Weanerin kocht




Schokotorte ohne Mehl
Rezept aus „Frisch gekocht“ etwas geändert
(in „Frisch gekocht“ wurde sie mit 8 Eiern und ohne Nüsse und je 200 gr. Mehl, Zucker und Butter gemacht)


150 gr. Butter, 150 gr. Kochschokolade, 150 gr. Staubzucker
100 gr. Mandel (auch Nüsse oder anderes kann verwendet werden)
6 Eier, kleine Prise Salz
Backpapier, Tortenform 26 cm Durchmesser

Schokolade und Butter über Wasserbad schmelzen. Eier trennen, Eiweiß mit einer Prise Salz fest schlagen, Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Dazu kommen die geriebenen Mandeln oder Nüsse und die nicht nicht heiße verrührte Butter mit der Schokolade.

Tortenform mit Backpapier auslegen – auch die Ränder und mit der Masse füllen.

Im vorgeheizten Rohr ca. 45 Min bei 160 Grad backen. Einstechen und prüfen ob die Masse durch ist. Nach dem rausnehmen geht die Torte zusammen, was vollkommen in Ordnung ist, da keinerlei Backhilfe enthalten ist.

Dazu schmeckt wunderbar Himbeersauce oder andere Beerensauce mit einem Häubchen Schlagobers.


Bratl auf Salzbett

1,5 – 2 kg Schopf- oder Schulterfleisch im Stück ohne Knochen
5 geh. EL Estragonsenf, 1 knapper TL Englisher Senf (scharf)
5 gr. Zehen Knoblauch, 2 TL gest. Kümmel
2 TL Rosmarin, Salz, gestossener Pfeffer

4 Pak. Salz (1 kg – in dem Fall nehme ich das billigste von Lidl oder Aldi in der Schachtel)
Backpapier

Knoblauch klein schneiden oder pressen und mit dem Senf und den übrigen Gewürzen durchrühren und das Fleisch rundherum einschmieren.
Backpapier auf ein Blech legen und Salz gleichmässig zu einem Salzbett verteilen, das Fleisch darauf legen und im vorgeheizten Rohr mit ca. 140-150 Grad (je nach Herdwärme) ohne Umluft braten lassen. Der Braten wird NICHT aufgegossen oder angestochen. Nur die Uhr stellen und fertig ist der saftige gute Braten, der auch kalt aufgeschnitten köstlich schmeckt.


Rote Rübenrisotto 
(4 Portionen)

2 kleinere rote Rüben
1 Tasse Reis (ca. 170 Gramm)
1 mittelgroße Zwiebel, 4 Zehen Knoblauch, Salz. Pfeffer
150 ml Weißwein, 700 ml Brühe (oder Wasser – habe ¾ Gemüsesuppenwürfel genommen)
5-6 EL Rama flüssig, 1 nussgroßes Stück Butter

Den klein geschnittenen Zwiebel in in Rama flüssig – oder Öl – hellbraun anrösten, dazu kommen dann die geschälten, klein würfelig geschnittenen Rüben und der ebenfalls klein geschnittene Knoblauch, Salz und Pfeffer. Mit Weißwein ablöschen, den Reis dazu geben und mit 1/3 der Suppenbrühe aufgießen .Unter oftmaligem Umrühren auf reduzierter Hitze köcheln lassen. Die Gardauer beträgt so ca. 30 Minuten. Währenddessen wird immer wieder Suppe eingerührt bis der Reis weich und die Rüben kernig sind und das Risotto eine schöne schlotzige Konsistenz hat. Am Schluß Butter unterrühren und mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken.


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Kohlgemüse nach Weanerinnenart
(gut 4 Portionen – kann auch gut eingefroren werden)


1 Happerl Kohl (Wirsingkopfm ungeschält ca. 900 gr.)
4 mittlere mehlige Erdäpfel
2 mittlere gelbe Zwiebel
5-6 große Zehen Knoblauch
50 gr. Bauchspeck (muß nicht sein, kann aber sein – hatte ich noch zu Hause)
ca. 1/8 Öl (etwa 125 ml)
2 gestr. EL Universalmehl
Salz
Pfeffer
1½ – 2 Suppenwürfel (je nach Belieben – ich verwende in dem Fall Rindsuppe)

Die äusseren Blätter vom Kohlhapperl entfernen, den Kohl vierteln und Strunk raus schneiden. Die Viertelstücke in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden. Erdäpfel schälen und ebenfalls vierteln – gut durchwaschen. ½ von den 2 Zwiebel schälen und grob schneiden. Das alles kommt in einen großen Topf und wird mit Wasser aufgefüllt, dazu 2 gestrichene TL Salz und umrühren (der Kohl kocht sich zusammen und so kann der Topf schon gut voll sein). Der Kohl braucht gleich lange wie die geviertelten Erdäpfel 20-25 Min. Stichprobe mit Gabel.

Während der Kohl köchelt wird das Öl erhitzt. Die 1½ Zwiebel fein schneiden und im Öl schön hell anlaufen lassen. Knoblauchzehen schälen, zerdrücken und fein schneiden. Der Bauchspeck wird – so vorhanden – ebenfalls in kleine Stücke geschnitten. Knoblauch und Bauchspeck kommen erst zu den Zwiebeln wenn dieser leicht goldig ist und werden dann kurz mit geröstet. Nachdem alles gut durchgeröstet ist, fügt man das Mehl dazu und so bekommt man unter dauerndem Umrühren nach ein paar Minuten eine schöne helle Einbrenn.

Nachdem der Kohl fertig gegart ist wird er abgeseiht und ca. 500 ml vom Kochwasser beiseite genommen. Kohl mit den Erdäpfel wieder in den Topf schütten und mit einem Stampfer durchstampfen. Das abgeseihte Kohlwasser kommt dann zu den eingebrannten Zwiebel und wird kurz mit 1 – 1 ½ Suppenwürfel kurz aufgekocht. Das schüttet man dann zum zerstampfen Kohl und unter Umrühren nochmals aufkochen lassen. Wenn man es fein möchte so kann man nur kurz mit dem Pürierstab dickere Strunke durchmixen, jedoch sollte er nicht komplett püriert werden. Salzen und Pfeffern nach Geschmack nicht vergessen – Kohl mag Pfeffer!

Dazu serviert wird eine Burenwurst. Rindfleisch, respektive ähnliches oder nur das Kohlgemüse ohne Wurst. Eine gute deftige Scheibe gutes Brot (Mischbrot, dunkles Brot - jedoch kein Weißbrot) darf nicht fehlen.

