.......restlos glücklich !

Seit einiger Zeit spukt der Gedanke durch die bloggende Welt des Web 2.0, was machen wir (ihr) denn so mit Resten. Gibt es bei euch erst gar keine und ihr habt immer genau die richtigen Mengen für die Anzahl Personen bereit, für die ihr kocht und auch gar keine Sorgen, dass es mal nicht reichen könnte. Nichts ist peinlicher. Oder werden, wenn es sein muss, mehrere Tage die gleichen, immer anders dekorierten Reste der Mahlzeit vom Sonntag aufgetischt. Das sorgt nicht gerade für Freude daheim und kann einem schon mal ein ehemaliges Lieblingsgericht vermiesen.

Dann gibt es noch die gute alte Gefriertruhe, oder im Kleinformat  das ***Sternefach im Kühlschrank. Ich bin ja von Grund auf ein Mensch der versucht Ordnung zu halten, aber es ist mir in all den kochenden Jahren nicht gelungen, durchgehend und diszipliniert die Beutel und Gefäße zu beschriften, die ich darin versenke. Das sieht man doch, was da drin ist, ist doch unverwechselbar! Die Bezeichnung UFO (unbekanntes, fleischartiges Objekt) ist ein geflügeltes Wort in unserer Familie. In größeren Zeitabständen wird durchforstet und ein paar Mahlzeiten zusammengestellt. Mehr Ordnung halte ich mit den Sammelbehältnissen für Gemüse und Fleischreste im rohen Zustand, die ich bei Vorhandensein von genügend Inhalt zu Brühe und Fonds verarbeite. Auch Eiweiß sammle ich regelmäßig und verarbeite dann bei Bedarf.  Also behaltet dieses Outing für euch, es wirft kein gutes Licht auf mich.

Viel besser hat es sich also bewährt, entstandene Reste gleich am nächsten Tag mit auf Arbeit für die Mittagsmahlzeit zu nehmen. Je nach Menge kein Problem.
Außerdem haben wir ja bekanntlich Mitesser, die je nach Art der  Speise zum Zug kommen. Da gibt es schon mal erstaunliche Konstellationen z.B., wenn unser  Kater Nudelsuppe frisst , denn das tut er sehr gern. Am liebsten von Huhn ;)

Aber es gibt aus unterschiedlichen Gründen aber auch mal Reste, aus denen es lohnt  eine völlig neue Sache entstehen zu lassen.
Nehmen wir also mal an, es gab Risotto. Halbe Topf übrig, weil du dich mal wieder verschätzt hast. Im kalten Zustand am Abend ganz schön zähe Masse, was? Aber, da hab ich was für dich. Das schmeckt so gut, dass ich ab und an auch mal mit Absicht zu viel koche.

Machen wir also aus dem Rest ARANCINI di risi    


                                                 
Das Risotto erhitzt du vorsichtig und rührst 1 oder 2 Eigelb unter um es noch klebriger zu machen. Abschmecken musst du es nicht nochmal, denn dein Risotto ist ja sowieso der Hit.

Jetzt suchst du dir vorhandene Reste von Fleisch (schon gegart), Wurst, Gemüse (schon gegart) und bestimmt hast du auch einen Käserest. Du schneidest alles klein. Sind die Reste von Fleisch und Gemüse noch roh, dann raspeln oder klein schneiden, evtl mit dem Pürierstab arbeiten. Aber aufpassen, wir wollen eine schöne Masse, aber keinen Matsch ;) 

In einer Pfanne erhitzt du wenig Öl und lässt eine klein geschnittene Zwiebel und Knoblauch glasig werden. Dazu kommen die Fleisch- und Gemüsereste, evtl. der Käse (auch hart gekochte Eier passen gut). Je nach Konsistenz lässt du es etwas braten oder rührst nur durch und würzt mit Salz und Pfeffer und gibst noch etwas Tomate und/oder Tomatenmark hinzu.

Die vorhandene Masse an Reis teilst du mittels Esslöffel in gleichmäßig große Mengen.
Dann wird eine Menge Reis in der Hand zu einer Kugel geformt, in die Mitte drückst du ein Loch und etwa 1 Teel. der Fleisch-Gemüse Masse wird eingedrückt. Nochmals rollen, bis die Masse ganz vom Reis bedeckt ist. Das macht sich besser, wenn du die Hände etwas anfeuchtest. Schöne runde, kleine Bällchen will ich da sehen !



Hast du die Reisbällchen fertig, werden sie in Mehl, Eigelb und danach in Semmelbrösel gewendet und in heißem Fett (Butterschmalz oder Öl) ausgebacken. Nach dem herausnehmen auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Dazu schmeckt bestens ein frischer Salat. Also lass es dir schmecken und glaub mir, die Arancini schmecken nicht nach Reste-essen.

Mit diesem Beitrag reihe ich mich ein beim Blog Event von Hamburg kocht



Kommentare

  1. Das sieht phantastisch aus! Bin versucht, Risotto zu kochen, damit ich einen Rest habe. Danke für Deinen Beitrag!

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  2. oh ich hab`s gewusst, dass das ansteckt ;)

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  3. Ich glaub die probier ich auch ohne Reste aus. :-) Danke für das Rezept.

    Liebe Grüße
    Anna

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