viel darf, soll oder kann ich essen bevor… ja bevor was? Wahr ist, dass Schokolade uns anlacht, glücklich macht, wir süchtig nach ihr werden. Und das in einer unwahrscheinlichen Vielfalt, da sie so wandelbar ist. Doch die Menschen sagen, sie macht dick Pickel und ist unwahrscheinlich ungesund. Böse Schokolade: das würde meine 5 jährige Nichte jetzt sagen.

Was enthält Schokolade?

Das kommt auf die Schokolade an. In jedem Falle ist Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker enthalten. Die Kakaobohnen sind ein Naturprodukt und daher von unterschiedlicher Qualität. Daher ist die Kakaobohne schon der erste wichtige Schritt zu einer gelungenen, wohlschmeckenden Schokolade. Der Unterschied zwischen teureren Bohnen und billigeren Bohnen ist enorm. Teurere Bohnen ergeben eine milde und wohlschmeckende Schokolade. Ebenso wird echte Vanille während der Herstellung beigemengt. Billigen Bohnen dagegen schmecken bitter und säuerlich. Es wird bei der Herstellung künstliche Vanille zugegeben und die hochwertige Kakaobutter zum Teil mit Butterreinfett ersetzt.

Kakaoanteil in der Schokolade

Zartbitterschokolade enthält oft 70 Prozent oder mehr an Kakaoanteil. Milchschokolade dagegen etwa 25 Prozent und zusätzlich Mich oder Sahnepulver. In weißer Schokolade ist  Kakaobutter und Zucker jedoch keine Kakaomassen (sonnst wäre sie ja wieder braun).
Weiterhin ist in einer hochwertigen Schokolade unter anderem Magnesium, Kalium, Mineralien, Phosphor, Vitamin B1, B2, Eisen und Theobromin. Je dunkler eine Schokolade ist, desto besser ist sie. Dazu wäre noch zu sagen, Polyphenole sind blutdrucksenkend. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken gegen aggressive frei Radikale. Für das Glücklich machen sind die Stoffe Endorphin und Serotonin zuständig.
Aus der Criollo Bohne werden die besten Schokoladensorten hergestellt. Die teuersten und hochwertigsten Kakaobohnen stammen aus Mexiko, Madagaskar und Ecuador.



Schokolade macht glücklich

Jeder Schokoladenfan ist sich sicher, dass er süchtig nach ihr ist, dass sie ihn glücklich macht. Und nein, er will nicht auf seine kleine oder größere Nascherei verzichten. Warum sollte er auch?
"Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe auf so kleinem Raum zusammengedrängt, wie gerade bei der Kakaobohne"
Alexander von Humboldt
Wie Recht er doch hat. Wissenschaftler untersuchten die Schokolade und stellten fest, dass  über 300 Inhaltsstoffe enthalten sind. Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass es keine besonderen Dickmacher oder Suchtstoffe gibt. Wird allerdings die Schokolade wie das tägliche Brot verspeist, ist wohl irgendwann eine neue Wage fällig. Genießt man hochwertige Schokolade, ist sie tatsächlich gesund. Sie liefert schnell Energie was sie beliebt macht bei Sportlern, Astronauten oder Soldaten. Um es noch einmal klar zu formulieren: billige Schokolade mit zu hohem Zuckeranteil, zu hohem Fettanteil und wenig Kakaoanteil enthält natürlich weiniger Inhaltsstoffe, hat dafür aber mehr Kalorien.
Dennoch möchte ich hier noch anmerken was eine Tafel Schokolade enthält:
Etwa 500 Kalorien, 40g Fett, 50g Zucker, 9g Eiweiß, 1g andere Bestandteile.
Sie ist also eine Schleckerei. Bei einer ausgewogenen Ernährung und Sport darf die eine oder andere Schokolade nicht fehlen. Sonnst, sind wir doch mal ehrlich, macht das Leben keinen Spaß. Soll dennoch der Fettgehalt und die Kalorien reduziert werden, kann bei Kuchen und Schokogetränken anstatt Schokolade auf stark entöltes Kakaopulver umgestiegen werden.


Die Autorin
Dieser Artikel wurde von Ulrike Pflaumer als Gastautorin geschrieben. Ulrike Pflaumer ist Experte auf dem Gebiet von Kaffee, Tee & Schokolade, und betreibt zu diesem Thema einen Blog unter: http://kaffee-tee-schokolade.com/
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Mittwoch, 22. Mai 2013

Wir Schuhbeck`n heute mal


Ihr wisst das ja alle bestimmt, wie das so ist mit dem Spargel. Warum der so gesund ist und was er für eine Geschichte hat.  Nein? Ja, dann einfach mal meine Schlaumeiereien hier lesen. Ich hab mal ein bisschen was zusammengetragen.



