Zwischen Berg und tiefem Tal


Ja, der Samstag Morgen ist schon im Prinzip ein guter. 

Allerdings bin ich auf die Gnade des bei uns lebenden größeren Haustieres angewiesen. Und es hatte keine. Um kurz nach sechs hatte Wilma ausgeschlafen und beschlossen jetzt in den Wald zu wollen. Ich höre das bis ins Schlafzimmer. Da geht ein Ruck durch diesen Hund und er ( sie ) kommt das Frauchen wecken. Weil Hund kann sich ja nicht vorstellen das es, das Frauchen, nicht gerade auch diese Gelüste nach frischer Luft haben könnte. 


Und dann auch noch Regen. Lang erwartet ist er schon, aber doch bitte nicht heute früh! Ich ergebe mich meinem Schicksal und ganz hinten will die Sonne ja auch schon durch die schwarzen Wolken.

 Und ich freu mich schon ihn zu treffen, unseren neuen Freud. Den lustigen, den immer zu Schabernack aufgelegten, der uns sicher schon erwartet. Meinen täglichen Gang nach Feierabend hat er zeitlich schon auf seinem Plan und die Wochenend-Morgen auch. Er sitzt mal auf dem Feld, mal mitten auf dem Weg und manchmal sehe ich ihn förmlich zwinkern, bevor er weghoppelt. Und er verfehlt sein Ziel nie, der riesengroße Hase. 

Der Hund springt jedesmal an, schießt los und läuft sich müde. Aber den Hasen, den bekommt er natürlich nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob es einer ist, oder wie in der berühmten Geschichte auch zwei oder mehr. Dann wäre Wilma also der Igel.

Und wer am morgen ein paar Kilometer läuft, der darf am Nachmittag ein schönes Stück Kuchen essen. Und darauf freue ich mich schon an diesem trüben, frühen Morgen. 

Am Freitag zum Einkauf habe ich einen Korb wunderbare, dunkelrote, duftende Erdbeeren mitgenommen. Der grösste Teil wurde zu der in der Familie schon sehnsüchtig erwartenden Erdbeerkonfitüre. 

Ein paar gleichgroße, makellose Früchte habe ich beiseite genommen, gewaschen und geputzt. 250 gr. Joghurt, 250 gr. Quark, 250 gr. Mascarpone mit 200 gr. Zucker cremig gerührt. Dazu kam der Abrieb einer Limette und etwas vom Saft. 6 Blatt Gelatine nach Anleitung eingeweicht und aufgelöst und nach Abkühlen unter die Masse gegeben. 1 Becher Schlagsahne geschlagen und als die Masse fest werden wollte untergehoben. 

In meinen Kräutertöpfen wächst in diesem Jahr eine Schokoladenminze. Besser gesagt, die hat es gerade schwer zu wachsen, denn sie passt einfach wunderbar zu Erdbeeren. Also wurde sie wieder geplündert und die Blättchen mit dem Messer zerkleinert. Das kam unter die Masse. 
Einen ganz einfachen, leichten Rührteig hatte ich in einer eckigen Form (ca. 20 x 30 cm) gebacken und abkühlen lassen. Eine dünne Schicht der Masse habe ich darauf gegeben und die Erdbeeren "gestellt". Jetzt bis über die Beeren die Masse gegeben und über Nacht in den Kühlschrank. 


Nun nur noch ausgiebig spazieren gehen und dann darf man am Nachmittag. Das hat so gut geschmeckt, ich hätte am liebsten noch ein Zweites....., ne,nein das geht nicht. Es sei denn, ich spiele das Spiel mit dem Hasen morgen auch mal mit ? Na, dass ist doch ne Idee, oder?

Kommentare

  1. Wunderbar!
    ...die Geschichte, wie auch das leckere Resultat deiner Mühen! :-)
    Danke Wilma!

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  2. Cora, du siehst mich wohl schon hinter dem Hasen rennen ;)

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  3. ach pe, du u. wilma seit ja ein tolles team, herrlich diese leckerei die durch die quasi " hasenjagt " dann zustande kam, lecker-schmecker !!!
    l.g !!

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    1. Die Leckerei war vorher da, ich hab sie mir nur verdient ;)

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  4. schokoladenminze lecker - habe sie voriges jahr im garten gehabt - heuer muß ich sie mir erst wieder besorgen - danke pe für die anregung mal wieder was mit erdbeeren auszuprobieren!

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  5. habe die schokoladnminze schon im garten - und auch noch eine ananasminze!!!

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