Sonntag, 1. Juni 2014

Gestern gerade noch geschafft: Maibowle

Gestern gerade noch geschafft. Maibowle im Mai, auf den letzten Drücker.

Bowle ist ja überhaupt so ganz schön aus der Mode gekommen. Wer hat noch die schönen Gefäße von den Eltern. Grosses Rundes Glas für die Bowle und die entsprechenden kleineren Varianten zum ausschenken ? Ich leider nicht mehr und so helfe ich mir mit den Punschgläsern,  auch familiäre Erbstücke.

Also ich bin kein Bowle-Fan. In grauer Vorzeit wurden die Früchte (möglichst aus dem Glas oder Alublech ;) ) mit vieeeel Zucker und harten Schnäpsen (Rum, Wodka oder Weinbrand) angesetzt und dann mit Wein und vor dem  trinken mit einem Flächschen Sekt aufgegossen. Sehr süß, gehaltvoll und matschige Früchte. Für mich immer abschreckend und nicht wirklich trinkbar.
So ist sie halt mit Recht in Vergessenheit geraten, die Bowle. Ich denke, man könnte sie wiederbeleben mit frischen Früchten, weniger Zucker und wohlschmeckenden Zutaten wie Prosecco und leichten Weinen. 




Zwei Varianten haben alle Zeiten überdauert, wobei eine davon eine neuer Errungenschaft ist. Die habe ich euch schon einmal vorgestellt, die Bier Bowle . Empfehlenswertes Getränk an heißen Sommerabenden.

Und heute möchte ich euch noch an ein Getränk erinnern, was bei meinen Eltern Kult war. Ein Muss im Mai, solange der Waldmeister noch nicht blüht (also ruhig schon ein bisschen noch in den Juni hinein...) Und das schmeckt wirklich. Warum immer Prosecco mit Aperol? Macht doch mal was althergebrachtes, macht es selbst und erlebt ein richtig schönes Aroma, vielleicht sogar aus dem eigenen Garten. Maibowle war (und ist) bei uns nicht nur Waldmeister, sondern getrau dem Tipp der Mama auch noch 1-2 Blätter von der Pfefferminze und 3-4 Blätter von der schwarzen Johannisbeere.
Diese letzten beiden auch sehr aromatisch und ihr werdet überrascht sein.

Das Grüne pflücke ich einen Abend vorher, mache ein kleines Bund fertig um es in den Wein zu hängen, lasse es aber über Nacht ein bisschen welken. Das ist nicht schlecht, sondern gut, weil die Blätter dann ihr Aroma besser entfalten.
Am nächsten Morgen hänge ich das Sträußchen in ein Gefäß mit einer Flasche Weisswein und gebe 1 Löffel Zucker hinzu. Ein bisschen lieblich darf das dann schon sein, oder ? Eine Scheibe Zitrone kommt auch gut und gegen Abend nehme ich die Kräuter heraus und stelle es in den Kühlschrank. Kurz vor dem Servieren kann man mit Prosecco, oder wenn es leichter sein soll mit einem guten Mineralwasser aufgießen.



Dann lasst es euch schmecken. Ihr werdet mir zustimmen, es gibt Dinge die sollten nicht vergessen werden.

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