Sonntag, 2. April 2017

Von einem Besuch bei der Giftigenblonden, sehr netten Gastgebern, genießen in Österreich und einem Topfenstrudel zur Erinnerung

Vor etwa einer Woche habe ich mich auf den Weg gemacht um einmal nachzuschauen, ob ich mich mit der Sina, der Giftigeblonden, auch im wahren Leben so gut verstehen kann wie beim virtuellen Austausch zwischen unseren Blogs. Um es vorweg zu nehmen, es war so, als ob wir uns schon ewig kennen. Wir haben über das Gleiche gelacht, gelästert und uns gefreut und haben festgestellt, dass wir ziemlich gleich ticken. Eben mit dem kleinen Unterschied, dass die Sina österreischisch kocht und ich (fast) deutsch. Da gibt es kleinste, feinste Unterschiede, die aber nicht trennen sondern eigentlich verbinden. Weil einer dem anderen seine Denkweise achtet. Sina und ihr Mann waren die liebsten Gastgeber und ich habe ein paar wunderbare Tage in Gaaden verbracht. Vielen Dank an euch Beide. Die Einladung zum Gegenbesuch habt ihr ja schon.

Was wir beide so angestellt haben, dazu jetzt eine kleine Zusammenfassung. Die vielen schönen Bilder kann ich gar nicht alle zeigen. das würde euch fast langweilen und so sei gesagt, alles war wir gesehen haben, ist eine Reise in unser Nachbarland wert.

Ausflug in die Wachau, nach Melk, zur Wallfahrtskirche Maria Taferl und nach Dürnstein


Stift Melk in Niederösterreich

Das beeindruckende Ensemble vom Stift Melk, Europas größtes zusammenhängendes Kulturensemble dieser Art. Um die frühe Zeit im Jahr leider nur mit Führung komplett zu besichtigen. http://www.stiftmelk.at


Die Wallfahrtskirche Maria Taferl im gleichnamigen Ort ist ein must have bei dem Besuch Niederösterreichs. Es gibt viele Kirchen, die ich schon besichtigt habe, aber der goldene Prunk dieser von außen schlichten Kirche ist atemberaubend. http://www.basilika.at
Der kleine Ort mit dem schlechtesten Strudel (sorry Sina, aber das musste ich bringen 😉)den ich je in Österreich gegessen habe, beherbergt aber noch ein echtes kulinarisches Highlight: Unbedingt einkaufen gehen in der Käsehütte. Landestypische Produkte, voran ein sensationeller Heukäse http://www.kaesehuette.at


Die Marillen in der Wachau hatten leider ihre Blüten noch nicht geöffnet. Einer der vielen Gründe nochmals wieder zu kommen. Wir haben Dürnstein besucht, ein malerisches Örtchen, dessen vorsaisonale Schläfrigkeit bezaubernd war. Leider gehörte dazu, dass die Kirche nicht innen zu besichtigen war. http://www.stiftduernstein.at

Am Abend waren wir in Gaden in der Krone essen und die Sina hat hier darüber berichtet. Ein sehr schönes Lokal mit der besten, frischen, landestypischen Küche. 


Ausflug an den Neusiedler See, zum Lieblingsweingut im Burgenland und durch die Bucklige Welt zurück


Neusiedler See

Ein Lieblingsspruch meiner Oma war...."flach wie der Neusiedler See samt Umgebung" und ich war gespannt was daran wahr ist. Sanfte Hügel um den See und eine schöne Urlaubsgegend mit kleinen verträumten Dörfern, aber auch modernen, kultigen Lokalen. 
http://www.urlauburlaub.at/burgenland/neusiedler-see/

Weingut Scheiblhofer

Das Weingut Scheiblhofer in Andau' ist Sienas Lieblingsweingut und ich glaube, derzeit auch meines. Mein Favorit der großartige Merlot und als super Wein zum Dessert die Traminer Spätlese. Diverse Flaschen habe ich mitgenommen, aber Nachschub gibt es auch online, dass beruhigt. https://www.scheiblhofer.at/de/shop.html

Wein aus Eisenberg und die Bucklige Welt

Die Rückfahrt des schönen Ausfluges führte noch über Eisenberg und seine super Vinothek, mit großzügiger Verkostung. Ein irgendwo in der Buckligen Welt (so heißt diese Gegend ) zufällig entdecktes kleines Kaffee, rundete den Tag mit einer Vanilleschnitte mit selbst gemachtem Blätterteig großartig ab.

