Aprikosen, Aprikosen ! Als Tarte Tatin und aufs Butterbrot

In letzter Zeit habe ich immer öfter gleich nach dem Erscheinen der aktuellen " Essen & Trinken " etwas Interessantes zum nachkochen gefunden. Oder dieses mal zum nachbacken. Der wunderbare Kuchen mit den Aprikosen lachte mich förmlich an und so machte ich mich forsch ans Werk. 

Tarte Tatin ist, wie ihr ja sicher wisst, ein Kuchen der "verkehrt herum" oder auch "kopfüber" gebacken wird.
Der Überlieferung nach soll die Tarte Tatin im 19.Jahrhundert von den betagten Schwestern Tatin zufällig erfunden worden sein. Ein gerade zubereitetet Apfelkuchen soll ihnen aus den Händen auf die Apfelseite gefallen sein. Daraufhin wurde er so, mit der Fruchtseite nach unten, in die Form geschoben, mit frischem Teig bedeckt und noch einmal gebacken.

Die Originalversion kannte ich so, dass die Form ausgebuttert und mit Zucker bestreut wird. Daraus soll sich beim Backen der Karamell bilden. Hier in der Anleitung aus der E&T wurde der Karamell vorher zubereitet und die Früchte dann darauf verteilt. Für mich als bei der Umsetzung von Backrezepten etwas schwächelnd, war das eine schöne Idioten sichere Methode.

Was soll ich sagen, Versuch geglückt und den gibt es 100%-ig nochmal, solange es Aprikosen gibt. Und später dann eben wieder mit Äpfeln.....
Rezept folgt am Ende des Beitrages. Holt euch schon mal Appetit bei den Bildern ;)






An diesen wunderbaren, stark duftenden Aprikosen kommt man derzeit einfach nicht vorbei. Ich mag die ohnehin sehr und so war es beschlossene Sache, den Brotaufstrich für den Winter jetzt zu kochen.



Nach vielen Jahren Fehlschlägen hinsichtlich Konsistenz, habe ich einen wunderbaren Tipp bekommen, den ich jetzt umsetze. Kocht man die Aprikosen nur halbiert bzw. geviertelt, hat man im gekochten Zustand zu zerkleinern und dann einen undefinierbaren Brei, ziemlich schlierig. Der Tipp lautete also, die Aprikosen vor dem kochen mit dem Blitzhacker in die gewünschte Größe zu bringen und dann nur wie gewohnt die 3 Minuten sprudelnd zu kochen (ich verwende Gelierzucker 2:1).



Ist die Marmelade fertig gekocht (ich weiß, man darf hier sicher nicht Marmelade sagen, sondern nur Fruchtaufstrich.....) wird bei einigen der Gläser noch mit einem Schuß Marillenschnaps verfeinert. Die bekommen dann auf dem Deckel die Aufschrift "Marille +" .

Aber kommen wir zum Rezept der Tarte Tatin, Rezept aus der E&T 7/2014

Zutaten
100 gr. kalte Buttetr
3 Eßl.Puderzucker
200 gr. Mehl
1 Ei (Kl.M)
Salz
700 gr. Aprikosen

80 gr. Zucker
50 gr. Butter
2 Eßl.Zitronensaft

Butter in Stücke schneiden, mit Puderzucker, Mehl,Ei und 1 Prise Salz in eine Schüssel geben. Zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. In Folie gewickelt 1 Stunde kalt stellen.

Aprikosen halbieren und entsteinen. Für den Karamell den Zucker in einer Tarte Tatin - Form ( D 24 cm, oder in einer ofenfesten Pfanne) erhitzen. Ist der Zucker geschmolzen, Butter und Zitronensaft zugeben und unter Rühren schmelzen. Form bereitstellen.




Aprikosen auf der Schnittfläche kreisförmig dicht aneinander in den Karamell legen. Mürbeteig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 30 cm D ausrollen. Teig über das Rollholz wickeln und über den Aprikosen ausrollen. Am Rand in die Form drücken und den Teig mnehrfach mit einer Gabel einstechen.

Tarte im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) auf der zweiten Schiene von unten 25-30 Minuten backen.
Tarte 2 Minuten ruhen lassen - diese Zeit ist ziemlich wichtig. Wenn man gleich stürzt zerfließt alles, wartet man länger wird der Karamell fest. Also ruhig mal die Uhr bemühen. Bei mir hat es perfekt geklappt.









Kommentare

  1. Da geht einem das Herz auf.....oder ist es der Magen :-)

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  2. Die Tart Tatin sieht sehr fein aus. Die muss ich auch einmal ausprobieren.

    Liebe Grüsse
    Himbeeri

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    1. Wenn man so einen fruchtigen Namen hat, ist das genau das richtige ;)

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  3. Ja Paul, ich glaube da fühlt sich beides angesprochen ;)

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