Sonntag, 3. August 2014

Kochen im Garten: Grüner Hering gebraten

Wir haben eine Gartenküche. Das ist die etwas geschönte Bezeichnung für einen Kugelgrill, eine Induktionsplatte, einen Arbeitstisch und ein Waschbecken mit Gartenschlauchanschluß. Wie auch immer, damit können wir im Sommer Gerichte genießen, die man in der Wohnung einfach nicht machen kann. Die ist jetzt funktionstüchtig, Laube noch nicht ganz fertig gestellt. Wie ihr wisst, sind wir ja erst wieder nach W. umgezogen, obwohl.....Ende des Monats ist es schon wieder ein Jahr. Ich sag jetzt nix, von wegen Zeit vergeht.

Trotz fortgeschrittener Technik habe ich bisher in allen meinen Küchen ( na gut, es waren drei ) noch keine wirklich funktionierende Ablufthaube gehabt. Vor der letzten Anschaffung beim Küchenumbau 2013 müsste ich mich "in Acht nehmen, sonst zieht es Sie mit durch" . So der geschulte Fachverkäufer, der zumindest in Fach maßloser Übertreibung, eine glatte eins hatte.

Es passiert also nicht allzuviel in Sachen Abluft des Künchendunstes und der arme Herr pe. hat es auszubaden, denn er hat auf seinem Zettel das jetzt zu ändern.

Kartoffelpuffer (Reibekuchen, Reibedatschi oder wie auch immer) und gebratene grüne Heringe sind indoor tabu. Bratkartoffeln sind gerade noch grenzwertig ;) Was liegt also näher als oben beschriebene Gartenküche zu nutzen, die hat Abluft ohne Ende.
Grüne Heringe brät man ja eh nur im Sommer. Und Kartoffelpuffer gibt es bei uns auch vermehrt in der Zeit des frischen Apfelmuses, also jetzt.


Heute also Heringe. Die waren früher ein "arme Leute Essen". Da gab es ja auch den Spruch von dem an die Decke gehängten Hering, von dem 12 Personen satt wurden. Heute sind Heringe oder Fisch im allgemeinen nicht mehr so preiswert, aber das ist auch richtig. Damit kann man den Verzehr auf natürliche Weise regulieren, sonst fressen (sorry....) wir noch unsere Meere und Seen leer.

Die Heringe habe ich filetiert kaufen können und musste sie nur noch waschen,salzen ,pfeffern und in Mehl wenden. Gebraten wurde in Butterschmalz. Dazu gab es zwei verschiedene Kartoffelsalate. Der eine klassisch wie immer in Thüringen ( hier !) und der andere mit der "blauen Anneliese" wurde mit einer Meerrettichcreme und Erbsensprossen getoppt. 



Trotz einiger zusätzlicher Esser - siehe Foto unten - ist natürlich ein Rest geblieben. Sogar ein großer. Und das deshalb, weil die kluge Hausfrau natürlich bewusst viel zu viel gekauft hat. Den hier startet schon ein zweiter Plan! Der Rest gebraten und sauer eingelegt, mit Zwiebeln, Lorbeerblatt und ein paar Kräutern. Den schönen Brathering gibts nach etwas durchziehen in der nächsten Woche mit Bartkartoffeln. Ja, die einfachen Essen lieben wir. Und ratet mal, wo die Bratkartoffel zubereitet werden......















Kommentare:

  1. Zum tema ausenküche,ich hatte auch mal sowas.zum kochen hatte ich einen alten küchenofen aufgemauert.wenn man die ringe mit einem rost in passender grøße austeuscht kan man ihn auch zum grillen gebrauchen.
    Ps.
    Zum tema "lustige wortschøpfungen"....kartoffelpuffer nent man in hamburg auch POMM DE' BORDELL ;-)

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    1. Ja Jens, wie auch immer eine Aussenküche aussehen mag, das Beste daran ist, dass sie draußen an der frischen Luft ist ;)

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  2. Ja,wie man so sagt "trotz peinlichster sauberkeit ist ein leichter fischgeruch nicht zu fermeiden.
    Beim reuchern ist das ja nicht anders.da kan man so einen ofen ja auch einsætzen.

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  3. Vor gut einem Jahr schrieb auch ich über grüne Heringen. Das Arme-Leute-Essen, dessen Geruch durch die ganze Nachbarschaft zog und jeder wusste, es gibt Hering. Ganz lecker sind sie ja eingelegt. Dann hab ich es nachgekocht und die ganze Wohnung roch nach Fisch. Da ist so eine Gartenküche Gold wert.

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    1. Eben eine Errungenschaft der Neuzeit, Toettchen, kochen im Garten. Aber ich finde es gut, obwohl einige der Nachbarn staunen und vielleicht auch den Kopf schütteln ;)

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