Ein Bierchen rundet die Mahlzeit ab – Prost, Mahlzeit!

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Fasanbrust in Knusperhülle (2 Portionen)


2 Fasanbrüste
4-6 Streifen Bauchspeck geräuchert (je nach Breite/Länge)
Salz, Pfeffer
2-3 EL Rama flüssig zum anbraten (oder Butter)

50 gr. Butter
50 gr. Knödelbrot (trockene Weißbrotwürfel)
1 geh. EL Cashewnüsse
1 geh. EL Preiselbeermarmelade
eine Prise Chili von niedriger Schärfe


Weißbrot und Cashewnüsse in Moulinex (Multiquick) zerkleinern, jedoch etwas grober lassen. Die Butter erweichen, dazu kommt dann das zermahlene Knödelbrot, und die Preiselbeermarmelade sowie eine kleine Prise Chili (je nach Geschmack). Die gut abgemischten Zutaten auf Plastikfolie in der Brustlänge auftragen – ca. 12-14 cm Länge/Breite und ca. 5 mm dick.

Die Fasanbrüste salzen, pfeffern, in Speckstreifen einwickeln (diese mit Zahnstochern befestigen), im Fett rundherum rasch anbraten und dann gleich die Zahnstocher wieder entfernen. Die Brüste dann auf die Knusperhülle legen und mittels Folie einrollen. OHNE Folie auf Backpapier/-blech setzen und im vorgeheizten Backrohr ca. 25 Min bei ca. 140-150 Grad Umluft knusprig fertig braten. Nach ca. 15 Min auf Oberhitze damit die Rollen goldbraun sind und knusprig werden.

Karotten-/Erdäpfelpüree

1 gr. Karotte
3 mittlere Erdäpfel
1 geh. EL Butter
100 ml Milch (kann man auch mit Obers mischen – oder nur Obers nehmen)
Salz
Prise Chili

Karotten und Erdäpfel schälen, die Karotten in ca. 4-5 mm dicke Scheiben schneiden, Kartoffeln vierteln und in Salzwasser weich kochen – ca. 20-25 Min.

Die erwärmte Milch und die Butter in die zerstampften Karotten/Erdäpfel gut einrühren und mit Salz und etwas Chili würzen.


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Es ist wieder Jagdsaison!  Wildentenbrust


… und wieder hat mir Taliska unsere 5-jährige Falkendame etwas „Leckeres“ auf den Teller gelegt. Taliska ist ein ausergewöhnlicher Falke. Sie jagd Fasane in Ungarn und Burgenland, Moorhühner in Schottland und auch Wildenten in der Steiermark. Taliska wird als Anwarterfalke geflogen. Das bedeutet sie bleibt in der Nähe des Falkners sowie der Hunde, und wartet geduldig bis das Hochwild (alles was fliegt) hoch gemacht wird. Sie selbst fliegt meistens sehr, sehr hoch in den Himmel hinauf, realisiert sehr schnell wenn sich Flugwild erhebt und sucht sich mit ihren „Falkenaugen“ eine Beute aus und stößt dann mit enormer Geschwindigkeit (bis zu 300 km/h) gezielt auf diese nieder und erlegt sie oft schon im Flug. Ich muß sagen sie arbeitet äusserst professionell.

Dieses mal servierte mir Taliska nur 20 Meter von mir entfernt eine schöne Wildente. Nun war es an mir diese auf den Teller zu bringen. Aus Zeitmangel - auch der Hunger trieb mich - schreibe ich nur kurz die Zubereitung ohne Mengenangaben.

Zuerst habe ich beide Entenrücken ausgelöst (den Rest bekommen die Hunde und Vögel zur Belohnung) und gekreuzt eingeschnitten, gesalzen, gepfeffert und mit der Fleischseite in ganz wenig heißem Wasser zum kurz ankochen eingelegt - diesen Trick habe ich von meiner Mitkandidatin einer Chinesin bei den Kochchampions erfahren. Dann wird sie noch im Wasser gewendet und nachdem das Wasser verkocht ist auf der Hautseite gut angebraten und anschließend mit Honig bestrichen und etwas Thymian bestreut. Auf einer Folie wandern die Brüstchen bei ca. 150 Grad Umluft für 30 Min. ins Rohr in eine obere Etage.

Dazu hatte ich bereits fertig gekochte tiefgefrorene Gnocchi mit Roggenmehl (gekochter Erdäpfelteig läßt sich hervorragend einfrieren, soferne er ein wenig gebuttert ist - Teig wird immer gemacht wie Erdäpfelknödel die hier schon oftmals beschrieben wurden).

Während die Brüstchen im Backrohr langsam gar brieten habe ich eine kleine fein geschnittene rote Zwiebel im Fettbratenrückstand kurz angeröstet und mit Portwein gelöscht. Dazu 2 Esslöffel Zwetschkenmarmelade – die ich natürlich selbst eingekocht habe – und unter nochmaliger Zugabe von Portwein ein wenig reduziert, so daß sie ohne Bindemittel schön dicklich war. Nach dem Herausnehmen der Brüstchen schüttete ich den Saft aus der Folie zu meiner Zwetschken-Portweinsauce, die ich mit dem Pürierstab in einem hohen Gefäß verfeinert habe.

Voila.... fertig war das kurze, schnelle Abendessen der Falknersfrau. Der Falknermeister erfreute sich an dem wunderbaren Wildentenbrüstchen - die zwar nicht rosa war, aber im Mund buchstäblich zergangen ist - mit Gnocchi und Sösschen! So wird Entchen - was für viele unter uns ein Festtagsessen ist - bei Falknern ein schnelles Abendmahl ;-) !


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Butternusskürbissuppe (4 Pers.)


1 Butternusskürbis – eher klein (ca. 900 gr.)
1 Orange
1 geh. EL Ingwer
4 EL Rama flüssig (oder Öl/Butter)
1 gr. Zwiebel
100 ml Wein
250 ml Obers
500 ml Gemüsebrühe
Salz
Chilliflocken

Zwiebel fein schneiden und im Fett goldbraun anrösten. Der Kürbis wird geschält, ausgeschabt und in Würfel geschnitten und dem Zwiebel zugefügt. Ingwer entweder reiben oder klein schneiden und ebenfalls beimengen. Mit Weißwein ablöschen und Obers sowie Brühe aufgießen. Eine Prise Chilliflocken und ein gestr. TL Salz. Der Kürbis ist in ca. 10 Min weich – je nach Würfelgröße. Mit dem Stabmixer gut pürieren und abschmecken. Die Suppe kann mit einem Schlagobershäubchen serviert werden oder auch nur mit Croutons (Weißbrot klein würfelig geschnitten und in Butter sowie ein wenig Kräutern goldbraun geröstet). Sollte die Suppe zu dick sein mit etwas Brühe und/oder Obers verdünnen.




