Lowcarb und vegan: Das gesunde Frühstücksbrot
Neues Jahr, neues Glück! Ich kann mir absolut nicht erklären, wo die Kilos hergekommen sind, die mich gerade sehr ärgern. Das ist der Klassiker zum Jahresbeginn. Alles neu, alles schön und mit dem gesunden Start ins hoffentlich gesunde Jahr muss man es schon sehr ernst nehmen. Bis zum Sommer starten wir die Challenge „Bikinifigur“, obwohl ich sicher nie einen tragen werde.
Genussmenschen wie wir haben es schon ziemlich schwer, Verlockungen auf dem Teller und im Glas zu widerstehen. Und mit jedem Tag Genuss sind ein paar Gramm der Mahlzeit eben hängen geblieben. Da brauchte es jetzt einen schlauen Plan, der den Genuss nicht zu kurz kommen lässt, aber trotzdem die Pfunde purzeln. Die Wahl fiel auf den Verzicht von Zucker, Kohlehydraten und Alkohol. Aber lecker sollte es schon bleiben.
Ich habe uns versorgt mit allen Zutaten, die für eine Lowcarb-Ernährung nötig sind. Von Erythrit über verschiedene Alternativen von Mehl, Avocado, Eiern, Zitrusfrüchte und das abendliche Bier in der Version für den #tryjanuary. Alles so wie gewohnt zuzubereiten und einfach nur die Kohlehydrate durch andere Produkte zu ersetzen, ist nicht möglich. Der geliebte Eierkuchen zum Frühstück, einfach mal nur alternativ mit Mandelmehl, das ging schon mal schief. Also mehr Recherche, weitere Experimente und dann ein gutes Ergebnis, das macht ja auch Spaß. Und wenn z. B. an das Hackeklößchen zum Stabilisieren der Masse 3-4 Löffel geschroteter Leinsamen dran kommen, merkt das keiner an der Konsistenz oder am Geschmack.
Auf was wir sehr schwer verzichten können, das ist Brot. Die beiden Backmischungen, die ich ausprobiert habe, waren ziemlich teuer. Für ein kleines Brot 6,95 € und dafür hat es nicht mal gut geschmeckt. Die sogenannten Eiweißbrote, die mit Quark zubereitet werden, kamen nicht infrage, weil sie auch einen Mehlanteil enthalten. Der nächste Versuch war ein Rezept mit Leinsamenmehl und ziemlich vielen Eiern. Das Ergebnis akzeptabel, aber ziemlich instabil.
Die Zubereitung mit gemahlenen Nüssen oder Mandeln und vielen Kernen fand ich toll. Ich habe noch die Zugabe der Sonnenblumenkerne ergänzt. Das Originalrezept stammt vom Blog „Bianca Zapatka“, der auch hinsichtlich anderer Rezepte empfehlenswert ist. Das Ergebnis ist ein stabiles, richtig gut feuchtes Brot, welches sich sehr gut in Scheiben schneiden lässt. Nach Aufbewahrung im Kühlschrank sind aktuell 4 Tage vergangen und das restliche Brot ist immer noch genauso. Für mich genau das perfekte Ergebnis und es schmeckt sehr gut.
Aber meine Warenung gebe ich dir noch mit: Nicht zu viel davon auf einmal essen, denn es hat reichlich Kalorien!
Lowcarb-Brot (vegan)
200 g Haselnüsse oder Mandeln (mit Schale gemahlen)
40 g Kokosmehl
3 EL gemahlene Leinsamen (21 g)
6 EL gemahlene Flohsamenschalen (30 g)
300 g Sonnenblumenkerne
1/2 Pkt. Backpulver
1 TL Salz
30 ml Rapsöl, alternativ Sonnenblumenöl
320 ml Wasser, warm
1 TL Apfelessig
Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen.
Rapsöl, Wasser und Apfelessig dazugeben und mit einem Löffel vermengen. Den Teig mit den Händen weiter bearbeiten bis alles gut vermischt ist. Für 10 Minuten abgedeckt stehen lassen, damit die Ballaststoffe etwas quellen können.
In der Zeit den Ofen auf 190 Grad Umluft aufheizen.
Den Teig vorsichtig (locker) zu einem Brotlaib formen, der etwas kleiner ist als die Backform von ca. 20 cm. Der Teigling sollte dabei nicht so fest zusammengedrückt werden, damit das Brot nicht zum kompakt wird. Die Oberfläche mit feuchten Händen glätten und den Laib mit einem Backpapier in die Form setzen.
Das Brot je nach Lust noch mit Körnern bestreuen. Bei mir kam eine Körnermischung mit Sonnenblume, Kürbis und Buchweizen zum Einsatz.
In dem vorgeheizten Backofen 70 Minuten backen. Unbedingt eine Stäbchenprobe machen, ob es fest ist. Ansonsten die Backzeit 5-10 Minuten verlängern. Mithilfe des Backpapiers auf ein Gitter zum Auskühlen setzen und für den weiteren Verbrauch im Kühlschrank aufbewahren.







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