Sonntag, 10. März 2013

Suppe, die 2te

Das mit dem Süppchen kam gut an. Derzeit sollen weniger Kalorien auf den Teller und deshalb habe ich über eine weitere nachgedacht, die am Samstag auf den Tisch des Hauses sollte. Da der kurz einsetzende Frühling gerade wieder dabei ist sich zu verkrümeln, passt die heiße, dampfende Schale Suppe gut.
Im TK liegen Karkassen von der Lachsforelle, dem Saibling und ein kompletter Wolfsbarsch. Das mischen wir jetzt mal ziemlich schmerzfrei und der Wolfsbarsch kann den milden Forellen dabei mal den Rücken stärken. Letzterer hat schon eine Weile hinter sich im Frost, weil er so ein zierlicher Kleiner ist und nie für eine komplette Mahlzeit tauglich war. Dann also in die Suppe mit ihm.
Ein bisschen Platz schafft auch eine vorgefertigte Fleischbrühe, genannt Fond , und Reste vom Suppengemüse.

Fangen wir an mit der Fleischbrühe, die wird mit den Gemüseresten vom Suppengemüse  (die aus dem TK und die vom frischen, welches hier benötigt wird) nochmals kräftig aufgekocht und hinein kommt der aufgetaute Fisch. Von den Karkassen habe ich noch schöne Teile abgelöst, ebenfalls die Filets vom Wolfsbarsch. Das geputzte Suppengemüse wird klein geschnitten. Das kommt beiseite. Alles andere gleitet in die Suppe, wird wenig gesalzen, fühlt sich wohl, gibt eine Stunde lang gemütlich simmernd eine ganze Menge Geschmack ab. In der Brühe tummeln sich ebenfalls eine Zwiebel, abgewaschen und ungeschält, 1 Lorbeerblatt, Pfefferkörner und ein paar Fenchelsamen.
Also, wer es noch nicht wusste: Auch für Fischsuppen verwendet man Fleischbrühe. Keine Angst, dass schmeckt auch dann gut nach Fisch, aber eben kräftig und nicht wässrig. Ist der ganze schöne Geschmack aus dem Fisch raus, in der Brühe drin, wird alles durch ein Sieb gegossen und auf etwa 2/3 eingekocht. Jetzt erst würze ich nach, da ich das nun besser einschätzen kann.




Wie so oft im Hause pe., kommt jetzt einer der wichtigsten Schritte des wochenendlichen Kochens: Die Brühe wird geteilt in zwei Töpfe ;)
Jetzt verfeinere ich in zwei Geschmacksrichtungen. Heute für mich die milde, mit Gemüse und Dill, die mit Ei abgezogen wird und für Herrn pe. die scharfe, rote,mit Paprikapulver.

Los geht`s, Variante 1:
Das klein geschnittene Suppengemüse kommt in die Brühe und wird gekocht, so daß es noch knackig ist.  Eine gelbe Paprikaschote habe ich gehäutet und klein geschnitten, davon kommt die Hälfte dazu. Ein paar Garnelen und ein Teil des klein geschnittenen rohen Fischs kommt ebenfalls in die Brühe. Jetzt von der Hitze nehmen. Ein Eigelb mit etwas Weißwein und einem Schuss Sahne verquirlen und die Soße damit abziehen. Meine Mutter hat immer gesagt, man muss nach dem kochen ein `Vater unser`darüber beten, dann hat es die richtige Temperatur ;)
Diese Suppe habe ich abgeschmeckt mit etwas abgeriebener Zitrone, Salz, Pfeffer,einer winzigen Menge Chili und einem Spritzer Zitronensaft. Kurz vor dem Servieren ein bisschen klein gehackten Dill dazu.

Und jetzt, Variante 2:
Die zweite Hälfte des Suppengemüses, Paprika- und Tomatenmark (hier aus der Tube), einen Teelöffel Paprikapulver mittelscharf, 3 gehäutete und entkernte Tomaten und 3 in Würfel geschnittene Kartoffeln kommen in die Brühe und werden ebenfalls kurz gegart. Vom Feuer nehmen und den rohen Fisch zum durchziehen hinein geben. Nochmals mit Chili, Salz und Pfeffer abschmecken und ein bisschen Zitronensaft für die Säure hinzu.

.........Gegessen haben wir beide von jeder Variante. Aber wie schon vermutet, jeder von uns hatte eine andere favorisiert.





Kommentare:

  1. Die klingen beide köstlich... ich glaube Variante 1 wäre mein Favorit. Oder Variante 2... :-) Schade, dass man nicht probieren kann. (Hier übrigens Schneeregen, wäre jetzt genau richtig.) Werd mir aber ein Stückchen vom heutigen Viktoriabarsch aufheben und demnächst mal nachbasteln!

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  2. ja, Marion...mach sie beide. Du wirst dich nicht entscheiden können :)

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