Rehschlegl mit Maronen und Gnocchi (4 Pers.)

1,2 kg Rehschlegl ausgelöst
100 gr. Rauchspeck
1 geh. TL Wildgewürz rustikal von Spiceworld
Salz, Pfeffer
120 ml neutrales Öl zum anbraten
1 Bund Grünzeug
1 gr. rote Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
10-15 Wacholderbeeren
2-3 Lorbeerblätter
125 ml Portwein
250 ml Rotwein (ich habe Merlot genommen – was eben zu Hause und gut ist)
250 ml Wasser (eventuell Wildfond – ich habe 1 EL Gemüsefondpulver von Spiceworld verwendet, da mir der gekaufte Wildfond nicht schmeckt und ich keinen vorgekocht habe)
2 EL Wildpreiselbeeren (wenn man es gerne leicht süßlich hat)
Zur Fertigung:
2 EL Creme fraiche
125 ml Schlagobers
1 EL Mehl
1 EL Waldpreiselbeeren (wenn man es noch süßer möchte)
Zwirn zum binden!

Das Rehschlegl wird von den Sehnen und der Hautreste befreit und so geschnitten, daß man zwei bis drei Rouladen rollen kann. Salzen, pfeffern und mit dem Wildgewürz beidseitig bestreuen, dann mit den dünn geschnittenen Speckstreifen belegen, einrollen und binden. Grünzeug schälen und nur halbieren, Zwiebel schälen und achteln, Knoblauch schälen und halbieren. Die Rouladen werden in neutralem Öl (eventuell Maiskeim oder Sonnenblume) scharf rundherum angebraten, wenn sie rundherum schön Farbe genommen haben raus nehmen und das Gemüse in dem Bratensaft ebenfalls kurz anrösten und mit Port- und Rotwein sowie dem Gemüsefond aufgießen. Dazu kommen nun die Wacholderbeeren, die Lorbeerblätter und 2 EL Wildpreiselbeeren. Alles wird gut umgerührt und die Rouladen werden eingelegt und in den Saft eingebettet. Ab damit ins vorgewärmte Backrohr ca. 3 Stunden mit ca. 130 Grad je nach Herd. Zwischendurch mal wenden und umrühren. Anschließend etwas rasten lassen.

Wenn das Reh gar ist raus legen und Saft abseihen und zwischezeitlich auf einen Teller legen. Das Wurzelewerk in den Saft legen und mit dem Pürierstab durchmixen. Obers mit Creme fraiche und einem EL Mehl gut verrühren und in die Sauce untermischen (sowie eventuell noch etwas Preiselbeeren verfeinern). Eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und nochmals pürieren – falls notwendig absehen (war bei mir nicht notwendig) und kurz nochmals aufkochen lassen. Danach wird das läßt man die Rouladen noch kurz durchziehen.


Maronen

1 EL Butter
2 ELZucker
3 EL Wasser

Die Maronen werden entweder roh geschnitten ins Rohr gelegt und ausgelöst oder fertig geschält gekauft.

Zucker und Butter leicht karamelisieren, Wasser zugfügen und die Maronen darin so lange ziehen lassen bis das Wasser verkocht ist.


Erdäpfeltaler

Die Erdäpfeltaler werden genauso wie der hier bereits beschriebene Erdäpfelteig oder die von Pe bereits veröffentlichten Gnocchis zubereitet . Ich habe dieses mal anstatt nur Mehl Roggen-/und Weizenmehl verwendet, da ich nicht genügend Roggenmehl zu Hause hatte. Ja, das ist meine Küche.... nicht perfekt aber alt und gut – verwendet wird stets das was gerade im Kastl ist oder weg muß ;-) !

Aus dem Erdäpfelteig kleine Kugeln formen und diese flach drücken. Man kann die auch mit der Gabel etwas verzieren oder einfach glatt lassen. Diese werden in je zur Hälfte Butter-Ölgemisch (oder Rama flüssig) goldbraun gebraten – nicht kochen!




Scottish Chranachan

2 Packerl Tiefkühlhimbeeren (je 300 gr.)
2-3 EL Zucker
Schlagobers
5 EL Whisky – Ich habe Talisker verwendet, wenn möglich aber Schottischen!
3 EL Honig
3 EL Haferflocken
1 EL Zuckere

Die in einem Sieb aufgetauten Himbeeren ein paar Minuten mit Zucker aufkochen lassen und mit dem Mixstab pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Kalt stellen!

Schlagobers schlagen – eventuell ein Packerl Sahnesteif untermischen.

Whisky mit Honig gut vermischen und unter den Schlagobers einrühren.

Haferflocken anrösten und wenn diese bereits Farbe haben mit etwas Zucker fertig rösten lassen – so werden sie schön knusprig.

Abwechselnd Schlagobers, Haferflocken, Himbeeren und wieder Schlagobers. Mit Haferflocken bestreuen und Himbeere verzieren.






Kirschbeutelchen auf  Chilischokospiegel 
(4 Portionen)



200 gr. Kirschen (mind. 16 Stück)
2 EL geriebene geröstete Mandeln
ca. 20 gr. Rohmarzipan

8-12 Stk. Amarettini (je nach Größe – pro Portion 1 gehäufter EL gestoßen)
1 geh. EL flüssige Butter 

2 x 2  Strudlteigblätter oder Filoteig
2 geh. EL zerlassene Butter (40-50 gr) zum Bepinseln

200 gr. Zartbitterschokolade
125 ml Obers
Chili Schärfegrad 3-4 von Spiceworld (ca. 1 gestr. TL je nach Schärfegrad)

Für die Deko:
Kirschen Schlagobers 
und
Staubzucker zum bestreuen

Backpapier


Die Kirschen waschen, entkernen und anstelle des Kirschenkerns  ein kleines Stück Marzipan in die Kirsche stecken. Die gerösteten, geriebenen Mandeln mit dem Zucker verrühren und die Amarettini zermörsern und 1 geh. EL geschmolzene Butter zufügen und gut vermischen.

