Freitag, 4. März 2016

Junior Cooking: Nudeln selbst gemacht.... das ist ne` coole Nummer !

Ja, mein lieber L,  jetzt machen wir mal ernst.  Vor Jahrzehnten noch, da waren Knaben und Mädchen deines Alters schon in Lohn und Brot bei einem Lehrherren. Der Ernst des Lebens hatte begonnen. Tägliche Maloche, immer fit und ran und Leistung bringen. Nicht, wie manchmal heute in der Schule, einen Tag durchhängen, keinen Bock haben. Obwohl, beim heutigen Leistungsdruck auch für euch, kannst du dir das nicht oft leisten. Aber es sei dir gegönnt, genieße es. Obwohl es für dich nicht nach Genuß aussieht, an so manchen Schultagen.

Aber hier, in meiner Küche, die ab und an unsere Küche ist, werden wir nun ein bisschen hochfahren. Jetzt wird wirklich was fürs Leben gelernt. Wir werden grundlegende Arbeitsschritte lernen.  Eine ganze Menge haben wir ja schon gemacht, welches du auf der Junior Cooking Seite nachlesen kannst. Damit wir aber in einer angemessenen Zahl an Jahren diese extra Seite nicht mehr brauchen und du auf der Blog-Haupt-Seite alles nachkochen kannst, müssen wir uns ein bisschen weiter entwickeln.

Nudeln selbst gemacht

Eine Familie will ernährt werden und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, dass deine Familie später nicht aus Tüten, Dosen und Verpackungen ernährt wird. Da fange ich also bei dir an und wenn du mal sehr viel später ein Weib erwählst, wird sie von mir gecoacht, in Sachen frische Küche. Das verspreche ich auch. Und ich hoffe sehr, es wird mir auch gelingen.

Heute machen wir Nudeln. Die sind zwar von den Chinesen erfunden und von den Italienern kultiviert worden, aber auch die Thüringische Hausfrau wusste schon immer, wie man die macht. Deine Ur-Ur-Großmutter, meine Oma, bei der gab es keine Nudelsuppe mit gekauften Nudeln. Die wurden selbst gemacht....Ehrensache !

Und es ist kein Hexenwerk, wie du am Ende der Lehrstunde selbst festgestellt hast. Das ist so einfach, macht Spaß und das Ergebnis schmeckt echt gut. Und stolz warst du auch ein bisschen. Das mit Recht. Gut geknetet und gut gerollt.... diese Pasta war etwas besonderes.

Einen westlichen Unterschied in der Herstellung habe ich dir gezeigt: Herstellung mit und ohne Ei. Die Oma hat immer gesagt, frische Nudeln mit Ei, wenn man sie trocknen will, ohne Ei. Ich mache Nudeln auch ohne Ei, wenn ich eine kräftige Soße dazu habe, denn da würde man die Eier eh` nicht mehr schmecken. 

Wichtig wäre noch: Mehl "00" für die Verarbeitung mit Ei und Hartweizengries (in Italien nennt man den Semola) für die Verarbeitung ohne. Auf ein Ei brauchst du 100 gr. Mehl und auf 50 ml. Wasser 100 gr. Semola, also Verhältnis 1:1 oder 1:2 . Ganz wichtig, und das lass ich mir von keinem Nudelexperten nehmen,  i m m  e r   kommt bei mir ein bisschen gutes Olivenöl dazu. Da du mit der Menge "bisschen" nicht viel anfangen kannst, sage ich mal 2 Esslöffel voll bei 200 gr. Mehl.

Weil es für den Anfang etwas leichter ist, beginnen wir heute mit der Nudelherstellung ohne Ei.

1. Mehl, Wasser und Olivenöl in der Schüssel vermischen und zusammen kneten. Kannst du einen Klumpen formen.......


2. herausnehmen auf das Brett und kneten. und zwar so lange, bis der Teig elastisch ist. Das merkst du beim Finger hinein drücken und auch so...er lässt sich gut formen.


3. Der Teig kommt in eine Klarsichtfolie und darf mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen. Danach teilst du ihn in mehrere kleine Stücke, drückst sie an und beginnst den Teig durch die Macchina zu drehen. Fang bei der Stufe Null an und mache das solange, bis alle Teig Stücke bei der Stufe 4 durchgelassen sind. Zwischen die Teigplatten machst du immer genug Mehl, damit sie nicht zusammen kleben.



4. Wir wollen heute Bandnudeln machen und deshalb werden die Platten noch durch den Streifenschneider an der Maschine durchgelassen. Inzwischen hast du Wasser aufgesetzt und gut gesalzen. Die frischen Nudeln kommen unmittelbar in das kochende Wasser und kochen nur einmal kurz auf, werden abgeschreckt (mit kaltem Wasser) und dann in der Pfanne weiter verabeitet.

Dazu eignet sich eine Soße nach deinem Geschmack, oder in Butter gedünstetes Gemüse. Oder wie ich oben schon geschrieben habe, sie wandern in eine Brühe und werden Einlage für die Suppe. Aber da würde ich auf jeden Fall dann welche mit Ei nehmen.... also, da kennen wir auch schon unser nächstes Kapitel. Aber der Anfang, der war schon mal ganz gut. Das hast du prima gemacht !



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