Sonntag, 6. September 2015

Gegen das Fernweh: Bakso aus Indonesien

Indonesien. Fangen wir mit ein paar Fakten an, die uns die große Schlaumeier-Seite Wikipedia gibt: 

"....Die äquatoriale Inselkette ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens, der weltgrößte Inselstaat sowie mit etwa 239,9 Millionen Einwohnern die viertbevölkerungsreichste Nation der Welt. Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln, von denen 6.044 bewohnt sind. Die Hauptinseln sind Sumatra, Java, Borneo, Sulawesi und Neuguinea……

Indonesien gehört zu den Hotspots der Artenvielfalt und beherbergt neben wertvollen Waldökosystemen große Bestände an tropischen Korallen. Zahlreiche Naturschutzorganisationen aus Indonesien und westlichen Ländern setzen sich für den Erhalt der Natur vor Ort ein. Dennoch werden derzeit (2013) in Indonesien jährlich 2 Millionen Hektar Urwald vor allem im Tieflandregenwald Sumatras gerodet und in Palmöl- Plantagen umgewandelt, wodurch Indonesien Brasilien in Bezug auf das Ausmaß der Regenwaldzerstörung überholt hat….."

Indonesische Fleischbällchen


Das klingt ziemlich nüchtern und noch nicht so sehr nach wunderbarer Wunderwelt in den Tropen. Sicher, wie überall, ist es wichtig solche Paradiese zu erhalten und zu schützen. 

Indonesien kenne ich aus eigener Anschauung nicht, würde das aber liebend gern nachholen. Vor vielen Jahren hat mich ein Buch sehr in seinen Bann gezogen, „Liebe und Tod auf Bali“ von Vicky Baum. Die Schilderungen von Land und Natur haben mich fasziniert und das Schicksal der Menschen bewegt. Trotz der erfunden Figuren stimmen die geschichtlichen Fakten und auch das beschriebene Leben der Balinesen ist nah an der damaligen Realität. Für jeden, der sich ein wenig für Bali interessiert, ist es fast schon als Lehrbuch zur balinesischen Kultur. Vicki Baum fängt in ihrem Buch einen wichtigen historischen Wendepunkt der Geschichte Balis ein und hat so die vermutlich beste literarische Einführung in die Kultur Balis geschaffen.

Indonesische Fleischbällchen mit Huhn

Die Chance eine Reise dorthin nachzuholen gibt es bei dem Blog Event von Claudia von "Dinner um Acht" , gefragt ist indonesisches Streetfood. Der Anlass wieder die Buchmesse Frankfurt, auf der in diesem Jahr Indonesien als Ehrengast besonders hervorgehoben wird. 

Das auf der Straße in Garküchen zubereitete Essen ist im asiatischen Raum weit verbreitet. Ich habe mich also inspirieren lassen und eines der traditionellen Streetfood Elemente, nämlich Fleischbällchen, für euch zubereitet. Hauptbestandteil Huhn, mit fruchtiger Schärfe. Zubereitung lohnt sich, denn die "Bakso" passen auch auf ein Buffet hier bei uns und schmecken kalt und heiß. Und alle Zutaten sind auch bei uns regional verfügbar.



Zutaten für 30-35 Bakso, je nach Größe

500 gr. Hühnerbrust
1 Schalotte
150 gr. Spinat
1 kleine Chili Schote frisch
3 kleine oder 1 normale Banane
1 gehäuften Teel. Curry Pulver (hier Java Curry)
1 Limette
1/2 Knoblauchzehe
2 Teel. Kokosblütenzucker (Palmzucker)
Salz und Pfeffer
Erdnüsse in der Schale 
( oder ungesalzen Tüte)
neutrales Öl zum frittieren


Die Hühnerbrust parieren und roh durch den Fleischwolf drehen. Auch die Schalotte mit durchdrücken. Den Spinat waschen und von groben Stielen befreien, in der Pfanne mit etwas Salz und Pfeffer und wenig Knoblauch kurz zusammen fallen lassen. Abkühlen lassen und grob hacken.

Die Chili Schote in sehr kleine Stücke schneiden. Je nach der gewünschten Schärfe Kerne entfernen oder dabei lassen. Die Banane in kleine Würfel schneiden ( ca. 0,5 cm). Die Limette waschen und abreiben. Die Curry Paste mit etwas Flüssigkeit geschmeidig machen.

Zum Hühnerfleisch den Limettenabrieb, den Curry, den Chili und den Spinat geben und mit Salz, Pfeffer und dem Palmzucker kräftig abschmecken. Nach dem vermengen die Bananenstücke unterheben. Den Saft der halben Limette dazu geben und mischen.

Die Erdnüsse knacken und grob hacken. Auf einer Arbeitsfläche ausbreiten. Vom Fleisch mit dem Esslöffel immer die gleiche Menge abstechen und zu Kugeln formen. In den Erdnüssen wälzen, das sie gut bedeckt sind. Im siedend heißen Öl frittieren, bis sie knusprig braun sind. Sie sollten bis nach innen durch gegart sein.


Streetfood Hühnerfleisch Bällchen



Das ist mein Beitrag zum Blog Event von Claudia, aus Anlass der Buchmesse Frankfurt 2015.




Und hier gehts zum oben erwähnten Buch:

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