Den Strudlteig in 2 Hälften schneiden. Die erste Lage Strudelteig auf feuchtes Tuch legen und gut mit Butter bestreichen. Dann die 2. Lage diagonal drauf legen und wieder gut mit Butter bepinseln. In die Mitte 1 Löffel Butteramarettini, 4 Kirschen,  darüber etwas geriebene Mandel.  Die Teigblätter zu einem Beutelchen formen und verschließen und noch ein wenig mit Butter bepinseln. Das auf 180 Grad vorgeheizte Rohr auf 150 Grad reduzieren und mit Umluft  ca. 10 – 15 Min. Der Strudelteig soll schön goldbraun sein!

Währenddessen Kochschokolade mit Obers über Wasserbad schmelzen lassen und die milden Chiliflocken einrühren – Vorsicht!!!!! Je nach Schärfegrad abschmecken, die Schärfe darf nicht überhand nehmen. 

Etwas Schlagobers zur Dekoration schlagen.

Die Kirschbeutelchen werden auf dem Schokospiegel angerichtet und mit etwas geschlagenem Obers, Kirsche, eventuell Minzblatt  und Staubzucker dekoriert.

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DIÄTIGES ERDBEERTIRAMISOU 
(8-10 Stück mit je ca. 200-250 kcal)





ca.30 Biskotten (Löffelbiskuit)
500 gr. Erdbeeren geputzt
250 gr. Magerjoghurt
250 gr. Magertopfen
250 gr. Vanilleqimiq
2-3 TL Süßstoff flüssig

50-100ml. passender Fruchtlikör oder Fruchtsaft (ich habe Weichsellikör verwendet)

Saft einer halben Zitrone
6 Blatt Gelatine

Kakaopulver zum besieben

Die Erdbeeren waschen, putzen und pürieren.

Qimic gut aufschlagen, Topfen und Joghurt ebenfalls gut aufschlagen. Mit Süßstoff (je nach Belieben süßer oder weniger süß) abschmecken. Dazu kommen 2/3 der pürierten Erdbeeren.

Das restliche Erdbeerpüre mit Lokör vermischen und zum tunken der Biskotten verwenden.
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Kurzes Resümee der letzten Wochen und 
Wichtiges zum Erdäpfelteig


Diesmal wurde es punktemässig nur der 2. Platz bei den Kochchampions mit Andi und Alex! Ja, man muß auch „Zweiter“ an Punkten sein können! Nichts desto trotz hat es mir großen Spaß gemacht bei Andi und Alex am Herd stehen zu dürfen.


Präsentiert wurden meine Blunzen-Laugenstangerlknödel (die bereits im Blog vorhanden sind), dreierlei süße Verführungen und Kirschbeutelchen auf Chilischokosauce die hier auch einen Platz finden werden. 

Lisl Wagner Bacher (Granddame der Österreichischen Küche) sowie auch Karl Hohenlohe (Heraugeber Gault & Millau) waren von allen meinen Gerichten sehr angetan und ich war und bin stolz die Österreichische Küche zu vertreten.



Nach der Kochsendung war ich zur Kur im schönen Waldviertel und es ist und war mir bewußt daß Abnehmen angesagt ist. Doch was gibt es im Waldviertel? Köstliche Mohnzelten und viele Köstlichkeiten mit Mohn und aus Erdäpfelteig.  Erwähnen möchte ich noch, daß im Waldviertel köstliche Erdäpfel wachsen

Deshalb möchte ich nochmals den Erdäpfelteig hervor heben. Ja natürlich, eine altmodische 
G´schicht und absolut nichts Modernes, die ich als Vertreterin der alten Böhmisch-Österreichischen-Küche pflegen möchte. Ich erinnere mich aber gerne an die „alte Küche“, die trotz ihrer Einfachheit köstlich schmeckt und vor allem für heute jedes meist leere Börserl leistbar ist.

Der Erdäpfelteig ist sehr vielseitig verwend- und einsetzbar. Seien es nun Powidltatschkerl, Marillen- oder andere Obstknödel sowie Erdäpfelknödel zum Schweinsbraten oder zur Martinigans. Auch Grammel- oder Wurstknödel sind doch nicht zu verachten. 

Ich habe mir am Wochenende eine Erdäpfelroulade in den Kopf gesetzt und diesmal ging der gute Erdäpfelteig ins Rohr anstatt ins Wasser.

Gefüllt wurde die Erdäpfelroulade mit Faschiertem (gem. Hack) und Grammeln. Man kann diesbezüglich seiner Fantasie freien lauf lassen. Von mir verwendet wurde



„mein Erdäpfelteig“
300 gr. Faschiertes
1 gr. Zwiebel
3 gr. Knoblauchzehen
Salz, Thymian, Majoran und Chili 
100 gr. Grammeln
2 Eier
Mehl für die Arbeitsfläche 

Die Zwiebel werden klein geschnitten und in wenig Fett angebraten. Dazu das Faschierte, Knoblauch, die Gewürze und einfach alles ein paar Minuten rösten. Etwas abkühlen lassen und mit den Eiern vermischen. Fertig ist die Fülle. Ich habe die erste Linie mit Grammel gefüllt und dann das Faschierte über den rechteckig ausgerollten Teig gut verteilt. Die Unterlage sollte gut bemehlt werden, daß der Teig nicht auf der Arbeitsfläche kleben bleibt. Eine Roulade formen und in Backpapier einrollen. Das ganze wird dann noch mit Folie umwickelt und geht für 40-45 bei 160 Grad Umluft ins Rohr.

Die Roulade nach dem Erkalten aufschneiden und in wenig Fett (ich nehme zur Zeit aus Kalorienersparnisgründen Rama flüssig zum braten und backen anstatt Butter) goldbraun beidseitig anbraten. 

Zur Zeit befinde ich mich auf dem Abnehmtripp, doch einmal in der Woche gibt es immer etwas Deftiges um den Körper nicht allzu sehr an die Reduktion zu gewöhnen.

Für Tips, Tricks und Erfahrungen bin ich euch sehr dankbar und viel Spaß bei euer Kreativität und den Erdäpfelexperimenten ;-) !