Dein Freund der Spargel. Er gehört zur Familie der Liliengewächse, wie der Schnittlauch, die Zwiebeln und der Knoblauch. Man glaubt es kaum.
Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und schon die alten Ägypter und die Griechen wussten um diese Delikatesse. Im Mittelalter wurde er von denen entdeckt, die sich schon damals mit Genuss auskannten, den Mönchen. Sie nutzten ihn auch als Heilpflanze.

Am Hof Ludwig XIV entwickelte ein königlicher Gärtner ein geschütztes Anbausystem, damit seine Majestät, der Sonnenkönig, ihn das ganze Jahr genießen konnte.
Wir wissen heute, die Spargelzeit dauert 2 Monate und endet am 24.6., dem Johannitag. Danach darf die Pflanze sich für das nächste Jahr ausruhen.
Zu Beginn war das königliche Gemüse nur Auserwählten vorbehalten, bis erst im 19.Jahrhundert auch das Volk diese Gaumenfreuden genießen konnte. Allerdings kenne ich ein Land, in dem währte dieser Zustand des Spargels als Rarität noch weit hinein bis ins 20. Jahrhundert und der Spargel als Edelgemüse kam bestenfalls in Dosen von der wohlwollenden Verwandtschaft.

Kommen wir zur Spargel als Gesundbrunnen. Spargel hat entwässernde und entschlackende Wirkung.  Sein Gehalt an Asparagin ist Medizin für die Nieren. Rückstände aus Körper und Nieren werden ausgeschwemmt. Ideal also für eine Entschlackung im Frühjahr. 

Spargel eignet sich durch seinen geringen Nährstoffgehalt (100 Gramm schlagen sich mit nur 15 Kalorien zu Buche!) ideal zum Abbauen des "Winterspecks". 

Seinen typischen Geschmack erhält Spargel durch die ätherischen Öle, Asparaginsäure, Vanillin und andere pflanzliche Wirkstoffe. Der grüne Spargel ist vitaminreicher als sein weißer Bruder  und schmeckt wegen des Chlorophylgehaltes würziger.


Im Edelgemüse sind auch nahezu alle Vitamine enthalten. Er ist besonders reich an Vitamin-C (21mg/100g) und Vitamin E, welchem man übrigens auch eine potenzsteigernde Wirkung nachsagt. 

Bereits 500 g dieses edlen Gemüses decken den täglichen Bedarf des Körpers an Vitamin C und Folsäure zu 100%, an Vitamin E und Vitamin B1 zu 50 % und an Vitamin B2 zu 45 % ab. 
Einer der wichtigsten Nährstoffe im Spargel ist das Folacin. Dabei handelt es sich um ein Vitamin B, welches bei vielen Gemüsen gefunden wird, allerdings nicht in solch hoher Konzentration.


Die im Spargel enthaltene Asparaginsäure beflügelt den Stoffwechsel, und die Fettzellen verlieren überflüssige Schlacken. Ebenso ist sie von großer Wichtigkeit für den Zellaufbau und die Zellerneuerung. 

Spargel besitzt ein hohes Maß an Mineralstoffen, vor allem an dem für die Entwässerung verantwortlichen Kalium und Spurenelementen. 
Asparaginsäure wirkt stark entschlackend und schwemmt schädliches Ammoniak aus dem Körper aus. 
Glutathion schützt die Zellen gegen Beschädigungen durch freie Radikale, hilft Umweltgifte im Körper abzubauen. 
Apfel- und Zitronensäure kurbelt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an. 
Außerdem stecken im Spargel viel blutbildendes Eisen, nervenstärkende B-Vitamine, sowie Mangan und Zink für eine gut funktionierende Bauchspeicheldrüse. 
Spargel verbessert insgesamt die Leber- und Nierenfunktion und "putzt" den Darm. Diese guten Eigenschaften machen sich auch äußerlich bemerkbar.Denn schon nach wenigen Tagen einer Spargelkur wird die Haut reiner und sieht frischer aus.

Puh ! - ein Wissensmarathon ;)


Genug. Jetzt wissen wir einfach alles Wichtige. Für mich das Wichtigste ist allerdings, dass er mir einfach schmeckt und das man immer wieder neue Geschmacksrichtungen probieren kann. Besonders gern esse ich ihn auch als Salat, lauwarm. 
Auf der Suche nach neuen Rezepten bin ich mal wieder fündig geworden und habe ein sehr schönes entdeckt, in Kombination mit Tomaten, Balsamico und Salat. Ihr findet es hier mit noch ein paar Informationen zum Spargel:


Ich habe ein paar Kleinigkeiten geändert. Balsamico habe ich eine weißen verwendet, statt Salat habe ich Rucola verwendet und als Topping kamen selbst gemachte "Kapern" aus den Blüten des Bärlauch obenauf, die habe ich bei Bushcooks Kitchen gesehen. Sehr gut. Vielleicht beim nächsten mal noch etwas geriebenen Parmesan ? 

Also esst ihn ohne Reue und weil er so verdammt gesund ist, kann da auch immer ein schönes Stück Butter ran, weil die den Geschmack am besten hervorhebt.







24.6. Johannitag - beginnt Schonfrist für pflanze