Mittwoch, 8. Juni 2016

Reise nach Salzburg. Teil 1: Reisetipps

In Salzburg angekommen bei mäßigem Wetter. Das bereitet mir erst einmal keine Sorgen, denn ich bin ja nicht nur  wegen der schönen Stadt hier. Mein Besuch gilt in erster Linie einem der größten Blogger Treffen im deutschsprachigen Raum, der Salt in the City. Dazu aber später und auch in einem extra Beitrag, den den hat diese Veranstaltung schon verdient.


Schloss Mirabell Salzburg

Ich begebe mich zu meinem für vier Nächte gewähltem Quartier. Wenn ich eine Städtereise mache, ergreift mich der Forscherdrang und ich suche mir eine Unterkunft, die nicht gleich auf den ersten Seiten der google-Suche auftaucht. Und hier bin ich gelandet:

Gästehaus des Priesterseminars Salzburg in der Dreifaltigkeitskirche

Gästehaus Priesterseminar Salzburg

Lange, lichtdurchflutete Gänge mit Teppichen, alten Gemälden und Möbeln. Für Treppenmüde gibt es im 2012 grundsanierten Gebäude einen Lift. Einfache, schlichte Zimmer. Bett, Schrank, Tisch und Stuhl. Eine Dusche und WC für jedes Zimmer. Kein TV, aber wer braucht das schon. Dafür gibt es ein kostenfreies WLAN, welches wirklich einwandfrei funktioniert, nicht nach jeder Rückkehr ins Zimmer neu angemeldet werden muss und mehrere Geräte verträgt.

Frühstück gibt es im schönen Innenhof, mit Aussicht auf den Glockenturm der Kirche. Immer dabei Kater Max, der mit dem Segen der Kirche auch schon mal den Vögeln nachstellt. Und am Tisch betteln kann er auch. Das Frühstück ist einfach aber vielseitig und hervorzuheben ist die selbst produzierte Marillenmarmelade.


Gästehaus Priesterseminar Salzburg

Gästehaus Priesterseminar Salzburg

Unten im Innenhof gibt es eine für alle zugängliche Bibliothek. Hier ist auch der Erwerb von Getränken und Kaffee 7/24 möglich. In jeder Etage gibt es eine Wasch- und Bügelstube, die bei längerem Aufenthalt genutzt werden kann.

Der Zimmerservice ist freundlich und alles ist sehr sauber. Bitte beachten: Die Angestellten arbeiten für die Kirche und das bedeutet, Sonntags keine frischen Handtücher und kein gemachtes Bett. In dringenden Fällen sagte man mir, kann man das aber anmelden.Ich war sehr zufrieden und habe mich bei einem Zimmerpreis von 61 Euro/Nacht im Einzelzimmer mit Frühstück  sehr gut gefühlt.

Hervorzuheben wäre noch der absolut günstige Standort des Gästehauses. Unmittelbar neben dem Schloss Mirabell und Mozarts Wohnhaus, 10 Minuten bis zum Dom und 15 Minuten bis zum Bahnhof, alles zu Fuß.


Stadtrundgang Salzburg

Ein kleiner Plan für die überschaubare Innenstadt reicht aus, um sich schnell zurecht zu finden. Schon beim ersten Bummel hatte ich den größten Teil der must-have-Salzburgs abgeschritten.

Mein erster Weg führt mich in den sehr schönen Garten des Schloss Mirabell. Überfüllt von Touristen und ich werde ein zweites mal dorthin gehen müssen, gegen Abend. Man sollte unbedingt einen kleinen Abstecher in den Zwergengarten machen. Dem Schloss quasi gegenüber Mozarts Wohnhaus, welches mit Mitteln eines japanischen Großkonzerns für die Stadt Salzburg gekauft und erhalten werden konnte.


Schloss Mirabell Salzburg

Schloss Mirabell Salzburg

Schloss Mirabell Salzburg

Schloss Mirabell Salzburg


Schloss Mirabell Salzburg

Schloss Mirabell Salzburg

Es geht über die Salzach, an den obligaten Liebesschlössern am Brückengeländer vorbei. Hier in der Mitte der Brücke das in der Welt am meistens fotografierte Motiv, die Altstadt mit Burg auf der anderen Seite.


Salzburg Brücke über die Salzach



Stadtansicht Salzburg

Den ersten kleinen Braunen gönnte ich mir im Kaffee Tomaselli, einem der Kaffeehäuser mit Geschichte. Hier sollen Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal die Idee für die Salzburger Festspiele gehabt haben.  Die Kuchenauswahl ist beeindruckend.


