Da bist du platt....... ein Cajun Huhn

Wochenend-Nahrungssuche im Supermarkt meines Vertrauens, wobei letzteres eigentlich für mich ein Widerspruch in sich ist. Zu sehr misstraue ich den angebotenen Lebensmitteln, vor allem im Bereich Fleisch. Das kaufe ich dort nur für unsere Tiere (sorry!) und habe mir eben diesen Markt wegen dem besten Gemüseangebot herausgesucht.


Freitag dieser Woche erweckte ein Angebot beim Geflügel doch mein Interesse. Fair Mast als Marke ersichtlich. Festes, gelbliches Fleisch bzw. Haut, nicht blass und wässrig. Laut Beipack ein langsam gewachsenes Huhn, mit Getreide zur Hauptsache gefüttert und im Freiland aufgewachsen. Das war nicht für 1,99 € zu haben (dann hätte ich es auch nicht gekauft) und ich habe die 7,99 € investiert.

Die Frage der Zubereitung stellte sich dann und ich habe mal das Internet als großen Wissenspool benutzt. Dort bin ich auf die Bezeichnung Cajuhn Huhn gestoßen. Das hat mir gefallen und so war das relativ schnell beschlossen. Wissensdurstig, wie ich bin, wurde ich dann noch bei Wikipedia fündig und erfuhr......"Die Cajun-Küche ist die Küche der französischstämmigen Einwanderer im US-Bundesstaat Louisiana, den Cajuns. Es handelt sich hierbei um eine eher einfache und rustikale Küche aus lokal verfügbaren Zutaten......" Gut, ich wohne zwar nicht in Louisiana, aber dank globaler Verknüpfungen auf dem Gewürz-Sektor, gab es kein Problem mit den Zutaten.

Zuerst habe ich das Huhn gewaschen, getrocknet und mit der Brust nach unten auf das Brett gelegt. Mit dem Messer habe ich rechts und links vom Rückgrat eingeschnitten, mit der Geflügelschere durchtrennt und so Hals, Rückgrat und Bürzel herausgelöst. Das Huhn dann gewendet und mit dem Handballen flach gedrückt. Die an der Öffnung unten befindliche Haut habe ich rechts und links geschlitzt und dadurch die Schenkel  fixiert. Dann wurde das Huhn mit 2-3 Esslöffel Rapsöl eingerieben.

In einer Pfanne habe ich 1 Teel. Senfsamen, 1/2 Teel. Fenchelsamen, 1 Teel. Kreuzkümmel, 1/2 Teel. schwarzen Pfeffer und 1 Teel. Koriander geröstet und in den Mörser gegeben. Dazu kamen 1 Teel. grobes Meersalz, 1 kleine getrocknete Chillischote und 2 Knoblauchzehen. Alles wurde schön klein gemörsert und damit das Huhn von allen Seiten einmassiert. Jetzt abgedeckt und dann durfte es sich ein paar Stunden von der anstrengenden Mutation ausruhen.
Am Abend kam es in den Ofen bei 180 Grad, etwa 60 Minuten, bei Umluft. Dort konnte es garen  und auch bräunen.

Parallel dazu habe ich mich ganz spontan noch zu den, im Moment quasi in aller Munde befindlichen, Hasselback Potato`s entschlossen. So eine Adaption gewissermaßen. Festkochende Kartoffeln wurden gewaschen, nicht geschält und in ganz dünne Fächer-Scheiben geschnitten. Wichtiger Hinweis: Nicht durchschneiden ! Dann habe ich diese mit wenig Olivenöl eingerieben, grobes Meersalz und etwas Parmesan darüber gegeben und 30 Minuten mit dem Huhn im Ofen gehabt. Am Ende als das Huhn tranchiert wurde, standen die Kartoffeln nochmal 5 Minuten unterm Grill. Sie hätten brauner sein können, aber der Geschmack war sehr gut,

Das Huhn übrigens auch. Das Fleisch hatte einen intensiven, feinen Geschmack und war sehr saftig. Die Art des Zubereitung war prima und  das ganze Abendessen wurde von einem Feldsalat mit saurer Sahne, Zitrone, Kräutern und Walnüssen abgerundet.
Selbstversuch also gelungen. Gegenüber den sehr teuren Geflügelangeboten bei diversen Edelfleisch-Händlern, eine gute Alternative.


Kommentare

  1. Schaut sowas von lecker aus! Interessante Gewürzzusammenstellung!

    AntwortenLöschen
  2. ....ja genau und die hat mich ja gereizt. schmeckt wirklich sehr gut und mal nicht "normal" brathuhn ;)

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen