Dienstag, 8. November 2016

Vom Kuscheln, Entspannen und asiatisch Gewürztem aus Wok und Pfanne

Ich möchte wieder stricken. Wohin ich auch schaue kuscheln sich die Menschen, bevorzugt weibliche, in mollig warme Jacken aus dickem Garn. Eine dampfende Tasse Tee in der Hand, vor dem Fenster im Hintergrund tobt das schlechte Wetter. Da sind meist auch dicke Bücher im Spiel und bestimmt auch gute Musik. Und mein Verdacht geht dahin, dass auch Schokolade damit zu tun hat, dass man so zufreden aussehen kann. So muss das. Es wird ja schließlich Winter und man muss gerüstet sein.


Früher.... schon wieder dieses furchtbare Wort, aber mit fällt kein anderes ein... Früher habe ich sehr viel gestrickt. Auch aus Gründen mittlerer und größerer Versorgungslücken. Es fing an beim Einteiler für das Baby und auch weiter folgende Jahre wurde das Kind in grobe und feine Maschen gekleidet. 

Wolle gab es schlichte und einfache und ab und an sorgte die Oma für Extravaganzen aus dem in Deutschland liegenden Ausland. Pullover, Jacken und Hosen (mit Schlag !) für mich, Strickkleider zur Zeit als die Mode waren, Pullover und Jacken für den Herrn. Meine Hände haben am Abend selten geruht. Vor demTV, den Blick über den Brillenrand, wuchsen die zukünftigen Bekleidungsstücke in Windeseile.

Später habe ich, von berufswegen, am Abend lieber die Hände in den Schoß gelegt. Die Abende waren ohnehin nur kurz, denn "normaler" Feierabend war ein seltener Luxus.  Jetzt, wo ich es mir leiste etwas weniger zu arbeiten, wächst die Lust, dieses alte Hobby wieder aufleben zu lassen. Vor allem, weil es auch entspannend ist. Und weil der Winter kommt....siehe oben ;)

Eine andere Art der Entspannung ist für mich natürlich auch das Kochen. Und am liebsten koche ich da nicht nach Rezept, sondern eben frei Schnauze. Den Ausdruck kennt ihr ja sicher auch. Diese Art zu kochen ist mir eigentlich die liebste. Frisches Gemüse, ein gutes Stück Fleisch und dann mal schauen, in welche Geschmacksrichtung man das Ganze dreht. Das gehört zu den leichten Entspannungsübungen am Herd.

Mag es an den dicken Stricknadeln gelegen haben, die ich schon mal bereit gelegt habe und die mich verdächtig an Essstäbchen erinnerten, oder ob es einfach nur eine Eingebung war, oder weil mich das Restpäckchen mit dem Mie Nudeln anlächelt. Keine Ahnung. Aber im Handumdrehen wusste ich, was es zum Abendessen gibt.

Kurzer Anruf bei Herrn pe., der noch unterwegs war, er möge eine Packung frische Sojabohnensprossen mitbringen und wenn es gibt, frischen Koriander. Und schon konnte es los gehen.

Mie Nudeln mit Gemüse und Entercôte, asiatisch gewürzt

An Gemüse und anderen Zutaten, die bei mir immer vorrätig sind, stand mir zur Verfügung:

2 Karotten
1 Stange Lauch
1 Paprikaschote
1 kleine Zucchini
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe 
ca. 2 cm Ingwer
1 rote Chili Schote
1 Msp. Kreuzkümmel, gemahlen
1 Limette
1 Päckchen frische Sojabohnenkeimlinge
Sojasoße
Chili Sauce süß
Sesamöl
Koriander, grün

200 gr Mie Nudeln (instant)

1 Entrecôte vom Jungbullen ( ca.300 gr)


Das Gemüse waschen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel achteln und auseinander blättern. Das Öl im Wok erhitzen und die Zwiebel, sowie Knoblauch und Ingwer dazu geben. Danach in der Reihenfolge zuerst die Karotten, dann Paprikaschote, Zucchini, Lauch und zuletzt die Sojabohnenkeimlinge. Bei großer Hitze bissfest garen. 

Das Entrecôte hatte in meinem Fall nur eine Dicke von reichlich 2 cm, deshalb habe ich es komplett in der Pfanne gebraten. Von beiden Seiten scharf anbraten und dann etwa 15 Minuten ruhen lassen, bis die Nudeln fertig sind. Ich habe es nicht gewürzt.

Wasser zum kochen bringen und vom Herd nehmen. Die Mie Nudeln einlegen und  nach 5 Minuten etwas auseinander reißen. Nach 8 Minuten abgießen und unter das Gemüse mischen.

Die süße Chili Soße mit einem Löffel Sojasoße, einem Löffel Limettensaft, dem Kreuzkümmel und dem frischen Chili vermischen und unter das Gemüse und die Nudel ziehen. Den gehackten Koriander darüber streuen.

Vom Fleisch Tranchen schneiden, sparsam mit ein paar Flocken Salz bestreuen und mit anrichten.



Dieses Rezept findet man neben anderer asiatischer Küche und Tipps für Winter Soulfood im Magazin von Chateau et chocolate, einfach auf das Bild klicken und darin blättern:









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