Buchvorstellung, Bernie Rieder: Oma.Koch.Buch - und ein Huhn in Buttermilch

Die drei Punkte sind so ziemlich das wichtigste am Titel. Denn das was hier auf meinem Tisch liegt, ist kein Kochbuch mit Rezepten von der Oma, bzw. den Omas. Oder vielleicht doch ? Aber fangen wir von vorn an.



Vor einiger Zeit habe ich ja meine Sympathie für Bernie Rieder entdeckt, mit einem ersten Kochbuch welches ich euch vorgestellt habe. Es war  Österreichische Küche reloaded.  Das hat mir ziemlich viel Freude gebracht und viele nachgekochte Rezepte. Der Nachfolger war die Süße Österreichische Küche. Das ich ein Hang zur Alpenküche habe und diese verschwenderischen Rezepte mag, hat sich ja sicher schon herumgesprochen. Deshalb war ich natürlich gleich sehr interessiert, als ich den neuen Titel gelesen habe und bedanke mich beim Braumüller-Verlag für das zur Verfügung gestellte Exemplar für diese Buchvorstellung.


Braumüller Verlag, Wien, 2011, ISBN 978-3-99100-048-8

Das es natürlich in dem Sinne auch eine Buchempfehlung wird, war fast zu erwarten. Ich mag ihn eben diesen jungen Koch, der so sehr viel für Traditionen übrig hat, ohne sie zu verklären.

Mit Fotografien von Kurt-Michael Westermann und einem flotten Layout von reiter ad-work Graz, fügt sich diese Buch harmonisch zu den bisherigen.

Nach Vorstellung der beiden Omas, die wir ja eigentlich schon kennen, schreibt Rieder zu seinem Buch: " .....gibt es in meinem Oma.Koch.Buch nur Rezepte, die wirklich jeder nachkochen kann - die meisten davon sind auch ganz schnell und einfach zubereitet. Neben den traditionellen Rezepten meiner Omas finden sich meine kulinarischen und zeitgemäßen Neu-Interpretationen. Aber immer unter der Prämisse, dass der ursprüngliche Geschmack erhalten bleibt."

So wie man es sich vorstellt, so ein Kochbuch bei dem die Omas ein Mitspracherecht haben, stehen hier nun unmittelbar die traditionellen Rezepten denen von Bernie Rieder gegenüber. Traditionelles und die etwas moderne Variante. Schöne Rezepte, die einfach nur zum nachkochen und vergleichen anregen.



Von Kochtipps und Begriffserklärungen geht es zu Salaten, Vorspeisen, Suppen, den Klassikern der österreichischen Küche, weiter zu Fisch, Hendl (Huhn),Gemüse und Schwein, Rind, Kalb und Lamm, weiter zu Kartoffeln, Knödel und Desserts.

Der Untertitel des Buches :Niemand kocht so gut wie Oma ! Das nimmt man ihm ab, dass er sich früher und vielleicht auch noch heute, gern von seinen Omas bekochen lässt. Also Omas und solche die es werden wollen, ran an die Töpfe und verwöhnt eure Enkel. Dieses Buch ist mit seinen 245 Seiten eine Steilvorlage dazu.

Eine schöne Tradition ist ja auch, dass ich von den empfohlenen Büchern für euch ein Rezept dabei und vorgekocht habe. Heute gibt es ein

Mariniertes Buttermilchhendl mit Lauch-Petersilienpesto

Das brauchen wir für 2 Personen

500 ml. Buttermilch
4 Knoblauchzehen
6 EL frisch gehackten Rosmarin
Saft und Schale von 1 unbehandelten Limette
Schale von 1 unbehandelten Zitrone
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
1 Hendl ca.1,2 kg
1 Gefrierbeutel (6L)

2 Stangen Lauch
2 Knoblauchzehen
1 Bund frische Petersilie
125 ml Olivenöl
2 EL Honig
3 EL frisch geriebener Parmesan
2 EL Dijon Senf
Salz und frisch gemahlener Pfeffer


Bereits am Vorabend  die Hendlmarinade zubereiten. Die Buttermilch in eine Schüssel leeren. Die Knoblauchzehen abziehen und fein schneiden und mit dem Rosmarin, Limettensaft und Limettenschafel und Zitronenschale zur Buttermilch geben. Gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Hendl in die Marinade legen, gut marinieren und mit der Marinade in den Gefrierbeutel geben. Luftdicht verschließen und in den Kühlschrank stellen. Den Beutel vor dem Schlafengehen einmal wenden.


Am nächsten Tag den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Das Hendl aus der Marinade nehmen und gut abtupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen und am besten in eine Bratfolie geben. Wer keine hat, füllt das Backblech mit etwas Wasser, stellt den Gitterrost hinein, legt das Hendl drauf und lässt es für 50 Minuten im Backofen braten. (Anmerkung: Ich habe auch etwas Wasser in den Backofen gegeben und das Hähnchen auf eine Röhre gestellt. Das war keine optimale Entscheidung, da es oben sehr braun wird. Ich habe es dann ein bisschen abgedeckt.)


Dann das Pesto vorbereiten. Dafür den Lauch in kleine Würfel schneiden und in kochendem Salzwasser zwei Minuten kochen lassen. Abseihen, in ein sauberes Geschirrtuch geben und so lange ausdrücken, bis kein Wasser mehr enthalten ist. Den Lauch in eine Schüssel geben. Die Knoblauchzehen schälen und fein schneiden. Die Petersilie fein hacken. Den Knoblauch mit der Petersilie, Olivenöl, Honig, Parmesan und dem Dijon-Senf dazu geben. Umrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Wer dem Pesto etwas mehr Pfiff verleihen will, gibt etwas Chili dazu. Wen das Hendl fertig ist, in vier Teile zerlegen und mit dem Pesto servieren.


Dieses Rezept wird fester Bestandteil unserer Rezepte zum Thema Huhn und es stand so sicher nicht zum letzten mal auf dem Tisch.









Kommentare

  1. Das klingt aber ganz arg nach einem Buch für die Haben-Wollen-Liste....

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    1. Die kenne ich, Susanne. Wird auch bei mir immer länger ;)

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  2. Hallo, erstmals auf dem Blog und gleich eine Frage:
    Könnte ich mir auch im Römertopf gut vorstellen, am Ende kurz ohne Deckel. Nehme ich öfters statt Bratschlauch-/Folie.

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    1. Dann herzlich willkommen, über Fragen freue ich mich immer. Also ich kann mir den Römertropf dafür sehr gut vorstellen. Wenn man die letzten 15 Minuten offen gart, wird das Huhn auch schön braun. Guten Appetit :)

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