Weanerin: Zwischen Berg und tiefem,tiefem Tal....


....saßen einst zwei Hasen. Das unprosaische Ende vom Lied bereitete einer der Falken, die wir schon von  der Fasanenjagd kennen.
Weanerin widmet diese Rezept ihrem böhmischen Großvater.

"Ich habe meinen Großvater geliebt , weil er ein besonderer und sehr wertvoller Mensch war. Sein Vater stammte aus Böhmen, er selbst wurde 1903 in Wien geboren. Ich bewunderte ihn sehr und liebte auch seine Küche, die oft einfach aber äusserst schmackhaft war. Ich habe ihm viel zu verdanken und widme ihm dieses Rezept, daß nach Aussage meiner Cousine wirklich so schmeckte als hätte es Opa gekocht. Auch die Großmutter ihres Mannes stammte aus Böhmen und bereitete den Hasen auf diese Art und Weise zu. Auch er meinte,  das  daß der „Kindheitsgeschmack“ wäre an den er sich erinnern kann!"

FELDHASE AUF OPAS (BÖHMISCHE) ART MIT KARTOFFELKNÖDEL

1 schöner Feldhase
2 Bund Grünzeug (Karotten, gelbe Rübe, Zeller, Petersilienwurzel und Petersilie mit Stengel)
8 – 10 Wacholderbeeren, 10 Pfefferkörner
5 Loorbeerblätter,
2 Zwiebel
1 gestr. TL Salz, 2 EL Powidl
2 Liter Rotwein (wenn möglich Blaufränkischer)
½ Liter Wasser, 3 Suppenwürfel

zur Fertigstellung:

2 volle EL Butter, 2 
volle EL Mehl
3 volle EL Rosinen, 5-7 EL Powidl


Den Feldhasen (verwendet wird der gesamte Hase außer dem Rücken und 
das Blut sollte nicht ganz weggewaschen werden) in Teile zerlegt mit dem gesamten eventuell einmal durchgeschnittenen gereinigten Grünzeug, den halbierten Zwiebeln, Salz, Pfefferkörner, mit Messer kurz zerdrückten Wacholderbeeren, Loorbeerblättern und 2 TL Powidl in einen großen Topf und mit Rotwein bedecken und gut vermischen (der Hase muss  mit Flüssigkeit bedeckt sein). Mindestens 12 Stunden in der Beize an einem kalten Platz stellen (kann auch gut 24 Stunden stehen).

Auf den Herd stellen, umrühren und für gut 2 Stunden köcheln lassen bis sich das Fleisch leicht von den Knochen lösen läßt. Zwischendurch mit Wasser auffüllen und Suppenwürfel einmischen. Danach abseihen und das Fleisch zum Ablösen etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Hälfte des Saftes in einen separaten Topf füllen. Rosinen und 5-7 Löffel Powidl unterrühren und leicht köcheln lassen. 2 Karotten mit etwas Saft pürieren und dazu mischen. Währenddessen helle Einbrenn (Mehlschwitze) zubereiten und diese dann Löffelweise in die Sauce einrühren und aufkochen lassen. Je nach Geschmack noch etwas Powidl unterrühren und eventuell Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce sollte nicht allzu dick sein also Vorsicht mit der Einbrenn. Das vom Knochen gelöste Häschen in die Sauce und noch mal aufwallen lassen.

Dazu serviert werden Erdäpfelknödel!