Sonntag, 3. Februar 2013

Sonntagmorgen

8.00 Uhr. Die erste Tasse Kaffee. Ganz allein, mit Blick in den Garten. Eine Menge Leute schlafen um die Zeit noch. Ich manchmal auch, aber heute hat es mich aus dem Bett geholt, dieses Sonntagmorgen-irgendetwas-in aller Ruhe-machen-Gefühl. Und wenn es nur die Tasse Kaffee ist. Na gut, später auch das Frühstück.


Aber jetzt erst mal den Blick nach draußen. Über Nacht sind wieder einige Zentimeter Schnee gefallen und schon hat die grau-braune Landschaft eine schönen Zuckerguss. Der passt zu meiner Sonntagsstimmung. Schön friedlich und alles ist noch ruhig. Der immer heimwerkelnde Nachbar hält noch die Füße still, auch ein selten schöner Zustand.

Unsere Tiere sind um diese Zeit die aktivsten in der Familie. Boris, der Kater-Prinz, hat sich nach draußen gewagt und begehrt jetzt mit Nachdruck wieder Einlass. Nee, dass ist definitiv nicht sein Wetter.
Wilma hingegen lässt sich eine Weile zuschneien. Das liebt sie über alles.























Ich glaub, ich mach mir noch `ne zweite Tasse Kaffee und leiste mir dazu ein Stück vom gestern gebackenen Kuchen. Dann lass ich eben das Frühstück dann weg. Und währenddessen schreib ich euch mal das Rezept auf. 
Ich habe es in einer Spezialausgabe der  Zeitschrift essen&trinken gefunden. Die zweite Überschrift dieses Beitrages könnte auch heißen "unbedingt nachmachen".

Und weil es beim Backen ja so auf die Mengen und jede Kleinigkeit ankommt - deshalb mach ich es auch nicht so oft ;) - hier der Service mit einem so richtig richtigen Rezept:

150 gr. Möhren, 50 gr. Marzipan-Rohmasse, 1 Vanilleschote, 150 gr. weiche Butter,
150 gr. Puderzucker, 1/2 Teel. Zimt, Prise Salz, 3 Eier (M), 180 gr. Mehl, 2 Teel. Backpulver. 
für die Deko: 100 gr. Aprikosenkonfitüre, 50 gr. Zucker, 1 extra Möhre

Die Möhren habe ich geschält, grob geraspelt und etwas ausgedrückt. Das Marzipan fein gerieben, das Mark aus der Vanilleschote herausgekratzt und dann mit der weichen Butter, dem Puderzucker, dem Zimt und einer Prise Salz unter nach und nach Hinzugabe der Eier, cremig aufgeschlagen. Darunter habe ich die Möhren gemischt. Dann das Mehl mit dem Backpulver gesiebt und in mehreren Portionen unter den Teig gerührt.
Eine kleine Kastenform wurde gut gefettet und das Ganze bei 160 Grad Umluft reichlich eine Stunde gebacken. Für Gas gibt es die Empfehlung Stufe 2-3, ansonsten etwa 180 Grad. Am besten mit dem Stäbchen eine Probe machen.
Dann das übliche Prozedere mit Abkühlung auf dem Kuchengitter, oder wo auch immer ;)
Für die Deko habe ich eine Möhre geschält und mit dem Sparschäler feine Streifen geschnitten. Den extra Zucker habe ich mit 100 ml Wasser aufgekocht und die Möhren darin etwa 5 Minuten ziehen lassen. 
Die Aprikosenmarmelade habe ich erhitzt, durch ein Sieb gestrichen und auf dem Kuchen verteilt, darauf die Möhrenstreifen gelegt.
Saftig, lecker und ein leichtes Zimt-Marzipan Aroma. Einfach ein einfacher Superkuchen :)

Wen es interessiert (oder interessieren muss), der Kuchen hat in 12 Stücke geteilt, je Stück 
279 Kalorien. Denkt man nicht!