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Spargel mit Kartoffelmayonnaise




SPARGEL MIT KARTOFFELMAYONNAISE, KARTOFFERL UND SCHINKENSPECK 
(4 Portionen Vorspeise – oder bei Reduktion Hauptspeise)

Motto: Entwässern, Entspecken, Diäteln – es muß nicht immer fette Mayo oder Hollandaise sein ;-) !


ca. 1 kg Spargel
12 kl. Kartoffeln 
150 gr. Schinkenspeck
Salz
Zucker
Butter

Für die Kartoffelmayonnaise mit Bärlauch 

2 kleine Kartoffel 
1 Eigelb
125 ml Suppenbrühe
50 ml neutrales Öl
1 gestr. TL Salz
weißer Pfeffer
1 gr. EL Bärlauchpesto (Bärlauch in Olivenöl)
ODER zerhackter Bärlauch
ODER 4 Zehen Knoblauch

Die Kartofferln kochen, danach schälen und halbieren.

2 (4 halbe)  Kartoffel mit dem Eigelb, Salz, Pfeffer und der Suppenbrühe in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab fein pürieren. Dann wird das Öl und das Bärlauchpesto mit püriert. Es kann auch frischer Bärlauch  oder Knoblauch verwendet werden. Sollte die Masse etwas zu dick sein entweder mit Brühe, Sahne oder etwas Öl verlängern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. DieKartoffelmayo kann noch warm oder auch kalt gegessen werden.

Den Spargel waschen, schälen und ca. 5-8 Min kochen. Dem Kochwasser mind. 1 geh. TL Salz und 1 geh. TL Zucker sowie 1 TL Butter beifügen. 

Aus dem Schinkenspeck Roserln formen und im Backrohr braten bis sie gut knusprig sind – diese können aber auch um Kalorien zu sparen weggelassen werden.

Den abgeseihten getrockneten Spargel wie auch die Kartoffel in etwas Butter anbraten, mit Sauce sowie dem gebratenen Schinkenspeck anrichten und mit Lava- oder Meersalz nochmal drüber salzen. 


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Mohr im Hemd   
Originalrezept aus dem SACHER (Wien)




Der „Mohr im Hemd“ ist eine typische Süßspeise der Wiener Küche. Dahinter verbirgt sich ein kleiner, dunkler Gugelhupf, der mit heißer Schokoladensoße übergossen und mit Schlagobers (Sahne) garniert wird. Am 14. März 1888 wurde Verdis „Otello“ in der Wiener Hofoper zum ersten Mal aufgeführt. Als Andenken an die Hauptfigur – einen Feldherrn dunkler Hautfarbe - konnte man kurz darauf die passende Mehlspeise in vielen Wiener Kaffeehäusern finden!  

für 8 Portionen
50 gr Zartbitterschokolade
30 gr Staubzucker
3 Eier
3 cl Rum
2 EL Kristallzucker (für den Schnee)
50 gr Semmelbrösel(Paniermehl)
50 gr Biskuitbrösel (oder Biskottenbrösel)
2 EL Milch
50 gr Haselnüsse oder Walnüsse (geröstet und gerieben)
Prise Salz

100 g Butter (flüssig, für die Formen)
3 EL Kristallzucker (für die Formen)

Für die Schokoladesauce:
150 gr Zartbitterschokolade (dunkel)
150 ml Milch
20 g Kristallzucker
100 ml Schlagobers (süße Sahne) (flüssig)
½ Vanilleschote (aufgeschnitten)
80 g Butter (weich)
1 cl Cognac oder Rum

    250 ml Schlagobers (halbsteif geschlagen, für die Garnitur)


Kleine Auflaufformen mit flüssiger Butter ausstreichen, mit Zucker ausstreuen und kalt stellen (damit die Masse aufgehen kann, ohne überzulaufen). 

Kuvertüre im heißen Wasserbad schmelzen. 

Eidotter und Staubzucker schaumig schlagen, Rum beifügen,  die Kuvertüre einlaufen lassen. 

Eiklar mit Kristallzucker sowie einer Prise Salz halbsteif aufschlagen und etwa 1/3 des Eischnees vorsichtig unter die Schokolademasse ziehen. Semmelbrösel mit Biskuitbröseln und Milch vermengen und gemeinsam mit den Nüssen und dem restlichen geschlagenen Schnee unterheben. Masse maximal 3/4 hoch in die Formen füllen. Eine Backform 2 cm hoch mit Wasser füllen und die Formen hineinstellen. Im vorgeheizten Backrohr bei 170 °C ca. 20 Minuten – ohne Umluft - backen. 

Für die Schokoladesauce Milch mit Schlagobers, Zucker und Vanilleschote zum Kochen bringen. Ohne Vanilleschote über die grob zerkleinerte Kuvertüre gießen und diese auflösen. Die weiche Butter aufschlagen und die Schokolademischung unter ständigem Rühren einlaufen lassen. Abschließend mit Cognac oder Rum aromatisieren. Die warme Schokoladesauce über die gestürzten Mohren im Hemd gießen und mit dem nicht ganz fest geschlagenen Obers garnieren.

Empfehlung zu diesem Rezept: Kaffee oder edelsüßer Weine (Spätlese, Beerenauslese)



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Spinatsuppe mit Tomantenflocken
ca. 3 Portionen




auch für Diäten geeignet, ohne Obers: einfach, ausgezeichnet, gesund – pro Teller etwa 130 kcal

3-4 EL Chilliöl (falls nicht vorhanden mit etwas  mildem Chilli würzen)
1 mittlere Zwiebel
4 EL Weißwein
150 gr. frischer Blattspinat
2 Eckerl Käse (Rahmschmelzkäse)
750 ml Gemüsebrühe
1 guter TL Maizena
3 EL Milch (kann auch Magermilch sein)
Salz, Pfeffer
Tomatenflocken (von Spiceworld)

Zwiebel klein schneiden und im heißen Chilliöl goldbraun anbraten, mit Weißwein löschen, den Wein  etwas verkochen lassen  den Spinat gut waschen und unter umrühren mit anrösten bis er zusammenfällt, und Suppenfond aufgießen. Nur kurz aufkochen lassen. 1 TL Maizena mit 3 EL Milch vermischen und in die Suppe einrühren. Die Käseecken in Stücke schneiden und ebenfalls in die Suppe mit Mixstab gut vermixen.

