Samstag, 26. Januar 2013

Skrei. Variation 1/2013

Irgendwie bin ich gerade nicht so direkt gut drauf. Sowas wie Winterblues. Ihr kennt das?  Das was ich sonst so gern gemacht habe, reizt mich nicht die Bohne. Zum Beispiel bloggen...ja, kann ja mal passieren. Irgendwie eine Ideen - und auch ein bisschen Kochblockade. 
Hat vielleicht auch damit zu tun, dass ich gerade versuche Diät zu halten, Kalorien zu zählen, etwas abzunehmen....... Ich versuche schon meine Ernährung abwechslungsreich zu gestalten. Das gelingt auch. Beste Erfolge habe ich mit der schlichten Reduzierung von Kalorien. Ich gehöre zu denen, die im Laufe des Jahre immer mal wieder die Bremse einlegen müssen, einfach zum besseren Wohlfühlen. Damit kann ich leben merke aber doch, dass allein diese Maßnahme ungeheuren Einfluss auf die Psyche hat. Fehlende Schokolade ist bei mir eine Art Mangelernährung und die macht so furchtbar unlustig. 
Im Gegensatz zu früheren Jahren habe ich jetzt einen Beistand. Einen der mich unterstützt, bestärkt in meinem Tun, mich anfeuert, mich versteht: 
Eine App ;)
So ändern sich die Zeiten. Jetzt kann ich sogar beim Einkauf Lebensmittel einscannen und es erscheint das Produkt mit allen Angaben, unterstützt von der Schreibweise in rot, gelb oder grün. Und wenn es auch mühsam ist, es macht Spaß. Weight Watchers sind ein Scheißdreck dagegen. Das regt an und man steht schnell mit dem eigenen Schweinehund im Wettstreit. 
Sagen wir den überflüssigen Pfunden den Kampf an. Die gute Laune kommt dann auch schnell wieder, wenn der Erfolg sich einstellt.
Was kochen wir also, möglichst Kalorien-,Kohlehydrat- und Fettarm, vielleicht mal wieder Fisch. Aber schon ein bisschen mit Gedöns und wenn tagsüber die Menge der Kalorien gespart wird, darf dann auch am Wochenende mal ein bisschen Butter bei die Fische Karotten......


Und jetzt wird noch ein bisschen geschlaumeiert......
„Dorsch“ bezeichnet man den noch nicht geschlechtsreifen Kabeljau. Bis zu 600 km legen die Fische auf Ihrem Weg zum Laichen zurück und der im Winter dann vor den Lofoten gefangene Fisch wird Skrei genannt - der Wanderer. Er zeichnet sich durch sein weißes, festes Fleisch aus und seinen feinen Geschmack.  

Kabeljau bzw. Dorsch ist einer der bevorzugten Fische auf unserem Speiseplan und so war es klar das wir, sobald die Skrei Saison beginnt, uns diesen Genuss gönnen.
Für dieses mal habe ich bewährte Aromen kombiniert wie Wirsing, Karotten, Zitrone, Petersilie.

Karotten geschält, weich gekocht und wie Kartoffeln gestampft. Ein Flöckchen Butter dazu und nochmals abschmecken.

Den Wirsing entblättern und im Salzwasser blanchieren. Im Eiswasser abschrecken. 
Kleine Kartoffeln als Pellkartoffel kochen, schälen und in etwas Butter braun braten. Möglichst sehr  kleine Kartoffeln verwenden, die passen dann gut in das Wirsingblatt. Vor dem Einrollen in der Pfanne mit reichlich grob gemörsertem Pfeffer (hier roter Kampot) schwenken. In das Blatt einrollen und in einer Pfanne die Röllchen mit wenig Fett langsam garen lassen.

Glatte Petersilie mit ein paar Erdnüssen, Salz, Pfeffer und Limonenöl zu einem feinen, glatten Pesto verarbeiten.

Ein Eiklar steif schlagen und mit Salz und etwas Pfeffer, sowie einer Prise Zucker verrühren. Dazu Zitronensaft je nach Geschmack. So einfach und ein schöner Name : Zitronenschnee ;)

Der Skrei wird gesäubert, portioniert, mit etwas Zitronensaft beträufelt und gewürzt. Wenig Öl in der Pfanne erhitzt und der Fisch auf der Haut langsam gebraten. Kurz vor Ende der Garzeit aus der Pfanne gehoben, die Haut entfernt und das Filet warm gestellt. Die Haut wird in einer Pfanne mit wenig Öl sehr knusprig gebraten. Achtung, unbedingt eine Pfanne mit gut gehender Beschichtung wählen, sonst könnte man verzweifeln, da alles anklebt.
Die Haut in Chips schneiden muss man nur wenn sie, wie bei mir, zerfallen ist. Aber bitte nicht weiter sagen ;) Wenn nicht, dann im Ganzen auf dem Fisch anrichten, dass ist die bessere Wahl.