#Suppenliebe im Winter: Erbsensuppe wie aus der Gulaschkanone

Gulaschkanone. Kennt ihr ? Also ich frage halt mal, weil das nicht mehr so direkt in der Mode ist. Sie diente früher der Versorgung von Soldaten im Gefecht und der der sie bediente, war der Küchenbulle.
Wikipedia versorgt uns mit der Information: Ein Feldkochherd (FKH), auch Feldküche oder umgangssprachlich Gulaschkanone genannt, ist ein Anhänger, in den ein oder mehrere Kessel und eine Feuerstelle integriert sind und der ursprünglich zur Essenszubereitung als Feldküche im eigentlichen Sinne, oder als Teil davon gedacht war. Er spielt im Militär und Katastrophenschutz eine wichtige Rolle und wird bis heute in vielen Armeen in großen Stückzahlen zur Versorgung eingesetzt."


Erbsensuppe mit grünen oder gelben Erbsen

Wohnst du allerdings in ländlicher Umgebung, da bedient sich die Freiwillige Feuerwehr gern noch dieser Methode bei der Versorgung auf größeren Festen. Aber in der Stadt begegnet uns dieses Vehikel eigentlich nicht mehr. Was man aber unbedingt mit einer Suppe aus der Gulaschkanone verbinden muss, ist eine gehaltvolle und sättigende Suppe. Schon unsere Ahnen wussten, dass ein großer Topf beim Suppe kochen von Vorteil ist, weil viel der guten Zutaten Platz darin finden. Es sei denn, man hält es mit dem Ratschlag, noch ein paar Kellen Wasser aufzugießen, weil sich plötzlich Besuch angesagt hat. 

Nicht zwingend Gulasch wurde darin gekocht, oder sagen wir sogar eher selten. Denn das wäre eine ziemlich teure Versorgung und hier kam und kommt es eben auch auf preiswertes Essen an, welches gut satt macht. Und weil der Januar auch der Monat ist, in dem uns alle Versicherungen der Welt die Portemonnaies schmälern, gibt es auch ein-zweimal mehr Suppe. Das soll nicht heißen, dass wir an guten Zutaten dafür sparen. Und Erbsensuppe welche ich heute gekocht habe, damit verbinde ich die Gulaschkanone, braucht ein gutes Stück Fleisch.


Erbsensuppe mit grünen Erbsen

Erbsensuppe wie aus der Gulaschkanone



Zutaten
für einen mittelgroßen Topf
(4 Personen)

750 g Kassler, durchwachsen (hier Kamm)
1 kg Fleischknochen
1 Suppengrün
2 Zwiebeln
200 g grüne Erbsen
6 mittelgroße Kartoffeln
Salz, Pfeffer
Majoran

4 Scheiben Brot 
2 EL Butter

Das Suppengemüse waschen, putzen und von jedem Bestandteil zwei Stücken zurück lassen, um später etwas als Einlage extra zu kochen. Mit dem Rest aus den Fleischknochen eine kräftige Brühe kochen. Dafür rechne ich mindestens 3 Stunden auf kleiner Flamme. Die Brühe nicht salzen. Nach 2 Stunden das Kassler dazugeben und mit der Brühe garen. Das Fleisch herausnehmen und beiseite legen.

Die Erbsen in Salzwasser kurz aufkochen und das Wasser entsorgen. Dann bekommt dir die Hülsenfrucht besser. Die Brühe um die Hälfte einkochen. Erst die Erbsen dazu geben und zum Ende hin die in Stücke geschnittenen Kartoffeln und das ebenfalls klein geschnittene Gemüse. Grüne Erbsen muss man nicht einweichen. Möchtest du gelbe verwenden, weichst du sie nach Hinweisen auf der Packung ein und kochst sie extra. Jetzt abschmecken und eventuell salzen und pfeffern. Den gerebelten Majoran dazu geben. Die Kartoffeln und Erbsen mit dem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken, aber noch ein paar Stücke erhalten. Das Kassler in mundgerechte Stücke schneiden und dazu geben. 

Die Butter zerlassen und das in kleine Würfel geschnittene Brot knusprig braten. Auf jedem Teller die Suppe mit den Bröseln anrichten.


Gulaschkanone


Alles ich ein bisschen darüber recherchieren wollte, wie ich die Gulaschkanone Unkundigen beschreiben kann bin ich darauf gestoßen, dass man so ein Teil in handlicher Größe sogar heute noch kaufen kann. Den Ungarn abgeschaut, die ja in Sachen Gulasch lange Traditionen haben. Also wenn ihr dann Lust drauf habt, deftige Küche im Garten oder auf dem Balkon authentisch zu genießen, schaut einfach hier ! Erbsensuppe geht darin sicher auch sehr gut 😉