Die Tomatenflocken dienen nicht nur als Deko. Sie sind nicht nur süßlich und knusprig, sie harmonisieren sehr gut mit dem Spinat und der leichten Schärfe. Die hier verwendeten stammen von der Firma Spiceworld

Ich stelle mir vor, daß diese Suppe auch ausgezeichnet mit Brennesselblätter schmeckt – diese müßten dann allerdings ca. 5 Min. gekocht werden



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Galaktoboureko  



nach Art der Weanerin (6 Portionen)
(Griechischer Grießkuchen auf wienerische Art)

2 Pak. Strudelteig (insgesamt 8 Blatt), es kann auch Filoteig verwendet werden
50 gr. Butter

500 ml Milch
70 gr. Grieß
30 gr. Butter

3 Eier
70 gr. Zucker
2 Pak. Vanillezucker
1 knapper TL Vanilleextrakt
Prise Salz
1 große Orange

200 ml Wasser/Orangensaft (insgesamt)
3 EL Zucker
1 EL Honig



Eierdotter vom Eiweiß trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz zu einem festen Schnee schlagen. Die Eidotter mit dem Zucker, Vanilleextrakt und Vanillezucker schaumig schlagen. Die Orange zur Hälfte (wenn möglich in einem Stück) mit dem Sparschäler dünn abschälen und die Schale für das Grießkoch beiseite legen, die zweite Hälfte der Orange abreiben. Die Zesten und den Saft der halben Orange in die schaumige Dottermasse gut einmixen.

Die Milch leicht aufkochen, Grieß einrieseln lassen und mit der  Orangenschale und unter dauerndem Rühren knappe 10 Min leicht köcheln lassen bis eine dickliche Masse entsteht. Orangenschale entfernen und die Butter in das heiße Grießkoch untermengen. Etwas abkühlen lassen.

Dann die Eidottermasse mit dem Grießkoch gut durchrühren und zum Schluß wenn die Masse ausgekühlt ist das Eiweiß unterheben.

Blech (oder Pfanne) mit Backpapier auslegen und dann die ersten vier Teigblätter kreuzweise Schicht für Schicht auflegen. Jede einzelne Schickt wird mit zerlassener Butter bestrichen. Nach der vierten Schicht wird die Masse mit 3-4 cm Randentfernung darauf verteilt. Danach werden die Teigränder über die Masse geklappt. Für die Deckschicht vier zugeschnittenen Teigblättern die wieder jeweilig mit Butter bestrichen werden abdecken. Auch die letzte Schicht wird mit Butter bestrichen und etwas Wasser bespritzt. Die oberen Blätterschichten sollten gleich mit einem sehr schaften Messer in Stücke eingeteilt werden.  Der Kuchen kommt für ca. 40 Minuten bei 150 Grad Ober/Unterhitze ins Backrohr bis er schön goldbraun  und knusprig ist.

Für den Sirup wird der Saft der restlichen halben Orange mit Wasser auf 200 ml ergänzt und mit 3 EL Zucker sowie 1 EL Honig aufgekocht. Den Sirup gut 15 Min. einreduzieren lassen bis er dickflüssig wird. 

Der  etwas ausgekühlte Kuchen wird am Blech geschnitten und mit dem Sirup bestrichen!

KALI OREXI – was „Guten Appetit“ bedeutet !

P.S.: mit den restlichen abgeschnittenen Teigblättern habe ich 2 Apfelsäckchen gebacken!


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Mohnpalatschinken mit Zwetschgenröster
(6 Personen)




Palatschinken:
150 ml Milch
50 ml Obers
1 Ei
20 gr. Staubzucker
70 gr. Mehl (Universal)
50 gr. gemahlener Mohn
25 gr. Butter (ca. 1 EL)
Prise Salz

Fülle:
200 gr. Topfen
150 ml Obers
80 gr. Zucker
2 Pak. Vanillezucker
Saft und Zesten einer Zitrone
2 Blatt Gelatine

Zwetschkenröster:
entweder Fertigröster
oder Zwetschken oder Pflaumen je 3 Stück pro Person
Prise Zimt
1 kleines Stamperl Rum

ein gehäufter EL weiche Butter zum backen!


Palatschinken:
Milch, Obers, Ei, Mehl, Staubzucker, Prise Salz, Mohn und leicht flüssige Butter vermixen und für mind. 30 Min. kalt stellen und rasten lassen. Danach sollte der Teig eine schöne dickflüssige Konsistenz haben. 

Die Palatschinken werden in einer beschichteten mit weicher Butter ausgepinselten Pfanne dünn auf beiden Seiten gebraten – nach eingießen in der Pfanne schwenken, der Teig soll sich gut in der Pfanne verteilen. Falls notwendig noch mit etwas Milch verdünnen.

Fülle:
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Obers steif schlagen. Zitrone heiß abwaschen und Zesten in die Topfenmasse reiben. Dann den Saft in einen kleinen Topf pressen. Topfen mit Zucker, Vanillezucker und den Zesten gut verrühren. Von der Topfenmasse 2 EL in den Topf mit der flüssigen Zitrone und erhitzen, darin wird dann die ausgedrückte Gelatine aufgelöst. Die warme Gelatinemasse dann mit dem restlichen Topfen vermischen und in die kalte Masse dann den geschlagenen Obers unterrühren. Auf gut eine Stunde im Eiskasten stocken.


Zwetschkenröster:
Ich hatte noch Zwetschkenröster eingekocht zu Hause. Es besteht aber die Möglichkeit welchen zu kaufen.  Ca. 8-10 EL (pro Person gut 2 gehäufte EL) Zwetschkenröster mit dem Rum und etwas Zimt verfeinert gut 10 Min. einkochen lassen.

Für Zwetschken/Pflaumenkompott werden diese in Spalten geschnitten und mit Zucker karamellisiert. Mit etwas Wasser und Rum (gut ist auch Rotwein) aufgießen sowie Zimt beifügen. Reduzieren lassen bis kaum mehr Flüssigkeit vorhanden ist.

Die warm gehaltenen Palatschinken mit der Topfenmasse füllen und auf warmen Tellern auf den Zwetschken anrichten! Mit Staubzucker bestäuben

Zur Deko kann man auch noch einen Tupfen geschlagenen Obers und Minzblätter drauf setzen – hatte ich leider nicht zu Hause ;-) !



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Kardinalschnitte



Biskuit:
4 Eigelb
2 ganze Eier
100 gr. Stubzucker
100 gr. Universalmehl

Baiser :
4 Eiweiß
250 feiner Zucker
kleine Prise Salz

Für die Fülle
250 ml Schlagobers
1 Pak. Sahnesteif
2 Pak. brauner Vanillezucker



Marmelade (Erdbeere, Ribisl, Marille, Orange oder Lemon - erlaubt ist was schmeckt)
Staubzucker zum bestreuen

Für die Baisermasse Eiklar mit einer geringen Salzprise etwas schlagen und dann den Kristallzucker einrieseln lassen und mitmixen bis eine steife Masse entsteht. 

