Sonntag, 15. November 2015

Die "giftigeblonde" zu Gast: Hackfleisch-Strudel mit Kraut, Salat und Dipp

Schönen guten Tag Ihr Lieben! Heute gebe ich meine Premiere hier bei Petra in Obers trifft Sahne. Und das gleich mit einem Rezept ohne Obers! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Dieses Rezept ist mir eingefallen, als mein lieber Mann wieder mal meinte, er hätte Lust auf Frühlingsrolle, leider war keine Zeit (anstehende finale Arbeiten im Garten,..seufz), zum Lieblingschinesen zu gehen, so das ich mir überlegt habe wie ich ihm trotzdem den Wunsch erfüllen kann.
Grundlage für diesen Strudel ist der genial einfach herzustellende Strudelteig, den man sowohl für pikante als auch süß Gelüste verwenden kann, zum Ausziehen nach diesem Rezept:

Zutaten für 2 Strudel oder einen großen
200 g glattes Mehl (also fein gemahlenes)
100 ml lauwarmes Wasser
40 ml neutrales Pflanzenöl
Eine Prise Salz

Alle Zutaten mit den Händen zu einem geschmeidigen Strudelteig verarbeiten.
Diesen dann in eine kleine Schüssel legen und so 20 Minuten mindestens ruhen lassen. Dieser Teig verzeiht aber auch wenn man ihn vorbereitet und ihn dann zb. Über Nacht im Kühlschrank schlafen lässt. Vor Verarbeitung muss man ihn dann halt so eine Stunde ca. rausholen damit er sich temperaturmässig anpasst.
Dann nimmt man im besten Fall ein Strudeltuch, hat man das nicht, funktioniert das Strudelteig ausziehen natürlich auf jedem anderen Baumwolltuch genauso gut. Größe sollte ca. die zweifache eines handelsüblichen Geschirrtuches (hier heißt das Gschirrhangerl) sein.
Das Strudeltuch mit Mehl bestäuben und dann die Hälfte des Teiges (oder wer möchte den ganzen, mit der halben Menge tut man sich leichter beim Ausziehen), darauf platzieren und mit einem ebenfalls bemehlten Nudelholz (hier heißt das Nudelwalker), erstmal ausrollen.
Dann nimmt man diesen Fladen vom Tuch und stülpt ihn sich über beide Handrücken, bewegt diese dann auseinander..ziemlich lange, so lange bis ein ganz dünner Teig geworden ist. Sollte etwas reissen, nicht versuchen mit Teigresten zu „kleben“ , das funktioniert nämlich nicht.
Hier kann man wunderbar sehen, wie man einen Strudelteig ausziehen kann:

Strudel mit Hackfleisch und Kraut

Vor der Ruhezeit des Strudel habe ich noch die Fülle hergestellt, diese sollte nämlich gut ausgekühlt sein, ansonsten reißt der dünne Teig, wenn man die draufgibt.

Fleischfülle asiatisch angehaucht
500 g Faschiertes (Hackfleisch), gemischt aus Rind und Schwein
1 große Gemüsezwiebel, geschnitten in dünne Streifen
500 g eines frischen Krautkopfes, dünn in Streifen geschnitten
100 g frischer Ingwer, in kleinen Würfelchen ( Pulver würde ich nicht empfehlen, das hat niemals dasselbe Aroma)
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Sojasauce nach Geschmack
2 Tl. Rote Currypaste, wers mag scharf, ansonsten eine milde Sorte wählen
1 Essl. Sesamöl

Das Sesamöl nicht allzu heiß erhitzen und erst die Zwiebel und den Knoblauch sanft andünsten, danach das Fleisch und die Krautstreifen hinzufügen. Die Temperatur sollte eher nicht so hoch werden, die Fülle soll keine Farbe nehmen, sondern nur gedünstet werden.
Nun kommt der Ingwer, die Sojasauce und die Currypaste hinzu.
Alles gut miteinander verrühren und ein paar Minuten dünsten lassen, so dass das Kraut nicht mehr hart ist. Gut abkühlen lassen.

Die Kalte Fülle verteilt man dann auf dem vorderen Teil des ausgezogenen Strudelteigs und rollt ihn mit Hilfe des Strudeltuches ein. Überflüssige Randstücke wegschneiden, zu dicker Strudelteig wird nur hart.
Dann kommen die Strudel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, werden mit etwas zerlassener Butter bestrichen und wandern ins auf 180° vorgeheizte Backrohr, Ober/Unterhitze.
Solange backen, bis Euch die Farbe gefällt, die Fülle ist ja schon fast gar, und braucht nicht mehr allzuviel Zeit.

Während der Strudel bäckt, Blattsalat nach Belieben waschen und in Streifen schneiden, wir hatten Radicchio hier, gut schmeckt sicher auch ein Eisbergsalat oder anderer grüner Salat.
Für den Dip Sauerrahm, Salz, etwas frischer Knoblauch und Ingwer, fein gehackt, miteinander vermischen.
Der Dip passt sowohl zum Salat als auch für den Strudel zum Tunken.

Ich wage es ja gar nicht zu erzählen, aber mein Mann und ich haben das alles zusammen gegessen..so gut hat das geschmeckt. Natürlich keine Frühlingsrolle, wäre ja auch nicht der richtige Teig, und nicht frittiert, aber das Geschmackserlebnis ist dennoch sehr ähnlich.
Das war`s für den November von mir, ich melde mich wieder vor Weihnachten und ich kann schon verraten, dass es dann etwas gibt, wo ich Obers verwenden werde..schließlich will ich diesem Blog ja gerecht werden!

Bis dahin, schöne Tage und einen sonnigen November für Euch aus Österreich!

Sina ☺

Kommentare:

  1. Strudel geht immer, als Teig für ein Mittagessen oder als etwas Süßes.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Charles!
      Da hast du ganz recht! Und du kennst mich ja, ich packe alles gerne in Strudelteig!

      Liebe Grüße Sina

      Löschen
    2. Strudelteig ist ja auch ein wunderbares "Verpackungsmaterial" ;)

      Löschen