Montag, 19. Mai 2014

#Kochbox Berlin: Von einem ziemlich abgefahrenen Kochbuch, tätowierten Steaks und viel Spaß in Berlin

Von den beiden Küchen-Rockern, Heiko Schulz und Dirk"Walde" Müller, hatte ich ja schon gehört und als die Einladung zur Buchvorstellung in Berlin, nebst kochen und probieren in der Kochbox ins Haus flatterte, war ich gleich dabei. Das Wochenende war eh für Berlin und eine Messe reserviert und da hatte ich am Freitag auch gleich noch ein Date. Es sollte das ziemlich coolste gemeinsame kochen werden, mit einigen anderen Foodbloggern und natürlich Heiko und Walde.


Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Le Schicken

ISBN 978-3-95642-002-3


"Suizidgefährteten Personen auf den Gleisen" und damit verbundenem Schleichgang der Bahn für etwa eine halbe Stunde und einem völlig desorientierten Berliner Taxifahrer habe ich es zu verdanken, dass ich nicht in den Genuss der Currywurst kam, die es als Einstimmung gab. Currysoße aus dem "Schokobrunnen" - Na immerhin durfte ich das Würstchen dann noch im kalten Zustand kosten und auch da war es gut.



In zwei Gruppen wurde gekocht, obwohl die meisten hin-und her zwitschen wollten, um ja nix zu verpassen. Flugentenbratwurst, tätowiertes Thunfischsteak, mit der Aquariumpumpe fabrizierter Rote Bete Schaum, Erdbeere-Mortadelle in der Wurstpelle, Chicken-Teriyaki-Schwarzbier-Suppe und als kleinen Absacker in Stickstoff fabrizierte Eiskügelchen. Ja, große Jungs müssen eben auch ab und an mal spielen......







Zum Buch. Es ist schön gestaltet, der Inhalt weiß auf schwarz gedruckt, nette Bilder von den beiden Akteuren und sehr schöne Fotos von den Rezepten. Im Stil völlig passend zur "Culinary Rebellion". Von Starters über Fisch, Geflügel und Fleisch bis zu Veggie, "dann Süßes von der Zuckerschlampe" und als kleine Draufgabe ein paar Rezepte von gleichgesinnten Freunden wie z.B. Stefan Marquard und Ralf Jakumeit.

Mir gefällt es sehr gut. Es macht so richtig Laune aufs Kochen, Spaß dabei zu haben und vielleicht sollte es anregen, hier und da mal die gewohnten Pfade bei der Zubereitung zu verlassen. Mal so ein bisschen um die Ecke denken, auch außergewöhnliches miteinander kombinieren. Was bleibt den Helden am Herd denn auch noch, es ist ja fast alles schon gekocht und gegessen. Für mich wichtigste Maxime, frische Zutaten, solide gekocht, aber trotzdem Unerwartetes auf dem Teller.

Ihr wollt Beispiele? Nur ein paar, denn das Buch sollte man schon in der Sammlung haben.
`Tätowiertes Kalbsmäusle mit Gemüsebouquet 24 Karat`, "Leck Arsch" - mit Zunge gefüllter Schweinekrustenbraten`, `Hacke-Peter-Igel vom Waguy`, Gebackene Blutwurstgarnele....und vieles mehr.

In dem Sinne, Heiko und Walde, danke für den tollen Abend, für eure Mühe und das prima Buch. Man sieht sich immer zweimal, davon bin ich überzeugt. Denn so eine Vorstellung schreit nach Wiederholung und nach großem Bucherfolgt folgt dann schnell mal eine Fortsetzung ;)





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