Für das Biskuit die 4 Dotter und 2 Eier mit dem Staubzucker gut schaumig mixen bis eine lockere Masse entsteht. Dann das Mehl etappenweise einsieben und unterheben.

Die Baisermasse in einen Spritzsack füllen und auf ein vorbereitetes Backblech mit Backpapier in gut 2 cm dicken Streifen aufspritzen. Zwischenraum für das Biskuit jeweils gut 2 cm frei lassen. Die Masse paßt auf ein Backblech!

Danach wird der Biskuitteig in die freien Bahnen wieder mit dem Dressiersack eingefüllt (unter dem Motto Weiß-Gelb-Weiß-Gelb-Weiß...)

Backrohr auf 160 Grad vorheizen und auf mittlerer Schiene ca. 25 Min backen - bis der Baiser und das Biskuit leicht gebräunt ist.

Den fertigen Kuchen auskühlen lassen und in zwei Hälften (falls nicht schon beim Aufspritzen geteilt wurde) teilen und vom Backpapier lösen. Beide Hälften wenden so daß die untere Backfläche mit Marmelade beschmiert werden kann.

Die Fülle aus dem geschlagenen Schlagobers mit Sahnesteif und Vanillezucker auftragen und die obere gebräunte Hälfte drauf legen und mit Staubzucker bestäuben.

Mind. 1 Stunde kalt stellen!


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Erdäpfelgulasch
(3 Portionen)


6 - 7 mittelgroße Erdäpfel (ca. 700 Gramm)
2 mittelgroße Zwiebel (ca. 250 Gramm)
2 Knoblauchzehen
1 gehäufter EL getrockneter Majoran
1 gehäufter TL Kümmel (ganz)
2 gestr. EL Rosenpaprikapulver
1 gestr. TL Chilli
1 gestr. TL Salz
1 TL Tomatenmark
1 guter TL milder  Essig (Apfel-, Hesperiden- oder Weinessig)
500- 600 ml Rindsuppe  (Wasser/Suppenpulver/-würfel) 
Salz, etwas Pfeffer
200 gr.  Dürre (g´schmackige Braunschweiger oder Debreziner)
10 EL Öl zum anbraten
1 nussgroßes Stk. Butter
1 voll geh. TL Maizena (Stärkemehl) + 200 Wasser zum binden

Zwiebeln schälen und in kleine Würfelschneiden und im Öl goldbraun anbraten. Knoblauch schälen und fein hacken und unter den glasigen Zwiebel mischen. Erdäpfel schälen und in Würfel schneiden. Wenn die Zwiebel etwas angeröstet sind die würfelig geschnittenen Erdäpfel und den geschnittenen Knoblauch darunter mischen und kurz mitrösten. Dazu kommt unter umrühren der Paprika, Majoran (mit den Fingern zerrieben),  Kümmel,  Salz,  Chilli und das Tomatenmark. Abgelöscht wird mit einem TL herkömmlichen milden Essig. Mit Wasser aufgießen, Suppenpulver einrühren und ca. 10 Minuten dünsten lassen. Dann wird die in kleine Würfel geschnitte Dürre (oder eben andere g´schmackige Wurst) für die restlichen 5 Minuten mitgekocht – wenn nötig etwas Wasser nachgiessen. Wenn die Kartoffel weich sind Stärkemehlgemisch einrühren und mit etwas Butter verfeinern.

Dazu serviert wird frisches Schwarzbrot, Kümmelweckerl, Semmeln oder Salzstangerl – je nach Wunsch. 

Ein Seiderl Bier dazu sollte nicht fehlen – PROST !


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Scheiterhaufen
(Nachspeise für 4 Personen)





4 mittelgroße säuerliche Äpfel (es können auch Marillen oder Zwetschken verwendet werden – siehe unten) 
4 geh. EL Zucker (ca. 80 gr. - je nach Vorliebe mehr oder weniger)
2 TL Zimt
3 EL Zitronensaft

450 gr. Milchstriezel (oder Kipferl/Brioche)
250 ml Milch
2 Eier
3 geh. EL Zucker (ca. 60 gr.)
2 EL Rumrosinen
1 Pak. Vanillezucker
1 kleine Prise Salz

1 gr. EL Butter zum beflocken
Butter zum ausstreichen der Form (Gesamt ca. 30 gr.) 

Staubzucker zum bestreuen!


Striezel (oder ähnliches Milchgebäck) in ca. 8-10 mm dünne Scheiben schneiden. Milch, Eier, Prise Salz, Zucker und Vanillezucker gut verrühren. Rumrosinen unterrühren. Milch-/Eimasse über die Striezelstücke gießen und ca. 5-10 Min. weichen lassen. 
Zwischenzeitlich Äpfel schälen, Gehäuse ausschneiden, dünnblättrig schneiden und mit Zucker, Zimt, Zitronensaft vermischen.
Die Form etwa (20x23 cm) mit Butter ausschmieren. Dann wird eine Schicht Striezelmasse  auf den Formboden verteilt, weiters die Äpfel und wieder eine Schicht Striezel. Falls ein wenig Restmilch übrigbleibt wird diese einfach drüber geschüttet. Auf die obere Striezelschicht werden ein paar Butterflocken gestreut.

Im vorgeheizten Backrihr den Scheiterhaufen bei ca. 140°C für etwa 40 Min. bei Umluft goldbraun backen.
Der Scheiterhaufen wird mit Staubzucker bestreut und schmeckt auch ausgezeichnet mit Vanillesauce, Weinchateau oder er kann auch kalt zum Kaffee serviert werden.
 (Zwetschken oder Marillenfülle: Verwendet werden diese entkernen und in kleine Stücke zerschnitten – bei Zwetschken paßt natürlich auch gut Zimt – Gewicht vom Kernobst etwa 550 gr. entkernt. Zucker und etwas Zitronensaft wie bei Apfelfülle)

Früher hatten die Menschen weniger Geld und nahmen dazu anstatt Milchgebäck einfach altes übrig gebliebenes Weißgebäck (wie z.B. alte Semmel – Brötchen)!


