Samstag, 13. Februar 2016

Sonntagskuchen: Es gibt Zitronenkuchen und es gibt Zitronenkuchen...

Ich glaube es gibt Leute, wenn die einen  Zitronenkuchen backen wollen, machen sie einen der bunten Kartons auf die man in den großen gut gefüllten Regalen im Supermarkt findet. Dann rühren sie Eier, Fettigkeit und ein bisschen Milch dazu, backen den an E Nummern reichhaltigen Kuchen und überziehen ihn am Ende mit Zuckerguss. Wer die Mühe noch auf die Spitze treibt, rührt den Teig lange, damit er cremig wird und nimmt, entgegen der Anleitung auf der Packung, sogar etwas frischen Zitronensaft zum anrühren des Puderzuckers.

Zitronenkuchen mit viel frischen Zitronen


Zitronenkuchen mit viel frischen Zitronen

D U  N I C H T ! Ich weiß das, du achtest darauf nicht soviel Zusatzstoffe in die Nahrung zu bringen und du weißt auch das es das einfachste ist, einen Zitronenkuchen mit frischem Zitronensaft zu backen. Nichts leichter als das !

Der Zitronenkuchen an sich gehört zu einem der Lieblingskuchen von Herrn pe. Der Wunsch wird also öfter erfüllt. Schon lange wollte ich dazu mal das Rezept für euch aufschreiben. Ich gebe zu, ein bisschen  mehr Aufwand als für einen mit Saft und Abrieb aromatisierten Rührteig müsstest du betreiben, aber er hält sich insgesamt in Grenzen. Und was auf keinen Fall zu unterschätzen ist, ist diese Explosion an Aroma. Das fängt schon mit dem Geruch beim backen an, geht weiter beim anschneiden und gipfelt am Samstag Sonntag Nachmittag, wenn du endlich ein Stück anbeißen kannst. 

Das Rezept dazu habe ich vor etwa 3 Jahren in mehreren Foodblogs gesehen, zuletzt bei Robert von Cucina e passione. Leider ist es um diesen schönen Blog sehr ruhig geworden. Von dort habe ich das Rezept also übernommen, wünsche euch beim backen gutes Gelingen und verspreche euch einen Hochgenuss.

Zitronenkuchen mit viel frischen Zitronen

Zutaten für den Kuchen:
etwas Butter zum Ausfetten der Kastenform
250 g Butter, weich
200 g Puderzucker (alternativ: normaler Haushaltszucker)
4 Eier
Saft einer Zitrone
Abrieb von 3-4 unbehandelten Zitronen (je nach Groesse)
2 EL Rum
1 Pck. Backpulver
1 Prise Salz
50 g Mandeln, geschaelt und sehr fein gemahlen
280 g Mehl

Zutaten für die Glasur:
150 g Aprikosenmarmelade
100 g Puderzucker
Abrieb einer unbehandelten Zitrone
Saft einer Zitrone
Zesten einer unbehandelten Zitrone
30 ml Wasser
50 g Zucker

Zubereitung

Die weiche Butter und Zucker so lange schaumig schlagen, bis sich der Zucker ganz
aufgelöst hat und die Masse weiss geworden ist.

Nach und nach die Eier, Zitronensaft und - abrieb und den Rum unterschlagen. Wenn
Kinder mitessen, lass den Rum einfach weg. Er hebt auf wunderbare Weise das
Zitronenaroma hervor, ist aber nicht unbedingt nötig. Bitte kein Rum-Aroma verwenden !

Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen und Kastenform mit etwas Butter
ausfetten. Mehl sieben und mit Backpulver, Salz und den gemahlenen Mandeln vermischen.
Nach und nach unter die restliche Masse rühren. In die Kastenform füllen und auf der
mittleren Schiene des Ofens etwa 60 min backen. Stäbchenprobe machen!

In der Zwischenzeit erhitzt du den Zitronensaft für die Glasur in einem kleinen Topf auf dem
Herd und gibst den Zitronenabrieb hinein. Den Saft reduzieren, bis zu etwa 2 EL Menge.
Durch das Reduzieren wird das Aroma und die Säure verstärkt, das gibt der Glasur mehr
Pfiff. Dann nimm das Ganze vom Herd und lass es abkühlen. Wenn es nur noch lauwarm
ist, gib es tropfenweise zum Puderzucker und rühre dabei kräftig, bis die Glasur möglichst
dickflüssige, aber streichfähig ist.

In einem zweiten Topf erwärmst du das Wasser und löst den Zucker darin auf. Dann gib die
Zesten hinein und lass sie ziehen. Dadurch werden sie ein wenig kandiert und können nicht
mehr austrocknen. Zusätzlich erwärmst du die Aprikosenmarmelade in einem weiteren Topf,
bis sie flüssig wird, und hältst sie lauwarm.

Der Zitronenkuchen wird jetzt vor dem Glasieren zuerst aprikotiert! Das verstärkt sein
Aroma und verleiht ihm zusätzliche Feuchtigkeit. Stürze dazu den fertig gebackenen
Kuchen noch relativ heiss vorsichtig aus der Form und bepinsle ihn rund herum mit der
flüssigen Aprikosenmarmelade. Sie zieht recht schnell in den Kuchen ein.

Bestreiche den Kuchen gleich danach großzügig mit der Glasur. Mit einer Gabel fischst du
die Zitronenzesten aus der Zuckerlösung, lässt sie gut abtropfen und verteilst sie dekorativ
auf dem Kuchen.

Zitronenkuchen mit viel frischen Zitronen




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