Sonntag, 19. August 2012

Langeweile

Blogger/innen haben keine. Und wenn sie doch mal welche haben sollten, dann entspannen sie sich und beschäftigen sich mal mit was gaaaanz anderem: sie lesen in Blog`s. Mal so über den Tellerrand geschaut. Was machen denn die anderem so. Was wird gekocht, wie wird`s  gezeigt. Dümmer wird man ja nicht davon. Und da findet man Lustiges, Grauenvolles, Extremes, Leckeres, Sterneverdächtiges,  Nachahmenswertes  und manchmal auch Rezepte mit dem Wow-Effekt. 


Und so ging es mir, als ich im Blog von  Katharina Seiser gelandet bin. Da habe ich es gefunden, dieses tolle Brot, mit dem Namen den noch keiner treffend übersetzen konnte. Das no-knead-bread! Was mich angesprochen hat, war das Aussehen. Ein Weißbrot mit einer dunklen, wunderbar aufgerissenen Kruste und innen locker und großporig. Ich war begeistert. Und ich habe gelesen und gestaunt. Katharina Seiser hat dieses Rezept übernommen, akribisch ausgewertet und dokumentiert. Hut ab und ich wusste gleich, so genau kann ich das nicht.

Der Anlass für den ich es backen wollte lag weiter weg als die 18 ersten Stunden nach dem Ansetzen des Teiges, aber ich hatte ja gelesen, das könnte noch ein bisschen länger gehen. Und so habe ich es gewagt. Ich habe die Zeit fürs Gehen um 4 Stunden überschritten und beim späteren Falten und Drehen auch gleich ein Geschirrtuch genommen.

 Teig nach dem Gehen: feine, kleine Bläschen

Einen Topf der sich dafür eignete habe ich nicht und so hab ich mich an eine von meiner Mutter überlieferte Form aus Jenaer Glas erinnert, die einen Deckel hat. Sie hat nur einen Durchmesser von 20 cm, ist aber realtiv hoch .Da aber beim Backen das Brot schon nach 25 Minuten am Deckel angestoßen ist, habe ich da schon geöffnet und die letzten 20 Minuten ohne Deckel gebacken. Es ist wunderbar geworden und schmeckt eigentlich gar nicht nach Hefe. Ich verzichte hier auf weitere Rezeptangaben, da die im erwähnten Blog www.esskultur.at einfach so wunderbar und toll beschrieben sind. Also mein Dank an die Verfasserin und bei ihr gibt es noch viele andere, ganz tolle Rezepte zu finden. Also, wenn ihr Langeweile habt, schaut mal über den Tellerrand ;)

1 Kommentar:

  1. Oh, das No-Knead-Bread haben wir auch ausprobiert. Bei uns sah es leider nicht ganz so fein aus wie bei Dir. Aber vielleicht wagen wir noch mal einen Versuch!

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