Wien bei Kaiserwetter mit Naschmarkt, Stephansdom und einer Tortenschlacht beim K u. K Hofzuckerbäcker Dehmel


Wien

Rundgang durch Wien bei Kaiserwetter. Treiben lassen durch die Straßen, halt machen in sonnigen Kaffeehäusern und das alte Wien erleben. Wien im  März ist ein unschlagbares Frühlingsgefühl.


Naschmarkt Wien

Unbedingt besuchen sollte man den Naschmarkt. Vermisst habe ich die einheimischen Händler mit ihrem Schmäh. Gemüse und Gewürze aus aller Welt machen neugierig und verströmen einen wunderbaren Duft. Mein Mitbringsel war roter Kampotpfeffer und sizilianische Zitronen.

Hofzuckerbäcker Demel in Wien

Der Demel in Wien ist eine Institution, die von Besuchern aus aller Welt geschätzt wird. Wien ohne einen Besuch beim berühmtesten Hofzuckerbäcker  und noch besser, mit  ausgiebiger Entdeckungstour durch das Kuchenbuffet, muss unbedingt sein. Das ist ein Lebensgefühl. http://www.demel.at

Stephansdom Wien

Der herrliche Stephansdom muss bei einem Rundgang durch Wien dabei sein. Unmassen an Touristen schieben sich durch die heiligen Hallen. Aber einen Moment inne halten und sich setzen, lässt die Umwelt vergessen und die großartige Architektur erstrahlt in einem wunderbaren Licht.



So schöne Tage waren das ! Und neben den touristischen Erlebnissen gab es auch, wie sollte es bei einem Treffen von Bloggerinnen sein, eine Menge Erkenntnisse zum Thema bloggen und Socialmedia. Sina ist da ziemlich fit, was Instagram, Pinterest und alle Kanäle angeht, die man unbedingt bedienen sollte. Danke also auch dafür und ich freue mich schon, euch beiden endlich Thüringen zu zeigen. Also bis bald, bei uns in Weimar.

***


Jetzt aber noch schnell, als kleiner Nachgang zu diesem Beitrag, die Geschichte vom Topfenstrudel. Ich habe je geschrieben das es der schlechteste ever war, den ich im Ort Maria Taferl gegessen habe. Sina hat das natürlich an der österreichischen Ehre gepackt und am nächsten Tag einen Strudel gebacken, der konnte sich sehen und essen lassen. Einfach großartig !

Topfenstrudel


Hier kommt mein Versuch:

Topfenstrudel

Ich habe versprochen einen nach dem Rezept nach zu backen. Das Versprechen löse ich hiermit ein. Er ist optisch noch ausbaufähig, aber geschmacklich war er top ! Das Rezept ist gelingsicher, aber ich habe noch ein paar Tipps für Nicht-Strudel-Geübte:

Strudel backen mit Sina !



- Beim ausziehen des Teiges auf dem Strudeltuch (ich habe ein großes Geschirrtuch verwendet) das Tuch bemehlen, den Teig aber nur auf einer Seite mit dem Mehl in Berührung kommen lassen. Nicht umdrehen, sonst reißt der Teig !

- Die Füllung kann man fast auf dem ganzen Teig verstreichen, aber nur zu 2/3 und dann zusammen schlagen. Diese Variante gefällt mir bei dem Topfenstrudel sehr gut. Bevor man rollt, rechts und links den Teig über die Füllung schlagen, dann kommt nix raus.

- Mit dem Tuch rollen und dann eine mit Packpapier ausgelegte Kastenform darüber stülpen und darin backen. Da bleibt er gut in der Form. Mit viel flüssiger Butter bestreichen, auch beim backen nochmals.

- Thema Topfen und Quark. Den deutschen Quark unbedingt in einem Tuch über Nacht abtropfen lassen, sonst läuft die Füllung davon 😉

Topfenstrdel

Topfenstrudel




Kommentare:

  1. der sieht super lecker aus :) liebe Grüsse Birgit

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  2. Liebe Petra!
    Vielen Dank fürs Zusammenfassen, ich bin quasi nochmal alles mit dir durchgegangen!
    Danke für die lieben Worte, und du warst ein toller Gast, wir haben uns sehr gefreut dich bei uns zu haben, mein Mann, die Katern und ich!

    Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen!
    lg. Sina

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    1. Wir planen bal den Gegenbesuch, unbedingt. Wir freuen uns schon auf euch in Thüringen.

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