Café Tomaselli Salzburg

Dem gegenüber das Kaffee Fürst, dessen Gründer der Erfinder und Hersteller der einzig echten Mozartkugel war, die dort auch heute noch von Hand hergestellt wird. Übrigens zu erkennen an der Verpackung im Silberpapier mit blauer Schrift, nicht zu vergleichen mit den rot-goldenen Kugeln der Süßwarenindustrie. Inzwischen gibt es aber auch von den Originalen entsprechenden Fälschung, also Augen auf beim Kugel Kauf.


echte Mozartkugeln aus  Salzburg

Weiter über den Residenzplatz zum barocken Dom, der zum UNESCO Weltkulturbe zählt. Davor die Marienstatue. Vom Dom weiter zum historischen Friedhof, den man vorbei an den anstehenden Fiakern erreicht.


Dom SalzburgFriedhof Salzburg

Friedhof Salzburg

Vorbei am Glockenspiel zum Mozartdenkmal. Zur Zeit feiert Salzburg seine 200-jährige Zugehörigkeit zu Österreich und lässt sich das eine mehr als 1,5 Millionen teure Landesausstellung kosten. Die aus drei Schwerpunkten bestehende Ausstellung Bischof.Kaiser.Jedermann hat drei Schwerpunkte und wird bis 30.Oktober gezeigt. Unter anderem mit so spektakulären Exponaten wie der aus  40 über Europa verstreuten Teilen wieder zusammengesetzten  Rüstung von Erzbischof Wolf Dietrich und der ältesten erhaltenen Urkunde Österreichs: Mit ihr bestätigte Kaiser Ludwig der Fromme 818 der Salzburger Kirche ihre Rechte.

Einen Tag später sollte ich noch Gelegenheit haben, den Turm des Glockenspiels während einer aussergewöhnlichen, fast privaten Stadtführung zu besichtigen. Traumhafter Blick über Salzburg bis zur Burg hinauf, fast auf Augenhöhe.


Glockenspiel Salzburg

Glockenspiel Salzburg

Glockenspiel Salzburg

Durch das Kunstprojekt 2002 der Salzburg Foundation, kann man eine "Kunstwanderung" der besonderen Art durch Salzburg absolvieren. Durch eine Kommission ausgewählte Künstler setzten sich mit der Stadt Salzburg auseinander und durften den Standort ihrer Werke selbst wählen. Eine Symbiose der besonderen Art ist entstanden und  die Exponate von solch namhaften Künstlern wie Anselm Kiefer und Marina Abramovic, sind sehenswert.


Salzburg

Den Abend lasse ich in meinem speziellen Fall ausklingen als Gast im traditionellen Café Glockenspiel und damit zugleich als Zaungast zum Konzert von Herbert Grönemeyer, zur Dauernd Jetzt Tour. Sehr schöner Nebeneffekt und Ausklang meines Salzburger Stadtbummels.

Der Rückweg führte mich in der Dämmerung durch die Goldgasse und wieder über die Salzach, vorbei am Hotel Sacher.
Mein Bummel soll ein bisschen das Feeling der Stadt widerspiegeln, wie ich es erlebt habe. Keine Auflistung aller Sehenswürdigkeiten war beabsichtigt. Jeder für sich selbst muss eine Stadt erkunden, erfahren und fühlen. Und Salzburg fühlt sich für mich sehr gut an, irgendwie gleich ein bisschen vertraut.


Stadtansichten Salzburg

Stadtansichten Salzburg


Stadtansichten Salzburg


Der zweite Tag und damit die Blogger Covention, eine Landpartie auf die Burg Hohenstaufen, sowie die Beantwortung der Frage, wo ich denn dann richtig typische Landesküche genießen konnte, das erfahrt ihr im zweiten bzw. drittenTeil.











Kommentare:

  1. So liest man sich wieder. Und du gibst mir ganz neue Blick auf meine so barocke und touristische Stadt. Wird Zeit, dass ich selber mal ein wenig unterwegs bin und die Augen aufmache.
    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Bericht über #sbgatc16

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  2. Ein wirklich schöner Bericht. Da hast du die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet. Schade, dass wir uns in Salzburg nicht näher kennengelernt haben :-( Auf deine weiteren Berichte bin ich schon gespannt. Liebe Grüße Doreen

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