Fettig, aber muss sein: Kleine Waffeln nach DDR Rezept

Kennt ihr das, ihr seid völlig davon überzeugt etwas im Schrank zu haben und ihr seht die Schublade vor euch, die ihr einfach nur aufziehen müsst. Umso größer dann das Erstaunen, dass in der Schublade der ersehnte Gegenstand nicht wohnt, auch nicht in der anderen, überhaupt nicht in eurer Küche oder irgendwo im Haus. So ging es mir, mit meinem alten DDR Waffeleisen, welches ich für das diesjährige fettige Gebäck zur Faschingszeit auskramen wollte.

Waffeleisen DDR

Also, es war nicht da und ich habe erst einmal recherchieren müssen, ob es das noch gibt. Es gibt sie und so nehme ich an, dass noch einige Menschen mehr sich an die kleinen, extrem knusprigen dünnen Waffelchen erinnern. Ein Rezept musste ich mir auch erst wieder erschließen, denn es war wirklich zu lange her. Aber alles hat super funktioniert.

Das Waffeleisen neu kaufen könnt ihr hier: Klick! Der Teig war nach einer Nachbesserung perfekt, im Gegensatz zu "früher" kamen noch ein paar Aromen hinein, die das Vergnügen sehr abgerundet haben. Und die Knusperteile passen ja nicht nur zu Fasching. Als nächstes werde ich mit einer herzhaften Variante experimentieren.

Waffeleisen DDR

Ein paar Anmerkungen für die Praxis: So einem Waffeleisen geht es wie uns, es muss auch erst einmal auf Betriebstemperatur kommen. Das es die erreicht hat siehst du, wenn sich beim Eintauchen die Teigschicht sofort etwas von den Rändern löst. Also das Eisen erst einmal im heißen Öl aufwärmen. Trotzdem ist es so, dass die ersten meist beim Ablösen kaputt gehen und die planst du am Besten schon einmal für dich, mit Puderzucker betreut, zum ersten Naschen ein. Auch Krümel schmecken super!

DDR Waffeleisen und Rezept für Teig

DDR Waffeleisen und Rezept für Teig

Aus dem Öl genommen, lässt du kurz abtropfen, löst dann die kleine Waffel vorsichtig mit den Fingern ab. Nicht ans heiße Eisen kommen! Dann auf Küchenkrepp etwas entfetten lassen, aber das machst du ja immer so. Und dann mit Puderzucker bestreuen. Am leckersten sind sie, wenn sie noch etwas lauwarm sind und wenn sie dann knacken und das Aroma von Vanille, Rum und Zitrone verteilt sich im Mund......du weißt Bescheid?  Na los, fang am Besten gleich an!

Fettgebäck DDR

Zutaten
für ca. 20 Waffeln Durchmesser ca. 8cm

1 Ei Gr.M
100 g Mehl
125 ml Milch
3 EL neutrales Öl
1 EL Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Zitronenzucker, alternativ abgeriebene Zitronenschale
1 EL Rum

500 ml Öl zum frittieren (ich nehme Sonnenblume oder Raps)

Alles mit dem Mixer verrühren und 30 Minuten stehen lassen. Nochmals umrühren. Das Öl erhitzen auf ca. 170 Grad erhitzen und das Waffeleisen im heißen Öl erwärmen. In den Teig bis zur Oberkante eintauchen (nicht obenauf mit Teig bedecken). Es bleibt nur ein dünner Film am Waffeleisen, dass ist richtig so. Wie oben beschrieben zu Ende backen und finalisieren.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Herzhafte Variante? Das würde mich sehr interessieren. An was hast Du dabei gedacht? Gewürze?
Obers trifft Sahne hat gesagt…
Danke das du mich daran erinnerst. Ich könnte mir Rosmarin oder Kümmel
im Teig vorstellen, vielleicht sogar etwas Parmesan? Was meinst du?
Das schreibe ich mal wieder auf die todo Liste 👍
Anonym hat gesagt…
danke für das rezept, kann es sein dass man damals auch schmalz als fett benutzt hat ? wie beim schmalzgebäck ?
Obers trifft Sahne hat gesagt…
Da kannst du Recht haben, früher hat man sicher auch Schmalz verwendet. Ich würde aber heute keinen Schweineschmalz mehr nehmen.