Exklusiv für die Weimarer Kaffeerösterei: Caroline - das fruchtige Mokkatörtchen

Seit Mai 2006 hat auch Weimar eine Kaffeerösterei. Mitten in der historischen Altstadt, im Schatten der Herderkirche St. Peter und Paul, hat sich Sabine Zotzmann einen Lebenstraum erfüllt. Ein kleines Kaffee mit Spezialitäten zum Kaffee und um den Kaffee herum, auserlesene Schokolade und Weine, mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Da sitzt man abseits vom Trubel, bevorzugt auf dem alten Sofa oder im Sommer auf einem der Stühle im Freien, und geniest einen ihrer aromatischen Kaffee`s mit einem Stück wunderbarem,  frisch gebackenem Kuchen aus der Backstube der Rösterei.

Die umtriebige Inhaberin hat nach der Idee für die Gründung ihres Geschäftes bei Leopold J. Edelbauer, dem Wiener "Kaffeeprofessor" , einen  Lehrgang besucht und auch ein Diplom erworben. Damit ist sie in der Lage selbst zu rösten und ihre Mischungen zu kreieren, die an Weimarer Persönlichkeiten erinnern. So wie der Espresso "Caroline Jagemann" (1),  oder der Geburtstagskaffee "Goethekaffee". 
Die "Jahreskaffees" sind nicht nur wohlschmeckend, sondern auch ein gern gesehenes Mitbringsel aus unserer kulturträchtigen Stadt. Insgesamt 12 hauseigene Mischungen und 14 reine Kaffeesorten kann man, natürlich auch online, erwerben.


In dem kleinen Kaffeehaus, welches auch Wien alle Ehre machen würde, kann man auch die Vielfalt der sortenreinen Rohkaffees aus den verschiedensten Anbaugebieten der Welt individuell ausprobieren, als Kaffee, Espresso oder Cappuccino, bis man seinen Lieblingsgeschmack gefunden hat.


Kaffee und Orange Törtchen

Individuell für die Weimarer Kaffeerösterei habe ich mir eine Spezialität einfallen lassen, wen wundert es, auch mit Kaffee und Schokolade. Für mich ist es wichtig noch eine fruchtige Komponente zu haben und so findet man noch die Orange als Mitspieler....und Vanille und Sahne und etwas Aperol.....wenn man mag.

Lust aufs Nach"backen" ? Obwohl, gebacken wird ja nicht wirklich. Der Boden des Törtchens besteht aus Keksen und alles andere muss mehr in den Kühlschrank, als in den Ofen.

Weimarer Kaffeerösterei am Herderplatz


Boden:
80 gr. Kekse, hier Leibniz Keks Kakao
40 gr. Butter
1/2 Teel. Kaffee gemahlen (hier: Espresso "Caroline Jagemann")

Die Kekse in eine Frischhaltefolie wickeln und mit dem Fleischklopfer zerkleinern. Nicht zu fein, sollte noch "knuspern". Darunter den Kaffee geben und die weiche Butter unterkneten.

Schokolade:
Dunkle Schokolade mit Orange (hier: Edelbitter Orange 90 gr. von Berger)
Muscovadozucker (Palmzucker)

Im Wasserbad bei ca. 55 Grad Grad schmelzen, das Wasser sollte nicht kochen, sonst wird es zu heiß. Ein bisschen Geduld und ab und an umrühren, da geht es auch bei niedrigerer Temperatur.

Frucht:
230 ml Orangensaft, möglichst frisch gepresst
20 ml. Aperol (optional! ansonsten 250 ml Saft)
1 Teel. Honig
1 Spritzer Zitrone
2 Teel. Gelatine gemahlen (das ist etwas mehr als ein halbes Pkt.)

Sind die Orangen säuerlich, die Zitrone weg lassen und den Honig verdoppeln. Gelatine nach Packungsvorschrift verarbeiten und die Flüssigkeit etwas gelieren lassen.

Sahne:
Espresso - doppelt stark, 15 mg. Kaffee
(oder Mokka, gekocht mit 50 ml Wasser/ hier: Espresso "Caroline Jagemann)
1 Vanilleschote
2 Essl. Zucker
1/2 Paket Gelatine gemahlen
200 ml. süße Sahne


Das Vanillemarkt auskratzen und mit dem Espresso /Mokka mischen und den Zucker einrühren. Erkalten lassen. Gelatine nach Packungsvorschrift verarbeiten und in den Kaffee einrühren. Fängt es an zu gelieren, die steif geschlagene Sahne untermischen.

