Brot backen und ich werde mutiger: Roggenbrot mit Pumpernickel

Jawohl, ich werde langsam mutiger. Ein gelungenes Experiment zum Thema Brot kann ich euch heute vorstellen, ein Brot mit Pumpernickel. Wie konnte es dazu kommen, fragst du dich (hoffentlich) 😉 und du wirst es erfahren. Und du erfährst auch, wie es beinahe nicht zu diesem Beitrag gekommen wäre.

Roggenbrot mit Pumpernickel

Von einer anderen Aktion hatte ich Pumpernickel übrig und dummerweise waren die Pakete schon angebrochen, so daß längeres Aufbewahren ausfiel. Ich gebe zu, ich mag ihn nicht. Beim Essen habe ich immer das Gefühl, er wird mehr im Mund. Essen wegwerfen tue ich extrem ungern und so begann das Überlegen. Erst mal habe ich eine Menge im Blitzhacker klein geschreddert, um daraus Brösel für Desserts zu machen. Das macht sich gut zum Schichten im Glas und als karamellisierte Brösel, z.B. auf Apfel. Nur das doofe Mundgefühl bliebt trotzdem noch, finde ich.


Wie ich so beim Schreddern bin, finde ich die Brösel haben ein schöne Konsistenz bekommen, direkt locker. Das Produkt ist ohne Zusatzstoffe hergestellt und da könnte man doch mal überlegen, was man noch so machen kann. Und genau da hatte ich die Idee zu meinem mutigen Experiment, ein Roggenbrot zu backen und die Brösel vom Pumpernickel für den kräftigen Geschmack dazu zu geben.

Am Abend lag der gut aussehende Brot Laib vor mir und ich habe ihn liebevoll in ein Tuch eingeschlagen. Die Katastrophe begann am Morgen. Was meinst du, wie reagiert eine Foodbloggerin, die sich auf die Brot Fotos und den Beitrag am Morgen freut, zum Frühstückstisch kommt und der Herr des Hauses hat "ihr eine Freude machen" wollen und das Brot schon angeschnitten - b e v o r  es in seiner ganzen Pracht fotografiert werden konnte? Ich erspare euch Details.... nein, sooo schlimm war es nicht. Ich habe mal kräftig geschluckt, die Scheiben alle eingesammelt und mein Foto eben so gemacht.



Soweit die Nebensächlichkeiten. Ergebnis des Brot Experimentes war ein gut feuchtes, aber nicht klebriges Roggenbrot. Kräftiges Aroma, schöne Krume, knusprige Kruste - ein herzhaftes Brot mit Sättigungseffekt. Ich habe noch ein paar Bröseln und werde es sicher nochmal backen. Und hast du mal Pumpernickel übrig, weist`e Bescheid! Und mein nächster Plan, ganz übermütig, da kommen die Brösel mal in einen Weizenteig und werden zu Brötchen. Mal schauen....

Roggenbrot mit Pumpernickel

500 g Roggenmehl 1150
200 g klein zerschredderten Pumpernickel
2 Beutel Trockenhefe
500 ml lauwarmes Wasser
3 TL Salz


Das Mehl in die Schüssel geben, eine Kuhle in die Mitte drücken. Das lauwarme Wasser mit der Trockenhefe, dem Salz und dem Zucker verrühren. In die Kuhle im Mehl gießen und abgedeckt 30 Minuten stehen lassen.

Den Teig 5 Minuten auf kleiner Stufe kneten. Den Pumpernickel mit dem Blitzhacker sehr klein schreddern, so dass schöne lockere Brösel entstehen. Zum Teig dazu geben und 3 Minuten auf mittlerer Stufe fertig kneten.

Den Teig ist relativ klebrig und feucht. In der Schüssel mit Mehl bestäuben, abdecken  und an warmen Ort gehen lassen, bis er sich vergrößert hat, so etwa 1,5fach. Das hat bei mir etwa 2,5 Stunden gedauert und er stand in der Backröhre, die ich anfänglich auf 30 Grad aufgeheizt und dann abgestellt hatte.

Auf dem bemehlten Arbeitsbrett eine Kugel formen mit Mehl bestäuben und mit den Schluss nach unten im Gärkorb 1 Stunde abgedeckt gehen lassen.
Den Ofen auf 220 Ober-Unterhitze mit dem Backblech vorheizen. Ist die Temperatur erreicht, den Brotlaib auf ein bemehltes Blech stürzen, mit dem Schluss nach oben und kreuzweise einschneiden. Das Brot einschießen. Nach 5 Minuten mit einer Wasserspritze 2-3 Stöße Feuchtigkeit in den Backraum geben und nach bei 10 Minuten durch Schwaden die Feuchtigkeit rauslassen. Nach 40 Minuten auf 210 herunter drehen und fertig backen. Backzeit insgesamt eine Stunde.


Pumpernickel im Roggenbrot

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