Mittwoch, 15. Februar 2017

Snacktime mit der Giftigenblonden und einer Jause nach Opa Franz

Guten Morgen in die weite Welt hinaus!

Wir stecken ja mitten im Fasching und deshalb hab ich euch heute was Passendes mitgebracht. Die Idee dazu, die ist schon über 40 Jahre alt. Wie das kommt? Ich erzähle es euch!

Salat aus geräuchertem Schweinefleisch

Mein Opa, der Papa meiner Mama, war um einiges älter als seine Frau und deshalb schon länger vor ihr im Ruhestand. Das war insofern praktisch, weil meine Mama arbeiten ging und drei Kinder alleine daheim lassen, das war schon vor 40 Jahren keine gute Idee. Irgendein Unfug wäre uns schon eingefallen.

Also packte sie uns in den Ferienzeiten zusammen und wir durften zu Oma und Opa tageweise, Oma war arbeiten und der Opa war für uns zuständig.

Und eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen ist die Jause, die er am Vormittag einnahm, wenn wir da waren, gabs das für uns auch.
Oma hat das vorbereitet, es bestand aus Geselchtem Fleisch (bevorzugt was eher durchzogenes) Zwiebel, Knoblauch, Salz und Pfeffer und dazu gabs ein frisches Bauernbrot, damals haben die Bäcker alle noch ohne Fertigmischungen mit anständigem Sauerteig gebacken.

Als ich dann dieses Stück Kaiserfleisch (Bauch vom Schwein, geräuchert) vor mir hatte, fielen mir zwei Dinge dazu ein, einen Strudel damit zu füllen und mit dem Rest für meinen Mann und mich diese Kindheitserinnerung aufleben lassen.

Ich weiß gar nicht, warum ich mir das nicht öfter mache, das schmeckt sooo gut, für uns hab ich es noch etwas modernisiert und nicht einfach auf einem Teller serviert.

Vielleicht wollt ihr das auch mal ausprobieren?

Dann nur zu, hier ist das Rezept:

Jause nach Opa Franz : Geselchtes als Salat auf Brot 


Zutaten für 2 Personen:

150 g Geselchtes Fleisch ( heißgeräuchertes Schweinefleisch,  Kaiserfleisch oder anderes durchzogenes)
1 Zwiebel,  eine eingelegte Pfefferoni, scharf, grün
Salz und Pfeffer

2 Scheiben Brot, etwas Butter
gehackte, gekochte Eier, Pfefferoni
Chiliflocken zur Deko


Ein großer oder zwei kleine Dessertringe, mit ein bissal flüssiger Butter bepinselt

Das Räucherfleisch in kleine Würfelchen schneiden, ebenso die Zwiebel und die Pfefferoni.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, damit das etwas anzieht und die Aromen sich gut vermischen.

Mit dem Dessertring (ringen) aus dem Brot runde Scheiben ausstechen und mit ganz wenig Butter bestreichen. Diese dann in einer Pfanne leicht anrösten.

Eine dieser Scheiben legt ihr auf einen Teller, stülpt den Dessertrin darüber und füllt nun die Fleischmasse in den Ring. Obendrauf kommt die zweite geröstete Brotscheibe. Jetzt den Ring entfernen und das Werk bewundern!

Bissal Deko auf den Teller und schon kann serviert werden, diese große Portion hat für meinen Mann und mich gereicht. Und ich verrat euch was, es schmeckt nach Kindheit!

Übrigens hat mir mein Opa auch die Liebe zu gaaaaaaaaaaanz scharfen Zuckerl übertragen, die hat er immer gelutscht und ich tu das heute auch noch.
Verstorben ist er, da war ich so 12 Jahre,..

Habt ihr auch solche Erinnerungen, die hin und wieder nach Jahrzehnten hochschwappen?


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