Donnerstag, 15. September 2016

Was haben Guildo Horn und die Giftigeblonde gemeinsam ? Sie lieben Nussecken...und ich auch.

Vor ein paar Wochen überkam mich am frühen Abend die unbändige Lust auf Nussecken.
Jetzt fragt ihr euch sicher, warum mir denn plötzlich Nussecken einfielen?


Nussecken

Tage vorher habe ich von meiner Freundin eine Nussecke zur Verkostung bekommen, von ihrer Schwägerin gebacken, zum Anlass des 18. Geburtstags der Tochter meiner Freundin.

Ich hab die aufgegessen und war verliebt, sofort! Ich hatte vorher noch nie welche gegessen.

Die schlechte Nachricht, an genau das Rezept kam ich nicht ran, meine Freundin urlaubte und ich musste also was suchen und hoffen, dass das dann genau so schmeckt wie diese eine köstliche Nussecke!

Die gute Nachricht, ich wurde fündig!

Nussecken

Im St. Martiner Kochbuch wurde ich fündig. Ich liebe dieses Kochbuch sowieso. Wobei das ist echt Geschmackssache, es kommt fast ohne Fotos aus, nur Text und Rezepte, Rezepte, Rezepte, alle die ich bisher probiert habe, haben auch funktioniert und deshalb habe ich mich also gleich daran gemacht.

Klitzekleine Änderungen wie es so meine Art ist, durften natürlich nicht fehlen, aber hier kommt das (eines der) perfekte (n) Rezept für Nussecken.

NUSSECKEN
Für den Mürbteig:
300 g glattes Mehl
1 Tl. Weinsteinbackpulver
100 g Staubzucker
eine Prise Salz 
1 ganzes Ei, M
150 g Butter
1 El. Milch

Zum Bestreichen:
5 EL selbstgemachte Marillen(Aprikosen)marmelade

Alle Zutaten für den Teig vermischen, man tut sich leichter wenn die Butter nicht direkt aus dem Eiskasten ist, und ich verspreche, es funktioniert dennoch! Alles gut verkneten und bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Belag:
150 g Butter
100 g Zucker
selbstgemachter Vanillezucker, 1 Tl
3 El. Wasser
150 g Haselnüsse + 150 g Walnüsse

Schokoladedeko:
100 g Zartbitter Schokolade 
50 g Butter

Zubereitung Belag:

Das Wasser mit der Butter aufkochen, die Nüsse alle zusammenmischen, eine Hälfte davon fein mahlen (zb. Mit der Moulinette) die zweite Hälfte grob hacken.
Wenn die Butter geschmolzen ist kommen alle Zutaten in die Flüssigkeit, einmal gscheit durchrühren und zum Abkühlen beseite stellen.

Nun darf der Teig aus dem Kühlschrank und wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 20x30cm ausgerollt. Der Teig bleibt also relativ dick.

Diesen hievt man dann auf ein Stück Backpapier und dieses auf ein Backblech.

Backofen auf 180° Ober-Unterhitze einschalten.

Auf die Teigplatte kommt nun die Marmelade verteilt, das soll nur eine dünne Schicht sein.
Und auf diese Schicht verteilt man dann die Nussmasse. Schön gleichmässig.

Und ab ins Backrohr damit, ca. 40 Minuten, das kann von Backofen zu Backofen variieren, bitte immer im Auge behalten.
Ich habe nach einer halben Stunde die Temperatur reduziert auf 160 und das Blech eine Stufe runtergegeben, also von der mittleren, eine runter,..ja ich hab fünf Ebenen. Ich hatte Angst dass mir die Nussmasse zu dunkel wird, aber wie ihr seht, alles glatt gegangen.

Während der Kuchen nun abkühlt, wird im Wasserbad die Schokolade mit der Butter geschmolzen, niemals das Wasser zum Kochen bringen, das soll nur leise simmern, sonst kriegt man grausliche Klumpen in die Schokolade.

Dann nehmt ihr so ein kleines Fläschchen, die nennen sich tatsächlich nur Spritzfläschchen und die gibt’s im Patisserie Bedarf, und füllt die flüssige Schokoladen-Butter Masse ein.
Dann die Nussecken Platte damit dekorieren. Original wäre erst Ecken zu schneiden und dann alle Kanten in Schokolade zu tauchen, das wollte ich aber nicht, deshalb habe ich wie oben beschrieben gearbeitet.

Nussecken

Und dann: Genießen!
Schmeckt schon frisch genug, richtig gut werden sie aber wenn sie an einem kühlen Ort ein paar Tage lagern dürfen. Kann aber sein, dass die die paar Tage nicht überstehen!


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!

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