Montag, 13. Juni 2016

Reise nach Salzburg.Teil 2: Ein Interview mit Claudia Braunstein, die Salt in the City und die Landpartie am Sonntag

Salt in the City war der eigentlich Grund meiner Reise, wie schon erwähnt. Für mich eine Premiere, denn ein themenübergreifendes Blogger Treffen hatte ich noch nicht mitgemacht. Das Fazit vorweg: Es war lohnenswert und sehr interessant. Nicht nur die Vorträge und Workshops, sondern auch die Kontakte beim Müsli essen, Kaffee trinken, Bus fahren und feiern.


Claudia Braunstein vom Blog Geschmeidige Köstlichkeiten, eine der Organisatorinnen der Salt in the City“, war die charmante Stadtführerin für unseren Instawalk am Freitag Nachmittag, dem Auftakt zur Blogger Convention. 

Wie fühlt es sich an, ein solches Event zu organisieren und wie fühlt man Frau sich so dabei ? Das hat mich interessiert und Claudia war so nett, mir Rede und Antwort zu stehen.

Interview mit Claudia Braunstein vom Blog "Geschmeidige Köstlichkeiten"


Foto Claudia Braunstein

Ich stelle mir vor, ihr habt am Bloggerstammtisch Salzburg gesessen und gemeinsam festgestellt, dass es in Österreich kein gescheites Treffen für die Blogger gibt. Und das wolltet ihr dann ändern , war es so ?

Ja, so ähnlich kann man sich das vorstellen. Es gibt in Salzburg seit 2013 einen Bloggerstammtisch, der von Sonja von Ginger in the Basement und mir ins Leben gerufen wurde. Wir waren am Anfang tatsächlich nur zu zweit und haben uns dann auf die Suche nach anderen KollegInnen in unserer unmittelbaren Umgebung gemacht. Da sind dann auch Caro, die Gute Güte und noch einige andere dazugestossen. Im Sommer 2014 kam dann erstmals die Idee im Westen Österreichs eine Foodblogger-Veranstaltung zu machen. In Wien gibt es schon länger das Vienna Food Camp, aber eben in Wien. Ursprünglich waren wir zu sechst in einem Verein organisiert, letztlich haben wir den Event 2015 zu viert bestritten. 

Die erste Veranstaltung 2015 war schon ein voller Erfolg. Ihr habt alles in eigener Regie organisiert und dann  über 100 Blogger betreut und ein tolles Programm geboten. Habt ihr denn mit einem solchen Erfolg für die Premiere gerechnet ?

2015 waren wir als Verein organisiert und jede von uns hat irgendwie alles gemacht, was sich als sehr anstrengend und auch kompliziert herausgestellt hat. Weil ja meine Kolleginnen im Gegensatz zu mir Vollzeit berufstätig sind. Im ersten Jahr kamen über 100 Teilnehmer und die Resonanz war überwältigend. Im heurigen Jahr wurde die Organisation neu aufgestellt. Eva und Mathias von Fräulein Flora, im Vorjahr als Guides beteiligt, sind heuer dazugekommen, während ich nur mehr am Rande beteiligt war. 

Alle teilnehmenden Blogger haben derart von Salzburg und eurer Veranstaltung geschwärmt, dass die Neuauflage 2016 im Nu ausverkauft war. Es gab Wartelisten und viele werden sich im Kalender für 2017 die Teilnahme schon vorgemerkt haben. Wird es eine nächste Salt in the City geben, oder wird euch die immense Arbeit, so „nebenbei“ nicht zu viel ?

Auch heuer war das Feedback unglaublich. Wir haben die Veranstaltung auch für Blogger aus anderen Sparten geöffnet und breiter aufgestellt, was sich als sehr kluge Entscheidung herausgestellt hat. Ja, viele Teilnehmer haben sich schon für 2017 erkundigt. Jetzt muss SALT16 aufgearbeitet werde, da steckt ja unglaublich viel Aufwand dahinter. Auch die Sponsoren, ohne denen so etwas nicht funktionieren kann, wollen Berichte erhalten. Dann schau ma mal, wie der geübte Österreicher sagt.

Habt ihr euch denn gedacht, dass da mal eine Veranstaltung mit Bloggern und Bloggerinnen aus 6 Ländern daraus wird und das vor allem auch so viele deutsche Blogger daran teilnehmen ?