In Ringe (8 cm D / leicht einfetten - ich nehme ein neutrales Öl, oder mit Folie ausgleiten) zuerst von der flüssigen Schokolade eine ganz dünne Schicht geben und diese fest werden lassen. Jetzt die  Keks-Masse einfüllen, ca. 2 Esslöffel und ganz fest andrücken. Dazu eignet sich am besten ein Sektkorken, den ich zu diesem Zweck immer speziell verwende. Keks Schicht ca. 5 mm hoch.

Darauf jetzt die Orangenmasse geben, die schon gut an-geliert ist. Für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. (Orangengelée ca. 1 cm hoch)

Sahnemasse einfüllen, den Teller auf dem die Ringe stehen eine bisschen auf dem Arbeitstisch klopfen, damit sich alles gut verteilt, und wieder kalt stellen.(Sahnemasse ca.2 cm hoch)

In die restliche  geschmolzene Schokolade 80 ml süße Sahne (lauwarm) einrühren, damit diese nicht wieder ganz fest wird. So isst es sich dann später besser ;) Die Schokolade auf der Sahnemasse verteilen, mit etwas Muscovado Zucker bestreuen oder nach Geschmack mit Schokolade und/oder Orange dekorieren.

Caroline mindestens 6 Stunden kalt stellen ;)


Dessert mit Kaffee und Orange


Caroline - das fruchtige Mokkatörtchen muss man sich also selbst herstellen, oder bei Sabine Zotzmann zu einer Tasse sehr guten Kaffee oder Cappuccino genießen. Also, wenn ihr mich fragt, ich rate eindeutig zur zweiten Möglichkeit. Denn das Flair diesen netten Wiener Weimarer Kaffeehauses, mit seiner charmanten Inhaberin, gehört unbedingt mit zum genießen dazu.


Sabine Zotzmann, Weimarer Kaffeerösterei


Diesen Post muss ich als Sponsored Post kennzeichnen, obwohl es ein reiner Freundschaftsdienst ist. Und ich habe es gern getan, da ich Sabines Kaffee und ihre kleine Rösterei nur empfehlen kann. Und ein Geheimtipp ist sie ja auch schon lange nicht mehr. Ich weiß von vielen Weimar "Fans", bei denen das Kaffee eine feste Größe während des Besuches ist.


Kaffeerösterei und Kaffee in Weimar


(1)Die Erklärung bin ich noch schuldig: Wer ist, bzw. war, eigentlich Caroline Jagemann ? 

„Henriette Caroline Friederike Jagemann von Heygendorf genannt Karoline Jagemann  wurde am 25. Januar 1777 in Weimar geboren und verstarb am 10. Juli 1848 in Dresden.
Sie war Teil des "Weimarer Quartetts" und damit eine der hervorragendsten tragischen Schauspielerinnen und Sängerinnen ihrer Zeit.
Anna Amalia unterstützte schon frühzeitig ihre Ausbildung.
Ihr Geliebter Herzog Carl August vermachte ihr das Rittergut Heygendorf und ernannte sie zur Freifrau von Heygendorf. Nachdem sie seinem jahrelangen Werben nachgegeben hatte, wurde sie mit Zustimmung der Herzogin Louise 1802 zu seiner "Nebenfrau".

Sie und Goethe verstanden sich nicht besonders gut (verschiedene Ansichten über das Theater, z.B. Hunde auf der Bühne), deswegen intrigierte sie gegen ihn, bis er das Theater verließ und sie alleinige Oberdirektorin wurde…..“

Quelle : Weimarpedia

Kommentare

  1. ...ich habe mich ja schon seid Tagen darauf gefreut ;-) und eins glaub mal, komme ich mal nach Weimar, dann werde ich dort hingehen und genau dieses Törtchen essen. Und die Zicke die den Goethe vertrieb blende ich aus ;-)

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  2. Was lese ich da ? Weimar-Besuch ? Na, da freu ich mich doch auf Dich und allein musst Du da gewiss nicht hin. Das Törtchen verspeisen wir gemeinsam :)

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