Dienstag, 16. September 2014

Pflaumenknödel - es wird halt Herbst

Ja ist denn schon wieder Weihnachten Herbst ? Ja, auch wenn der Spätsommer gerade seine altweiberlichen Fäden spinnt, es ist nicht zu verleugnen. Und der Herbst hat wie jede Jahreszeit, bekanntermaßen auch seine Vorzüge. Die Pilze spriessen aus dem Boden, Obst wird geerntet, Walnüsse sind am fallen und es gibt Zwetschgen.

Letztere hatten heute meine Aufmerksamkeit, denn es sollte mal wieder ein "Oma-Essen" geben. Nicht ich also Oma, nein etwas, was meine Oma immer gekocht hat. Keiner in der Familie hat sich zu ihren Lebzeiten damit beschäftigt, denn sie war froh wenn wir alle gebettelt haben....mach doch mal wieder Pflaumenknödel.

Pflaumenknödel mit Erdäpfelteig


Traditionell wird er bei uns mit Kartoffelteig gemacht und damit haben wir eine Menge mit der österreischichen Küche gemein. Denn die macht solcherlei genussvolle Süßigkeiten (hier Mehlspeisen genannt) auch aus Erdäpfelteig.

Dank der Tatsache, dass wir uns also auf die Oma verlassen haben und später dann auf die Mama, konnte ich bis vor einigen Jahren keinen "verlässlichen" Kartoffelteig zubereiten. Die kleinen Kniffe habe ich erst von meinen beiden Kochpartnerinnen aus Wien bekommen. Also kein zittern mehr, ob fest wie Stein, oder flüssig wie Brei, er gelingt und auch heute hatte ich einen tollen Teig für meine Knödel.

Damit ihr nicht so lange herumsuchen müsst, hier findet ihr das Rezept 
Dieser Teig eignet sich ebenfalls hervorragend als Grundteig für Schupfnudeln und Gnocchi.


Die passenden Pflaumen, beziehungsweise Zwetschgen, waren schnell besorgt und ich habe sie quer und nicht längs halbiert, da passen sie besser in die Knödel. Früher, erinnere ich mich, hat meine Oma immer eine ganze Pflaume genommen und dann statt des Kerns ein Stück Zucker eingelegt. Da waren entweder die Pflaumen kleiner, denn ich kann mich gar nicht an so große Knödel erinnern. Und so süß mag ich es auch nicht, beziehungsweise streue ich mir lieber schön Zimt und Zucker darüber.

Also, quer halbieren und Kern entfernen, dann kann man schöne kleine Knödel formen. Immer eine gleiche Menge Teig abstechen, mit bemehlten Händen eine runde Teigplatte formen, die Pflaume aufsetzen und durch etwas kneten den Teig als Kugel schließen. Hände nochmals ins Mehl, schön gerollt auf auf ein bemehltes Backblech absetzen.

Klöße oder Knödel aus Kartoffelteig


Einen großen Topf Wasser zum kochen bringen, Hitze reduzieren und die Knödel einlegen. immer mal den Topf bewegen, damit sich die Knödel vom Boden lösen können. Etwa 20 Minuten ziehen lassen und dann vorsichtig herausnehmen. Gut abtropfen lassen.

Auf dem Teller aufreißen und mit zerlassener Butter und Zimt und Zucker bestreuen. Das ist was für Süßmäuler und sogar Herr pe. isst es gern mit, meint aber, einmal im Jahr reicht ihm ;) Mir reicht das nicht und so sind nochmals ein paar in den Topf gewandert und nach dem erkalten werden sie eingefroren. Später im Dampf erhitzt und nochmals genüsslich verspeist.

Es ist ja eher ein herbstliches Rezept, aber mit Erntezeit hast es allemal zu tun. Deshalb reiche ich den Beitrag ein zum Blog Event auf "LanisLeckerEcke" 



Kommentare:

  1. Ja richtig, Pflaumen- oder Zwetschgenknödel. Die muss ich unbedingt dieses Jahr auch noch machen.

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  2. Ich hab oft davo gehört, aber das Bild, auf dem sie aufgeschnitten zu sehen sind, macht richtig Appetit!

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  3. Liebe Petra,

    mein Freund ist ja ein Riesenfan von "Kloß mit Soß", mal sehen ob er auch der süßen Variante etwas abgewinnen kann :) Bin schon total gespannt ob der Grundteig tatsächlich so einfach ist, wie Du ihn beschreibst, bisher waren meine Kloß-Versuche nämlich nicht allzu erfolgreich...

    Übrigens hast Du leider vergessen Dir Lostöpfe auszusuchen. Aus dem Grund schmeiß ich Dich in alle rein. Falls das nicht in Ordnung ist, sag bitte Bescheid.

    Ganz liebe Grüße
    Jette

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