Um ehrlich zu sein, als wir im Frühsommer vor zwei Jahren zusammensaßen, wusste wohl keine von uns was sich da entwickeln würde. Vor allem, dass wir tatsächlich auch KollegInnen aus dem hohen Norden oder aus Südtirol zu uns locken können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir natürlich auch sehr durch unserer Heimatstadt Salzburg punkten können, die ja viele Besucher auch zum länger Verweilen angezogen hat. 

Der Mix aus interessanten Vorträgen und Workshops ist euch wirklich gelungen. Das war sicher alles nur realisierbar mit der Hilfe der Sponsoren. Waren die leicht zu überreden, oder habt ihr dafür viel Zeit investieren müssen ?

Beim zweiten Mal waren natürlich schon einige Türen geöffnet, trotzdem gibt es auch Firmen die mit uns Bloggern wenig anfangen können und skeptisch sind. Die Zusammenrbeit mit den bestehenden Sponsoren ist teils fast freundschaftlich.

Die Veranstaltung war vor allem geprägt vom gegenseitigen Kennenlernen und Netzwerken. Die lockere Atmosphäre hat dazu beigetragen und vor allem auch der schöne Ausklang mit der Landpartie zur Burg Hohenstaufen. Habt ihr als Organisatoren auch noch Spaß an der Veranstaltung und könnt euch auf Gespräche einlassen, oder seid ihr in den 3 Tagen „nur“ mit organisieren beschäftigt ?

Voriges Jahr war die aktive Teilnahme des Orga-Teams, außer für mich, fast nicht machbar. Heuer, durch die Umstrukturierung in der Organisation war das für alle leichter. Ich muss da dankenswerterweise sagen, dass da auf mich immer besonders Acht gegeben wurde, weil ich eben nicht so belastbar bin. Das ist für mich unglaublich wertschätzend. Im Hintergrund wird natürlich viel organisiert, wovon die Teilnehmer fast nichts mitbekommen im besten Fall.

Ich würde gern wieder kommen. Besonders gefallen hat mir aus meiner Sicht, dass es nicht „nur“ ein Treffen von Foodbloggern war, sondern so viele unterschiedliche Interessen zu finden und zu treffen waren. Der Austausch war so offen und locker, dass man auch nebenher eine Menge interessanter Dinge erfahren konnte.
Die beiden Vorträge über das schreiben interessanter Blog Artikel (wie finde ich eine gute Story und wie präsentiere ich sie) und die Nachhilfe in SEO (wer,was,wo,wie,warum) waren schon ein toller Einstieg. Die Workshops waren sehr interessant und wirklich für jeden etwas dabei. Nicht unerwähnt sollte die kulinarische Versorgung bleiben, vom Müsli-Frühstück, dem super Kaffee-Mobil bis zum Abendessen in der Trumerei, mit dem wirklich großartigen Bier.

Liebe Claudia, ich danke dir für das Interview und hoffe, dass wir uns spätestens 2017 in deiner schönen Heimatstadt wiedersehen.


Sonntägliche Landpartie zur Burg Hohenwerfen

Der Sonntag begann bei strahlendem Sonnenschein und es ging in den eigens gecharterten  Bussen auf zur Landpartie zur malerisch gelegenen, etwa 45 Minuten von Salzburg entfernten, Burg Hohenwerfen. 



Eine fröhliche Busfahrt, eine ausgiebige Führung durch die Burg, bei der natürlich wieder ein Glockenturm bestiegen werden musste ;) .......






.....und einer Falkner Vorführung in der schönen Außenanlage. Später eine Jause im Rittersaal.




Nicht nur wir, sondern auch der Himmel war über das Ende der Veranstaltung traurig und bescherte uns einen Wolkenbruch der Güteklasse eins, der uns wahrscheinlich alle durchnässt in den Hotels ankommen lies.

Ich habe mich abgetrocknet, ein bisschen ausgeruht, die Fahrt nochmals Revue passieren lassen und am Nachmittag war Salzburg wieder sonnig. Da bin ich zu einem erneuten Bummel und zu einem Abendessen gestartet. Aber dazu komme ich in Teil 3 meiner Reisebeschreibung, auf die ihr - versprochen ! - nicht wieder so lange warten müsst.




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