Dienstag, 28. Februar 2017

Heimat im Kochtopf: Lemar kocht afghanisch !


Heimat im Kochtopf Februar 2017

Ein ganz besonderer Abend war unser Treffen der Kochgruppe Heimat im Kochtopf in dieser Woche. Zumindest habe ich es so empfunden. Dazu haben alle der Teilnehmer auf ihre Art beigetragen. Da war das Spiel auf dem alten afghanischen Instrument und die Afghanen haben dazu ein Lied aus ihrer Heimat gesungen. Da war das lustige Kartenspiel, international mit wenigen gleichen Vokabeln, aber mit einer Menge gemeinsamen Spaß. Da war Hans-Werner aus Erfurt, der uns mit zwei syrischen jungen Frauen besucht hat. Er hat berichtet von dem deutschen Verein, der mit Bürgschaften Angehörige in Härtefällen nach Deutschland holt. Auch Heidi Kästner vom Patenschaftsbüro war wieder mit dabei und auch neue Teilnehmer aus Deutschland.

Ein ganz besonderer Abend war unser Treffen der Kochgruppe Heimat im Kochtopf in dieser Woche. Zumindest habe ich es so empfunden. Dazu haben alle der Teilnehmer auf ihre Art beigetragen. Da war das Spiel auf dem alten afghanischen Instrument und die Afghanen haben dazu ein Lied aus ihrer Heimat gesungen. Da war das lustige Kartenspiel, international mit wenigen gleichen Vokabeln, aber mit einer Menge gemeinsamen Spaß. Da war Hans-Werner aus Erfurt, der uns mit zwei syrischen jungen Frauen besucht hat. Er hat berichtet von dem deutschen Verein, der mit Bürgschaften Angehörige in Härtefällen nach Deutschland holt. Auch Heidi Kästner vom Patenschaftsbüro war wieder mit dabei und auch neue Teilnehmer aus Deutschland.

Heimat im Kochtopf, Weimar, Februar 2017

Und da war Lemar, der für uns gekocht hat. Vorher hat er eingekauft, mit der Hilfe von ein paar Freunden, die dann auch beim kochen geholfen haben. Extra mit dem Zug nach Erfurt sind sie gefahren, um den wirklich guten Reis zu kaufen. Wir anderen Gäste hatten fast nichts zu helfen. Einen Tag vorher hat er auch seine Mutter in Kabul angerufen und noch einmal gefragt, wie der denn richtig den Reis zubereiten kann. Den festlichen Reis, wie man ihn in Kabul macht. So hat er es uns erklärt. Mit Rosinen und Möhren.

Lemar ist von Anfang an bei unserer Gruppe dabei, seit über einem Jahr. Deutsch spricht er schon gut, in der Kürze der Zeit. Beim kochen hat er uns von sich erzählt. 

Heimat im Kochtopf, Weimar, Februar 2017

In Kabul hat er gewohnt. Mit seiner Mutter und vier Schwestern. Als er 10 Jahre alt war, ist sein Vater gestorben. Zwei der Schwestern sind inzwischen verheiratet und zwei wohnen noch bei der Mutter. Nach Allah, so berichtet er, ist seine Mutter die wichtigste Person in seinem Leben. 27 Jahre ist er alt und er möchte gern heiraten. Er wäre zu schüchtern sagt er, eine Frau zu finden. Aber dabei zwinkert er ein bisschen. Petra kann er zu mir nicht sagen, dass wäre respektlos und so nennt er mich Frau Petra. 

Lemar hat ein Praktikum gemacht in der Altenpflege und jetzt hat er sich einen Job auf dem Bau gesucht. Er möchte probieren was geht und Geld verdienen. Er ist ein Guter, sagt er von sich und ich denke, man kann es glauben. In seinem früheren Leben war Lemar Koordinator  und Moderator im Sport Fernsehen und das halbe Land hat sein Gesicht gekannt. Ein anderes Leben, dass er jetzt lebt. Aber ein sicheres und das ist das Wichtigste.
Hier seht ihr ihn in einem Video des afghanischen Fernsehens: Fußball statt Krieg ! 
Der Link führt zu Youtube

Vielen Dank Lemar, an dich und deine Freunde. Und ganz besonders Dank an dich, dass du uns deine Geschichte erzählt hast. Ich habe Lemars Mutter Grüße bestellen und ihr ausrichten lassen, dass alles wunderbar geschmeckt hat. Sie kann Stolz auf ihn sein.

Heimat im Kochtopf, Weimar, Februar 2017


Heimat im Kochtopf, Weimar, Februar 2017

Zum Essen kann ich schreiben, dass es eine guten luftigen Reis gab, der mit frittierten Karotten und Rosinen gemischt war. Dazu gab es eine scharfe Soße mit Kartoffelstücken und roten Bohnen. Das Huhn wurde ohne Haut in Öl frittiert. Den Teller komplett machten Pommes und ein Salat aus Tomaten, Gurke, Weißkraut und Oliven. 

Der Plan für das nächste mal ist schon beschlossen. Einer der Schützlinge vom Patenschaftsbüro wird syrisch kochen.

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