Nicht Jugendfrei

Ich mach das jetzt einfach mal. Dieser Post Titel bringt mir ne` Menge Zugriffe. So wie meine Überschrift "Ein Flotter Dreier", der in den Suchbegriffen zu meinem Blog derzeit an erster Stelle steht. Daher rühren bestimmt auch die vielen Zugriffe von einem "sozialen" Netzwerk in kyrillischen Buchstaben. Die Angebote in der Übersetzung sind eindeutig zweideutig.
Jetzt weiß ich nicht, ob dann alle gleich wieder abdrehen, oder eine Runde drehen, im Blog einer in die Jahre gekommenen Bloggerin mit Lebens- und Küchenweisheiten.

Aber diese Überschrift macht heute eben auch Sinn. Ich fröne wieder mal meiner Leidenschaft, Brotaufstriche zu fabrizieren, die etwa mein Enkel nicht essen darf. Den einen koche ich aus Zwetschgen mit Rotwein und Zimt.

Den anderen verdanke ich einem Zufallstreffer in der Toscana . Wir hatten unsere jährliche Reise in den Herbst verschoben. Ein sehr naturbelassenes Grundstück um dieses mystische Haus, welches mal ein Kloster war. Und schnell fanden wir die Früchte, die gerade zu ernten waren: Feigen und Walnüsse und Zitronen. Und genauso schnell war der Entschluss gefasst, daraus etwas zu machen, was wir mit nach Hause nehmen können. Die Feigen in der Toscana waren klein, grün und sehr aromatisch. Die wir hier kaufen können sind blau und man muss gut den Reifegrad erwischen.



Also Feigen sehr klein schneiden, Walnüsse entkernen und etwas auf dem Backblech anrösten, damit man die Haut abrubbeln kann so gut es geht. Die Feigen mit Gelierzucker mischen, Saft und Schale einer halben Zitrone (hier auf 1kg Früchte) zugeben. Die Walnüsse etwas klein schneiden, nicht zu klein. Ich mag es, wenn man sie noch schön beißen kann. 



Und nach Ende der Kochzeit kommt er, der an dem Abend voller Übermut beigefügte Schuss Grappa. Auf den verzichte ich auch zu Hause nicht. 


Walnüsse kommen immer vom eigenen Baum, also sehr schön reife Feigen gekauft und für dieses Jahr den Feigenaufstrich gekocht.  Der findet auch Verwendung auf dem Vanilleeis, als Füllung für einen Kuchen oder zum Käse. Ein Allrounder sozusagen.
Und weil so schöne Walnüsse drin sind, schicke ich ihn auch an Zorra für ihr Blog Event zum Thema Walnuss. Gekocht und nicht gebacken, aber ich hoffe, es ist trotzdem willkommen.


Kommentare

  1. Das liest sich wieder mal sehr lecker!
    Danke!
    Ich gestehe meine Fruchtaufstriche ohne Alkoholzusatz zu bevorzugen. :-)

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  2. ach, bei mir darf schon ein schlückchen dabei sein bei einem fruchtaufstrich u. in diesem falle muß ich gestehen, mein favorit in jedem fall, herrlich, danke für dieses mal wieder köstliche rezept, bin ja nix mehr jugendlich * lach * !!

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  3. ob mit oder ohne alkohol (man kann ihn ja auch weglassen) ist das ein sehr vielseitiges produkt. ich hab noch ganz vergessen, dass man den auch mit etwas senf mischen kann.

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  4. danke für das senf angebot, wird ja noch pfiffiger ! :-)

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  5. Schade dass ich von meinem Feigenbaum weggezogen bin. So mache ich eine ähnliche Marmelade aus Zwetschgen- und immer mit "Schuß"

    Ninive

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  6. Frische Feigen und Walnüsse. Das klingt wie Melodie in meinen Ohren. Schöne Fotos. Das kommt auf meine Nachkochliste.

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  7. Ein bisschen kommt ja doch der Ofen vor. Alles paletti also. Leider ist hier die Feigenernte schon vorbei. Dein Rezept ist aber vorgemerkt für nächstes Jahr!

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