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Blätterteig aus Topfen ,
weckt alte Erinnerungen



Warum sich nicht wieder mal an alte Rezepte erinnern, die nicht nur lecker schmecken sondern auch für viele verschiedene Speisen eine Bereicherung sind. Den Topfenblätterteig habe ich das erste mal in den 70-er Jahren versucht. Seither ist er irgendwie verloren gegangen. Vor kurzem erinnerte ich mich wieder an den einfach herzustellenden Teig den man sowohl mit Süßem (Früchte mit Nüssen, Topfen oder einfach nur Marmelade) als auch mit deftigen Schmankerl füllen kann (Bärlauch, Spinat mit Ricotta, Schinken, Käse, Spinat, Feta, u.v.a.m.)

Der Teig wird schnell zubereitet aus

250 gr Butter oder Margarine
250 gr Topfen
250 gr Mehl
1 Prise Salz

cAlle Zutaten zu einem schönen glatten Teig kneten und ca. 1 Stunde im Eiskasten rasten lassen. Die jeweils gewünschte Teigmenge zur gewünschten Stärke ausrollen (zwischendurch immer wieder mit Mehl bestäuben!), daraus Quadrate oder Kreise schneiden/ausstechen und mit gewünschter Masse füllen. 

Fülle:Blattspinat oder Bärlauch gedämpft, etwas Schinken, Mozarella klein geschnitten, dazu wird etwas Knoblauch, und ein wenig Joghurt wie Salz und Pfeffer beigemengt. 

Mit dem Blätterteig kann man aber ein schönes Stück Schweinefilet umwickeln. So hat man dann nicht nur eine Hauptspeise sondern auch einen kleinen Snack oder eine gern gegessene Vorspeise, Zur Kaffejause schmecken die kleinen gefüllten süßen Tascherl immer wieder gut.



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Topfenknödel


 (geeignet auch zum Füllen mit Zwetschken, Marillen oder auch Erdbeeren) 
Masse für 6 ungefüllte Knöderl

250 gr. Topfen (Quark)
1 Eidotter
1 EL Gries
5-6 EL Mehl
1 nussgroßes Stück Butter
1 Prise Salz
1 Prise Vanillezucker

3 EL Butter
10-12 EL Semmelbrösel (Paniermehl)
2-3 EL Kristallzucker

Zutaten wie Topfen, Dotter, Gries, Mehl, zerlassene Butter, Salz und Vanillezucker mit Gabel durchdrücken und Kochlöffel fest zusammenrühren bis eine schöne glatte seidige Masse entsteht. 

Bei Bedarf noch etwas Mehl beifügen (sollte man zuviel Mehl erwischt haben kann man etwas Milch untermengen). Den Teig mind. 15-20 Min. rasten lassen; er kann aber auch mehrere Stunden im Eiskasten rasten. 

Der Teig wird dann zu gleichen Teilen geschnitten und mit im kalten Wasser gespülten Händen zu Knödel geformt und auf bewässerte Fläche gelegt. Alle Knödel werden  gleichzeitig in kochendes, leicht gesalzenes Wasser eingelegt und ca. 10-15 Min. leicht geköchelt. Die Knödel schwimmen oben wenn sie fertig sind.

Für die Butterbrösel wird die Butter geschmolzen und die Brösel werden unter mehrmaligem umrühren goldbraun angeröstet. Bevor die Brösel fertig sind den Zucker dazu mischen und nochmals umrühren. Der Zucker gibt einen schönen Karamellgeschmack und die Butterbrösel werden wunderbar knusprig.



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Maronen- und Kürbiskernparfait

In den letzten Tagen hat es sich gedreht. Das spätsommerliche Gefühl ist wie vom letzten Sturm weggeblasen. Und ganz schnell, wie über Nacht, macht der Herbst sich breit. Auch in Wien beginnen die Blätter von den Bäumen zu fallen und mit Ihnen die herbstlichen Früchte von der Walnuss bis zur Maroni.
Auch der Kürbis hat noch Hochsaison und Weanerin hat in einem Rezept, welches sie in wesentlichen Teilen ihrem prominenten, kochenden Landsmann Johann Lafer abgeschaut hat, beides vereint: Maroni und Kürbis - hier die knackigen Kerne.


Kürbiskernparfait (6-8 Portionen)

100 g Kürbiskerne , 100 g Zucker ,4 Eigelb
2 EL Wasser,  50 g Staubzucker ,3-4 geh. EL Kürbiskernöl
400 ml Schlagobers

Kürbiskerne rösten und Zucker karamellisieren lassen. Die Kürbiskerne in den goldbraunen Karamell untermischen. Die karamellisierten Kürbiskerne auf Backpapier aufstreichen und gut auskühlen lassen. Den kalten Kürbiskernkrokant in Stücke brechen und in Moulinex (Küchenmaschine) fein hacken.

Eigelb mit zwei EL Wasser und Staubzucker über kochendem Wasserbad schaumig steif schlagen. Anschliessend in Eiswasser kalt schlagen. Das fein gehackte Krokant und das Kürbiskernöl untermischen. Fest geschlagenen Schlagobers behutsam unterheben. Entsprechende Terrinen-/Kastenform mit Klarsichtfolie auslegen (es können auch kleine Silikonförmchen verwendet werden, die nicht ausgelegt werden müssen) und mit Parfaitmasse füllen und für mind. 6 Stunden im Gefrierfach stehen lassen.


Meine Empfehlung: zusätzlich Maronenparfait:
Fertige Parfaitmasse teilen. Einen Teil mit der Hälfte des oben angegebenen Kürbiskrokant und dem Kürbiskernöl verarbeiten. Die andere Hälfte mit Maronen. Dazu benötigt man 100 g Maronen, 100 ml Schlagobers und 3 EL Zucker. Die Maronen werden mit dem Zucker und dem Schlagobers  fein püriert und dann unter die Masse gemischt. Natürlich kommt dann auch noch die Hälfte von dem geschlagenem Obers dazu.

Dazu servieren kann man karamellisierte Zwetschken in Rotwein  (mit Zimt würzen). Ebenfalls passen  Powidl ( Zwetschkenröster vermengt mit Rotwein und etwas Zucker sowie etwas Kardamom, Vanille und Zimt)  Auch arabisches Kaffeegewürz  (Schuhbeck) schmeckt darin ausgezeichnet. Beides wird unter leichtem Köcheln etwas reduziert und abgekühlt.


Danke Weanerin , für dieses schöne Dessert. Das klingt nach Wärme in der guten Stube und
einem Dessert nach gutem Essen. Aber auch als Belohnung nach einem arbeitsreichen Gartentag im Herbst.

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