Mittwoch, 22. Mai 2013

Wir Schuhbeck`n heute mal


Ihr wisst das ja alle bestimmt, wie das so ist mit dem Spargel. Warum der so gesund ist und was er für eine Geschichte hat.  Nein? Ja, dann einfach mal meine Schlaumeiereien hier lesen. Ich hab mal ein bisschen was zusammengetragen.



Dein Freund der Spargel. Er gehört zur Familie der Liliengewächse, wie der Schnittlauch, die Zwiebeln und der Knoblauch. Man glaubt es kaum.
Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und schon die alten Ägypter und die Griechen wussten um diese Delikatesse. Im Mittelalter wurde er von denen entdeckt, die sich schon damals mit Genuss auskannten, den Mönchen. Sie nutzten ihn auch als Heilpflanze.

Am Hof Ludwig XIV entwickelte ein königlicher Gärtner ein geschütztes Anbausystem, damit seine Majestät, der Sonnenkönig, ihn das ganze Jahr genießen konnte.
Wir wissen heute, die Spargelzeit dauert 2 Monate und endet am 24.6., dem Johannitag. Danach darf die Pflanze sich für das nächste Jahr ausruhen.
Zu Beginn war das königliche Gemüse nur Auserwählten vorbehalten, bis erst im 19.Jahrhundert auch das Volk diese Gaumenfreuden genießen konnte. Allerdings kenne ich ein Land, in dem währte dieser Zustand des Spargels als Rarität noch weit hinein bis ins 20. Jahrhundert und der Spargel als Edelgemüse kam bestenfalls in Dosen von der wohlwollenden Verwandtschaft.

Kommen wir zur Spargel als Gesundbrunnen. Spargel hat entwässernde und entschlackende Wirkung.  Sein Gehalt an Asparagin ist Medizin für die Nieren. Rückstände aus Körper und Nieren werden ausgeschwemmt. Ideal also für eine Entschlackung im Frühjahr. 

Spargel eignet sich durch seinen geringen Nährstoffgehalt (100 Gramm schlagen sich mit nur 15 Kalorien zu Buche!) ideal zum Abbauen des "Winterspecks". 

Seinen typischen Geschmack erhält Spargel durch die ätherischen Öle, Asparaginsäure, Vanillin und andere pflanzliche Wirkstoffe. Der grüne Spargel ist vitaminreicher als sein weißer Bruder  und schmeckt wegen des Chlorophylgehaltes würziger.


Im Edelgemüse sind auch nahezu alle Vitamine enthalten. Er ist besonders reich an Vitamin-C (21mg/100g) und Vitamin E, welchem man übrigens auch eine potenzsteigernde Wirkung nachsagt. 

Bereits 500 g dieses edlen Gemüses decken den täglichen Bedarf des Körpers an Vitamin C und Folsäure zu 100%, an Vitamin E und Vitamin B1 zu 50 % und an Vitamin B2 zu 45 % ab. 
Einer der wichtigsten Nährstoffe im Spargel ist das Folacin. Dabei handelt es sich um ein Vitamin B, welches bei vielen Gemüsen gefunden wird, allerdings nicht in solch hoher Konzentration.


Die im Spargel enthaltene Asparaginsäure beflügelt den Stoffwechsel, und die Fettzellen verlieren überflüssige Schlacken. Ebenso ist sie von großer Wichtigkeit für den Zellaufbau und die Zellerneuerung. 

Spargel besitzt ein hohes Maß an Mineralstoffen, vor allem an dem für die Entwässerung verantwortlichen Kalium und Spurenelementen. 
Asparaginsäure wirkt stark entschlackend und schwemmt schädliches Ammoniak aus dem Körper aus. 
Glutathion schützt die Zellen gegen Beschädigungen durch freie Radikale, hilft Umweltgifte im Körper abzubauen. 
Apfel- und Zitronensäure kurbelt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an. 
Außerdem stecken im Spargel viel blutbildendes Eisen, nervenstärkende B-Vitamine, sowie Mangan und Zink für eine gut funktionierende Bauchspeicheldrüse. 
Spargel verbessert insgesamt die Leber- und Nierenfunktion und "putzt" den Darm. Diese guten Eigenschaften machen sich auch äußerlich bemerkbar.Denn schon nach wenigen Tagen einer Spargelkur wird die Haut reiner und sieht frischer aus.

Puh ! - ein Wissensmarathon ;)


Genug. Jetzt wissen wir einfach alles Wichtige. Für mich das Wichtigste ist allerdings, dass er mir einfach schmeckt und das man immer wieder neue Geschmacksrichtungen probieren kann. Besonders gern esse ich ihn auch als Salat, lauwarm. 
Auf der Suche nach neuen Rezepten bin ich mal wieder fündig geworden und habe ein sehr schönes entdeckt, in Kombination mit Tomaten, Balsamico und Salat. Ihr findet es hier mit noch ein paar Informationen zum Spargel:


Ich habe ein paar Kleinigkeiten geändert. Balsamico habe ich eine weißen verwendet, statt Salat habe ich Rucola verwendet und als Topping kamen selbst gemachte "Kapern" aus den Blüten des Bärlauch obenauf, die habe ich bei Bushcooks Kitchen gesehen. Sehr gut. Vielleicht beim nächsten mal noch etwas geriebenen Parmesan ? 

Also esst ihn ohne Reue und weil er so verdammt gesund ist, kann da auch immer ein schönes Stück Butter ran, weil die den Geschmack am besten hervorhebt.







24.6. Johannitag - beginnt Schonfrist für pflanze

Kommentare:

  1. Danke Frau Her-beck oder Schuh-mann!
    So viel Wissenswertes in einem Artikel!
    Aber mögen tu ich ihn deshalb noch immer nicht mehr....:)

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  2. ach Cora, ich glaube dir hat noch nie jemand einen richtig guten zubereitet ;)

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  3. ja,der würde mir auch schmecken

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  4. Hihi, fast nicht vom Original zu unterscheiden!
    Ich trink ja seit Jahren auch immer noch ein Glas vom Spargelwasser, der Nieren zuliebe. Hatte seitdem nie mehr Probleme, aber ob's wirklich daran liegt, kann ich nicht beschwoeren :)

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  5. Das mit dem Spargelwasser mach ich auch ab und an. Ist doch auch wieder so ein Oma-Tipp ;) Man könnte meinen, wir hatten dieselbe Oma :)

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