Sonntag, 15. Mai 2016

Die Giftigeblonde ist zu Gast und ich genieße mal wieder eine Mehlspeise

Guten Morgen  liebe Obers trifft Sahne Leser!
Heute habe ich wieder was aus der deftigen Küche mitgebracht, in süß.

Wir Österreicher lieben ja Mehlspeisen, am liebsten solche die man als Dessert in Kleinportionen essen kann, aber auch in größeren Portionen, da essen wir hierzulande gerne eine Suppe davor, war bei mir in der Kindheit eine beliebte Sitte für Freitage.
Schmarrn zum Beispiel sind hier sehr beliebt, man denke an den berühmten Kaiserschmarrn, an Griesschmarrn, es gibt auch Topfen(Quark)schmarrn oder Nussschmarrn. Bei uns ist alles ein Schmarrn.
Strudel sind auch so ein Heiligtum der österreichischen Küche, und wehe man serviert einem Gast einen Strudel wo der Teig nicht höchstpersönlich von der Hausfrau hergestellt wurde, aber Ihr kennt mich ja inzwischen, bei mir ist der Teig immer selbstgemacht.
Ein großes Kapitel sind Knödel in der österreichischen Mehlspeisküche, gerne aus Topfenteig oder aus Erdäpfelteig, gefüllt mit allerlei Obst oder ich hab schon mal eine Mozartkugel eingepackt, zur Verzückung meines Ehemannes.
Beim Erdäpfelteig bleiben wir auch heute gleich, allerdings hab ich ihn nicht verknödelt sondern vernudelt.

Erdäpfel-Nuss Nudeln mit Marillenrahm (Aprikosenrahm)
Zutaten für 4 Portionen oder 6 als Dessert
400 g in der Schale gekochte Kartoffel (eine Sorte für Püree oder eben Knödel)
80 g flüssige Butter
1 Ei
100 g Mehl
50 g Weizengries
Eine Prise Salz
150 grob gemahlene Walnüsse
Zucker, Butter nach Geschmack
100 g Sauerrahm 

Marillenmarmelade (selbstgemachte hatte ich keine mehr, aber in der Wachau bekommt man herrliche selbstgemachte Marillenmarmelade, so eine habe ich her verwendet) diese feinst passieren, damit keine Stückchen drinnen sind.
Die gekochten Erdäpfel schälen und abkühlen lassen, dann durch die Erdäpfelpresse drücken und mit den übrigen Zutaten gut vermischen.
Aus diesem Teig Nudeln formen, was eine ziemliche Arbeit ist, weshalb meine relativ groß geraten sind, Perfekte Köche/innen machen natürlich zarte hübsche Nudelchens ;-)
Diese in leicht gesalzenem kochenden Wasser einmal aufkochen lassen und dann den Herd zurückschalten auf kleinste Flamme, die Nudeln sind fertig wenn sie ein paar Minuten oben schwimmen.
In der Zwischenzeit reichlich Butter schmelzen und die grob gemahlenen Walnüsse dazugeben, Zucker nach Geschmack dazu. Wer mag kann auch noch eine Prise Zimt dazugeben, das habe ich nicht gemacht, würde aber die das Gericht etwas farbenfroher machen.
Den Sauerrahm mit soviel Marillenmarmelade vermischen, dass das eine schöne leicht orange Farbe bekommt. 
Die gekochten Nudeln abseihen, sofort in die Nuss-Buttermischung geben.  Auf Tellern anrichten, mit dem Marillenrahm dekorieren und vielleicht frische Minze oder wie bei mir Zitronenmelisseblättchcen zur Aufhübschung verwenden.

Ich hoffe die Nuss Nudel Idee gefällt Euch, schmecken tuts köstlich, meine Tochter, die studierende, liebt solche Gerichte, von ihr aus könnt ich das jeden Tag machen. Was sind denn Eure liebsten warmen Mehlspeisen?


Ich wünsche Euch einen schönen restlichen Mai und ich melde mich wieder Mitte June, nach unserem Urlaub in Sizlien!

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